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Nach 20 Jahren die Wohnung verlassen – wegen Google

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 15.04.2009 3 Kommentare

Seit Sue Curtis 1989 bei einem Bibliotheksbesuch einen Panikanfall erlitt, traute sie sich nicht mehr ins Freie. Jetzt scheint sie geheilt: Googles Dienst Street View verführte sie zu einem Spaziergang.

Sue Curtis mit ihren Söhnen Alan (links) und Gran.

Sue Curtis mit ihren Söhnen Alan (links) und Gran.

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Die Hochzeit im Schlafzimmer, keine Spaziergänge mit Ihren Kindern: Seit sie als 20-Jährige in einer Bibliothek einen Panikanfall erlitt, ist das Leben der zweifachen Mutter Sue Curtis alles andere als normal. Zwei Jahrzehnte bestimmte Panik ihr Leben, die Ärzte diagnostizierten eine besonders schwere Form von Agoraphobie. In besonders unerträglichen Phasen wagte sie es nicht einmal, ihr Bett zu verlassen. Einmal zog sie sich eineinhalb Jahre dorthin zurück.

Google sei Dank

Nun berichten britische Medien, dass die inzwischen 40-Jährige vor kurzem ihr Haus in South Shields im Nordosten Englands verlassen hat - weiter als bis zur Strasse vor ihrer Haustüre hat sie es bislang allerdings nicht geschafft. Das sei einfach «fantastisch». Zum ersten Mal habe sie das Gefühl, dass sie geheilt werden und irgendwann ein normales Leben führen könne.

Am Anfang der Heilung stand das Surfen im Internet. Vor ein paar Wochen entdeckte Sie Street View. Dieser Google-Dienst fotografiert Stück für Stück alle Strassen und Plätze ausgewählter Orte ab und macht die Aufnahmen dann über den bereits vorhandenen Internetdienst Google Maps für virtuelle Spaziergänge zugänglich.

Heiraten, aber richtig

Street View machte sie so neugierig, dass sie auf die reale Welt nicht mehr länger verzichten wollte. Über Online-Selbsthilfegruppen, die ihr zeigten, wie sie die Angst langsam in den Griff bekommt, gelang ihr schliesslich der entscheidende Schritt vor die Haustür. Nächstes Ziel der Frau: Sie will das Eheversprechen erneuern. Diesmal in der Kirche. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.04.2009, 09:41 Uhr

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3 Kommentare

Martin Ebnoether

15.04.2009, 11:54 Uhr
Melden

Nun ja. Ich durchforste auch mal gerne virtuelle Welten oder schaue mir weit weg gelegene Orte mit Google Earth an. Aber an die Grafik und den Sound dieses Spiels "Realitaet" kommt meistens nichts heran. =:-) Antworten


Peter Walliseller

15.04.2009, 10:54 Uhr
Melden

Sehr interessant! Antworten



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