Digital

Sprechen Sie bitte mit der Suchmaschine

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 09.06.2010

Wer sucht, der tippt? Nicht unbedingt: Handynutzer können per sofort auf die Google-Sprachsteuerung zugreifen. Die neue Internetsuche funktioniert tatsächlich, wie unser Test zeigt.

Offiziell lanciert wurde der neue Dienst heute nur in den Ländern Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Die Sprachfunktion kann aber auch hierzulande genutzt werden.

Offiziell lanciert wurde der neue Dienst heute nur in den Ländern Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Die Sprachfunktion kann aber auch hierzulande genutzt werden.

Links

Artikel zum Thema

So aktivieren Sie die Sprachsuche: Einfach auf der Google Mobile App rechts unten das «Einstellungen»-Symbol antippen und dort bei Sprach-Suche «Deutsch (Deutschland)» aktivieren. Am oberen Rand erscheint das Symbol «Sprach-Suche». (Bild: Google.com)

Stichworte

Nie mehr tippen: Die Sprachsuche von Google funktioniert. (Bild: Google.com)

SwissquoteExklusiver Trading-Partner

[Alt-Text]

Neu steht (auch für iPhone- und Blackberry-Nutzer) Google (GOOG 591.53 -2.01%) Search by Voice zur Verfügung (baz.ch/Newsnet berichtete). Statt Suchbegriffe einzutippen, kann man nun auch ins Smartphone sprechen. Voraussetzung dafür ist, dass man klares Hochdeutsch spricht.

Offiziell lanciert wurde dieser Dienst heute nur in den Ländern Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Mit einem Trick können aber auch Schweizer iPhone-Nutzer die Funktion nutzen (siehe links).

Wir haben mit diesem neuen Tool nach einigen Begriffen gesucht, das sind die Ergebnisse:

Gesprochen: Fussball-Weltmeisterschaft
Resultat: Funktioniert einwandfrei. Das erste Suchergebnis ist ein grösserer Artikel der «FAZ» über Josef Blatter. Der zweite Treffer liefert den Link zur FIFA, dritter Eintrag ist der Wikipedia-Artikel zur WM in Südafrika.

Gesprochen: Nordkorea
Resultat: Auch das klappt. Erster Treffer ist der Wikipedia-Eintrag zum Land, zweites Resultat die nordkoreanische PR-Agentur in Deutschland.

Gesprochen: Christoph Blocher
Resultat: Die Trefferliste beginnt mit einer Zusammenfassung der Newsergebnisse zum SVP-Übervater, gefolgt von einem baz.ch/Newsnet-Artikel und dem Link von Blochers Homepage.

Gesprochen: Manager
Resultat: Die Suchfunktion erkennt auch diesen Anglizismus und liefert diverse richtige Wikipedia-Einträge sowie die URL des «Manager-Magazins».

Gesprochen: iPad
Resultat: Mehrere offizielle Apple-Seiten werden gelistet, gefolgt vom obligaten Wikipedia-Artikel.

Gesprochen: Sendung mit der Maus
Resultat: Könnte nicht besser sein – zuoberst erscheint der offizielle Fernsehlink, gefolgt von der URL des entsprechenden Games.

Gesprochen: Chuchichäschtli
Resultat: Funktioniert natürlich nicht. Zeigt bei zwei verschieden Sprachproben Resultate zu «Koch» und «Pokerschule» an.

Gesprochen: Zebrastreifen
Resultat: Keine Mühe mit diesem Wort – aber ein Ärgernis für die Stadt Bern (als erstes wird erklärt, was ein «Fussgängerüberweg» ist).

Gesprochen: Cervelat
Resultat: Klappt überhaupt nicht. Aus der Schweizer Nationalwurst wird «Sarah Connor». Wobei – die deutsche Sängerin kann natürlich als ausländische Cervelat-Prominenz durchgehen.

Wann kommt die Schweizerdeutsch-Version?

Fazit: Google ist mit der Erweiterung der Suchfunktion ein Coup gelungen. Der Searcher erkennt ins Mobiltelefon gesprochene Wörter, sucht und listet Treffer wie bei der schriftlichen Eingabe auf. Dies, obwohl das Unternehmen das Produkt in der Schweiz noch nicht mal offiziell lanciert hat. Folgt bald auch eine Steuerung, die Schweizerdeutsch erkennt?

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.06.2010, 15:56 Uhr

Digital

Populär auf Facebook Privatsphäre

Telefonbuch

Marktplatz


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!