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Twitter und die US-Regierung

Von Jan Knüsel. Aktualisiert am 17.06.2009

Um den Iranern einen wichtigen Kommunikationsweg offenzulassen, hatte Twitter geplante Wartungsarbeiten verschoben. Das US-Aussenministerium soll dabei eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Twitter hatte seine geplanten Wartungsarbeiten verschoben, um den Demonstraten im Iran den Kommunikationsweg über den Mikroblogging-Dienstes nicht zu versperren (baz.ch/Newsnet berichtete). Denn in den letzten Tagen ist Twitter zu einem wichtigen Informationsportal für die Protestierenden im Iran geworden.

Wie nun bekannt wurde, soll gar das US-Aussenministerium bei Twitter interveniert haben. Die «New York Times» berichtete von einer direkten Anfrage des Aussenministeriums an Twitter, die Unterhaltsarbeiten abzuwarten. «Mit diesem Anruf wollten wir nur sagen, dass Twitter eine wichtige Rolle in einer kritischen Zeit für den Iran spielt und damit nachfragen ob sie weitermachen könnten», sagte Philip J. Crowley vom US-Amt für öffentliche Angelegenheiten gegenüber der «New York Times». «Dieses Vorgehen stimmt vollständig mit unserer nationalen Politik überein. Wir sind Befürworter der Meinungsfreiheit und Nachrichten sollten verwendet werden, um die Meinungsfreiheit zu fördern», führte Crowley weiter aus.

Twitter dementiert

Derweil dementiert Twitter eine aktive Einmischung der Regierung. Twitter Mitbegründer Biz Stone betont, dass man nicht auf Wunsch der Regierung die Wartungsarbeiten verschoben habe, sondern nach eigenem Ermessen eine Unterbrechung für unangebracht hielt. Die Wartungsarbeiten wurden schliesslich am Dienstagabend durchgeführt. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.06.2009, 16:23 Uhr

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