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Online-Piraten starten Youtube-Konkurrenz
Aus Videobay, das bereits im Mai 2007 von Peter Sunde angekündigt worden war, soll ein Dienst werden, der mit Youtube vergleichbar sein könnte.
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Die Aufregung um die schwedische Torrent-Webseite «The Pirate Bay» nimmt kein Ende. Nachdem das Oberlandesgericht in Stockholm kürzlich die eingereichte Berufung zurückgewiesen und den Richter Tomas Norstrom, der die Plattformbetreiber im April zu einer Millionenstrafe und einer einjährigen Haftstrafe verurteilt hatte, offiziell als «unbefangen» erklärt hat, sorgen die vier Schweden bereits mit einem neuen Projekt für Schlagzeilen.
Im Zentrum des Interesses steht dabei eine Videostreaming-Webseite, die am 28. Juni erstmals für die Öffentlichkeit freigeschaltet worden ist. Das Onlineportal trägt den bezeichnenden Titel «The Video Bay» und soll Nutzern vom Grundkonzept her Ähnliches bieten wie Youtube. Im Gegensatz zur populären Videoseite soll es auf dem Video-Bay-Portal aber keine automatischen Inhaltskontrollen geben, die dazu führen, dass unautorisiert eingestelltes urheberrechtlich geschütztes Material von der Seite entfernt werden muss.
Unfertige Beta-Version
Wie Besucher von «The Video Bay» sehr schnell feststellen werden, handelt es sich bei der aktuell veröffentlichten Fassung um eine sehr frühe Version der Seite, die von den Betreibern als Beta Extreme bezeichnet wird. «Erwartet nicht, dass irgendwas funktioniert», so die Vorwarnung des Pirate-Bay-Teams. Bislang haben Nutzer lediglich die Möglichkeit, ein sehr eingeschränktes Repertoire an Videobeiträgen per Suchbegriff zu durchforsten. Auf längere Sicht soll aber sowohl das Angebot als auch die Funktionalität der schon jetzt in Insiderkreisen als potenzieller Youtube-Killer gehandelten Videoseite kräftig ausgebaut werden.
Zunächst gehe es den Pirate-Bay-Betreibern vordergründig nur darum, der Öffentlichkeit einen ersten Blick auf das Projekt werfen zu lassen, heisst es auf der entsprechenden Webseite. Bis das Portal endgültig starten könnte, werde es vermutlich noch längere Zeit dauern. «Es wird starten, wenn es fertig ist. Das kann in einem oder in fünf Jahren sein», zitiert die News-Seite Torrentfreak hierzu den Pirate-Bay-Sprecher Peter Sunde.
Schon vor zwei Jahren angekündigt
Angekündigt hatten die Pirate-Bay-Macher ihr Videoportal zum ersten Mal vor mittlerweile rund zwei Jahren. Sunde hatte damals in einem Blog-Posting wissen lassen, dass man mit der Arbeit an einer Youtube-ähnlichen Plattform beginne, dessen Starttermin gegenwärtig aber noch in weiter Ferne liege. Bis dahin soll die Seite in erster Linie als Demonstration dafür dienen, was mit den Audio- und Video-Tags von HTML5 möglich ist, einem der wichtigsten neuen Features der neuen Firefox-Version 3.5. Dieses erlaubt es unter anderem, Audio- und Videoinhalte ohne Zuhilfenahme der ansonsten für derartigen Content nötigen Flash-Entwicklerumgebung zu präsentieren. (rek/pte)
Erstellt: 29.06.2009, 11:56 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




