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Nacktes Kind, Sexshopbesucher und Blairs – Google am Pranger

Aktualisiert am 25.03.2009 11 Kommentare

Am Donnerstag legten sie los, die Street-View-Autos des Internet-Giganten. Neben der Schweiz auch in Grossbritannien. Doch was da alles zu sehen ist, gefällt vielen nicht.

Wer lässt sich schon gerne von allen in den Garten schauen: Street-View-Foto aus London.

Wer lässt sich schon gerne von allen in den Garten schauen: Street-View-Foto aus London.

Britische Medien berichten, dass schon Hunderte Beschwerden gegen Street-View-Bilder von Google gemacht wurden. Demnach werden da Personen beim Erbrechen, Menschen die Sexshops besuchen und andere heikle Situationen in Fotos gezeigt. Laut früheren Meldungen von Google sollen jeweils automatisch die Gesichter unkenntlich gemacht werden. Das allerdings funktioniere nicht, wie Betroffene in den Berichten monieren.

Gesicht erkennbar

Nach dem neusten Bericht des «Independent» dürfte sich der Druck auf Google erhöhen. Demnach hat der neuste Dienst des Internetriesen Bilder eines nackten Kleinkinds in einem Park im Norden Londons geschossen.

Das Blatt verweist darauf, dass der Bilderdienst auch für «finstere Zwecke» ausgebeutet werden könnte. Angeblich ist auf einem der Bilder das Gesicht eines Dreijährigen erkennbar. Laut Matthias Meyer von Google Schweiz wurde das beanstandete Bild innerhalb einer Stunde entfernt. «Das zeigt, dass wir die Privatsphäre respektieren», so Meyer. Er hält ausserdem fest, dass das Kind nicht in die Kamera geblickt habe und die Aufnahme bereits letztes Jahr gemacht wurde.

Bilder von Blairs Haus sind weg

Auch Tony und Cherie Blair haben offenbar Bilder beanstandet. Fotos ihres Wohhauses in West London wurden offenbar umgehend entfernt.

Seit Donnerstag sind die Google-Autos auch in Schweizer Städten zu sehen: Sie machen auf öffentlichen Plätzen und Strassen für Google Street View Aufnahmen. Der Dienst ist eine Funktion innerhalb des Kartendiensts Google Maps.

Arbeit für Datenschützer

Das ist aus der Sicht einiger Datenschützer nicht unproblematisch. Street View gibts bereits in den USA, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien und insbesondere bei unserem nördlichen Nachbarn fragt man sich, inwieweit die Privatsphäre eines jeden Einzelnen angegriffen wird. Laut Google kann man Bilder auf Antrag löschen lassen. (cpm)

Erstellt: 25.03.2009, 16:14 Uhr

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11 Kommentare

Stefan Heimers

23.03.2009, 11:08 Uhr
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Man läuft nicht nackt rum, man geht nicht in Sexshops, man kotzt nicht auf die Strasse. Also kann man in solchen Situationen gar nicht Fotografiert werden, wo ist das Problem? Die Privatsphäre hat man zu Hause, nicht auf der Strasse. Antworten


John J Feller

23.03.2009, 09:48 Uhr
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was heisst hier "Privatsphaere"? Wenn man aich ausserhalb seiner 4 Waende begibt, ist es eben keine Privatsphaere mehr, man ist dann der Oeffentlichkeit. Antworten



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