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Palin stach in ein Wespennest
Aktualisiert am 09.12.2010 73 Kommentare
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Twitter stoppt Hacker
Der Kurznachrichtendienst Twitter hat am Donnerstag den Account @anon_Operation der Anonymus-Bewegung blockiert. Die Hackergruppe hatte über den Kanal Sympathisanten zu Angriffen auf die Websites von Postfinance, Paypal und Mastercard aufgerufen. (ah)
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Julian Assange hat mächtige Feinde – die Grössten finden sich in Übersee. Die USA, welche der Wikileaks-Exponent mit der Veröffentlichung zuerst von geheimem Material zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak und dann mit der Verbreitung von diplomatischen Depeschen gegen sich aufgebracht hat, drohen mit juristischen Schritten.
Doch mehr als einen Prozess vor einem amerikanischen Gericht muss Assange wohl die ehemalige Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin und ihre Mitstreiter fürchten. «Warum», fragt die einflussreiche Republikanerin und mögliche Präsidentschaftskandidatin 2012, «verfolgen wir ihn nicht mit der gleichen Dringlichkeit wie Al-Kaida- und Taliban-Führer?» Assange sei weder Journalist noch Herausgeber, sondern «ein antiamerikanischer Agent, an dessen Händen Blut klebt». Palin fordert die US-Behörden auf, die «technische Infrastruktur von Wikileaks zu zerstören».
«...dann sollte er exekutiert werden»
Die Antwort der Unterstützer der Enthüllungsplattform liess nicht lange auf sich warten: Wie die Nachrichtenagentur AFP bericht, wurde Palins Internetseite vorübergehend blockiert, gemäss einem Bericht des Senders ABC News waren auch die Kreditkartenkonten von Palin und ihrem Mann betroffen. In einem Online-Chat mit der Nachrichtenagentur AFP erklärte die Hackergruppe, ihre Angriffe auf alle ausdehnen zu wollen, die feindlich gegenüber Wikileaks eingestellt seien.
Gut möglich, dass darum bald amerikanische Nachrichtensender gehackt werden. In den USA haben einige von ihnen klar die Position der Regierung übernommen. «Endlich ist die Verbrecherjagd beendet», meldete etwa NBC – eine klare Vorverurteilung. Noch extremer hat sich die «Fox News»-Kommentatorin Kathleen McFarland positioniert.«Wenn er (Assange) für schuldig befunden wird, sollte er exekutiert werden.» (rek)
Erstellt: 09.12.2010, 11:18 Uhr
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