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«Man sollte den Hurensohn illegal erschiessen»

Aktualisiert am 20.12.2010

Ein Kommentator des rechtskonservativen US-Senders Fox hat mit dem Aufruf zur Ermordung Julian Assanges eine Kontroverse ausgelöst.

«Die Art und Weise, wie man mit dieser Situation umgehen sollte, ist simpel»: Bob Beckel.
Quelle: Youtube


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«Warum verfolgen wir Julian Assange nicht mit der gleichen Dringlichkeit wie Al-Qaida- und Taliban-Führer?», fragt die Republikanerin Sarah Palin öffentlich. Das hätte sie besser bleiben lassen.

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Die Hetze in den USA gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange nimmt abstruse Züge an. «Dieser Typ ist ein Verräter, ein Verräter, hat jedes Gesetz der USA gebrochen. Der Typ sollte (...) und ich bin nicht für die Todesstrafe (...), man sollte den Hurensohn illegal erschiessen» (das Wort Hurensohn wurde überpiept).

Mit diesen in der Fox-News- Sendung «Follow the Money» geäusserten Worten hat Kommentator Bob Beckel eine Kontroverse ausgelöst. Allerdings nicht in der Talkrunde selbst: In der Sendung zeigte sich niemand schockiert, im Gegenteil. Fox-News-Kommentator Mann stimmte Beckel zu: «Ich bin ganz Bobs Meinung.»

«Wir haben Spezialeinsatzkräfte»

Beckels Argumentation ist so simpel wie primitiv: «Wem schadet das (Wikileaks)? Den amerikanischen Bürgern. Die Art und Weise, wie man mit dieser Situation umgehen sollte, ist simpel: Wir haben Spezialeinsatzkräfte – ein toter Mann kann keine Sachen veröffentlichen.»

Die Worte Beckels haben schnell die Runde gemacht im Internet. In Webforen wurde bereits eine Gegenbewegung losgetreten. Aktivisten betiteln die Macher des rechtskonservativen Senders inzwischen als «Fox-News-Faschisten» an. Die ehemalige US-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin äusserte sich vor ein paar Tagen ähnlich: «Warum verfolgen wir Assange nicht mit der gleichen Dringlichkeit wie Al-Kaida- und Taliban-Führer?»

Assange rechnet mit Auslieferung an die USA

Anfang Dezember rechtfertigte eine Vertreterin Assanges die (mittlerweile beendete) Flucht vor der Justiz mit den Worten: «Es gab Rufe nach der Ermordung von Julian Assange.» Erst vor wenigen Tagen sagte Assange in einem Interview mit dem Sender ABC, er gehe davon aus, dass weitere verleumderische Kampagnen zu erwarten seien. Assange rechnet eigenen Aussagen zufolge fest mit einer Anklage gegen ihn durch die USA. Nach seiner Freilassung aus britischer Untersuchungshaft kündigte er zugleich weitere Enthüllungen an. Für die Abwehr juristischer Angriffe habe er eine amerikanische Anwaltskanzlei engagiert. (rek)

Erstellt: 20.12.2010, 08:34 Uhr

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