Digital
Youtube, Facebook und Sex: Was Kinder im Internet suchen
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 13.08.2009 18 Kommentare
Wozu sind Kinder online auf der Pirsch? Laut einer Auswertung des Sicherheitsunternehmens Symantec googeln diese nach Youtube (Platz 1), Google und Facebook (Plätze 2 und 3) – und nach Sex. Wie Symantec, das mit ihrem Kinderschutzsystem Onlinefamily.Norton 3,5 Millionen Suchanfragen ausgewertet hat, auf der Firmen-Homepage schreibt, schafft es dieser Begriff auf Platz 4 der Top-100-Suchanfragen. In diese Liste sind auch die Begriffe Porn (Platz 6), Boobs (Platz 28), Naked Girls (Platz 86), und XXX (Platz 93) aufgeführt.
Pikant: Erwachsene suchen laut Statistiken von Google und Yahoo im Internet nach unverdächtigen Suchbegriffen wie Ebay, Youtube, Wetter, Google oder Video. Funktionieren die Jüngsten ganz anders als ältere Generationen oder lügen Statistiken? Wir bitten um Aufklärung. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 13.08.2009, 10:43 Uhr
WRITE A COMMENT
18 Kommentare
90% der besuchten Internetseiten sind pornograischem inhalts, 90% der User behaupten, sie suchen nie nach pornografischem Inhalt.Wie kann die Firma Symantec denn herausfinden, ob eine Suchanfrage von einem Kind oder Erwachsenem geschieht? Eventuell über die Anschlagstärke die auf die Tastatur ausgeübt wird? Ob ich oder meine Tochter "Facebook" über Google eingebe, ist für das Suchportal doch egal! Antworten
Also schon komisch das allgemein von Kindern geschrieben wird. Mädchen interessieren sich wohl kaum für Suchbegriffe wie "nacked girls" oder "boobs". Man müsste schauen an welcher Stelle z.B. "nacked boys" etc. steht um allgemein davon zu schreiben das Kinder im Internet Sex suchen..das tun die Mädchen sicher wesentlich weniger häufig Antworten
Meiner Meinung ist das Chatten ,die Suche nach Freundschaften und Erweiterung der sexuellen Aufklärung im Internet etwas Gängiges und somit Natürliches. Da die Inhalte im Internet auch für ein Teenager bedenkliche Inhalte aufweisen können, welche ungewollt oder durch Neugier aufgerufen werden, gehört ein Teenager nicht alleine an den PC. Man sollte den Inhalt zusammen thematisieren, nicht sperren. Antworten
Symantec hat ein perfektes Marketing, anders kann ich mir nicht erklären, warum diese knapp durchschnittlichen und Ressourcen intensiven Programme so oft verkauft werden. Und dass man mit Themen im Bereich veralterter Moralvorstellungen (Sex ist schlecht) immer noch Punkten kann, zeigt wie prüde und kleinlich wir durch Kirche und Staat gehalten wurden. Antworten
Der Jugendschutz gibts nicht mehr! Moderne Medien wie Internet, Mobilphones und Fernsehen sind out of control. Ungeschützt konsumieren unsere Kinder jegliche Pornographie. Die Verantwortung den Eltern abzuschieben ist unmöglich. Wir müssen uns grundsätzlich überlegen ob wir unsere Jungend schützen wollen, und wenn ja, dann mit aller Konzequentz. In China gehts ja auch! Antworten
Google und Yahoo publizieren in ihren Suchstatistiken nie (die offenbar von Symantec erhobenen) verdächtige(n) Suchbegriffe. @ Roman Schauer und Peter Häfliger: wenn der Internet-User in der Adressleiste einen Begriff ohne Domain (bspw. 'CNN' oder 'Google') eingibt, so landet er auf der entsprechenden Website. Gleichzeitig löst es bei der im Browser integrierten Suchmaschine eine Anfrage aus. Antworten
Ha ha .. also wenn ich jetzt so 12, 13 oder älter wäre (und nicht 37) würde ich ständig nach Sex im Internet suchen.. hey, ist ganz normal.. oder haben alle schon vergessen wie interessant ein "praline heftli" etc damals auf dem Schulplatz war? Ob es in diesem Ausmass schädlich sein könnte wird sich zeigen (so ganz ohne Folgen wird es wohl kaum bleiben...). Antworten
Statistiken sind wie Bikinis: Sie zeigen doch einiges, das wesentliche aber bleibt im Verborgenen. Aber hey, Erwachsene interessieren sich genau gleich für Pornografie im Internet, nur haben die meisten ihre Bookmarks und brauchen deshalb nicht danach zu suchen ;) Google bezieht zudem "schmutzige" Suchbegriffe nicht in seine Statistik mit ein. "Don't be evil" eben. Antworten
Aufklärung - danach suchen Kinder, meist direkt und daher auch rechechierbar. Und, wer erinnert sich nicht an seine eigne Kindheit, gerne nach "Erwachsenensachen". Das ist völlig normal. Heute dank der modernen Kommunikationsverbindungen und -Mittel einfacher und schneller. Die Kinder holen sich jene Informationen, die sonst weniger kommuniziert werden. Die Erwachsenen tarnen sich auf ihrer Suche. Antworten
Digital
- 12:16Apple lanciert Grossangriff auf Schweizer Bildungsmarkt
- 12:15«Das hier ist Dein Laptop; das hier ist mein Kaliber .45»
- 10.02.2012Was passiert, wenn man eine Kelle Zimt isst
- 10.02.2012Kreativ, Auto sei Dank
- 10.02.2012«Sie geben bei jedem Artikel ein Stück Ihrer Identität preis»
- 10.02.2012Freunde fürs Leben











Tom Würgler
@ Roman Schauer: bliebe noch hinzuzufügen, dass Google den Content der Seiten, auf die verlinkt wird, scannt. Mich hat Google so schon ein paar Mal geschützt (vor Malware, nicht vor Nacktheiten...). Weil 'This site may harm your computer' äusserst doof aussieht, sorgen die Webseitenbetreiber blitzschnell dafür, dass der Schädling entfernt wird. Antworten