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BVB-Kunden warten weiter
Von Alexander Müller. Aktualisiert am 17.06.2012 13 Kommentare
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Wie viele Stunden unseres Lebens verbringen wir eigentlich wartend an einer Tramhaltestelle? Eine gefühlte Ewigkeit. Mindestens. Jeder kennt es: Das Tram fährt immer genau dann ab, wenn man die Haltestelle erreicht.
Die neue Smartphone-App der BVB könnte dazu beitragen, das Warten zu verkürzen. Die App hat nämlich eine überaus praktische Funktion eingebaut, welche die nächsten paar Abfahrten der nahegelegensten Stationen anzeigt. Ideal für Pendler, die morgens keine Sekunde zu früh aus dem Haus gehen oder abends nach der Arbeit in der Firma nicht unnötig früh ausstempeln wollen. Auch für die restlichen Haltestellen sind die Abfahrtszeiten in Erfahrung zu bringen. Wie nützlich es ist, im Kleinbasel nachzuschauen, wann das nächste Tram auf dem Bruderholz abfährt, sei jedoch dahingestellt.
Routenplaner unbrauchbar
Die App verfügt auch über einen Routenplaner. Leider nervt dieser aber mehr als er bringt. Beispiel: Eine Fahrt vom St. Jakob zum Aeschenplatz. Zuerst schlägt die Eingabemaske als Haltestelle «Hauptbahnhof» vor. Das wollen wir den Basler Verkehrsbetrieben noch durchgehen lassen. Was dann kommt, geht aber eigentlich gar nicht. Tippt man «S» ein, schlägt die App gleich die Haltestelle «Stuttgart» und ein paar weitere Orte in oder um Stuttgart vor. Bei «St» heisst es dann: «Kein Punkte gefunden». Also weiter: «St. J». Prompt findet die App wieder eine Haltestelle: «Saalbahnhof» in Jena. Na bravo. Von St. Jakob noch immer keine Spur. Erst bei «St. Ja» besinnt sich die App auf das BVB-Netz. Das gleiche Spiel bei der Zielhaltestelle. Dann endlich: Die App erklärt den Weg von St. Jakob zum Aeschenplatz und schlägt vor, zuerst zu Fuss zum Dreispitz zu gehen und dort den 11er zu nehmen. Dass der 14er eigentlich vom Joggeli direkt in die Innenstadt fährt, verschweigt die App.
Gut gemeint ist die Basler Karte, in der die Haltestellen und einige Sehenswürdigkeiten eingezeichnet sind. Mit einem Klick lassen sich Start- und Zielpunkt definieren und danach die Route anzeigen – inklusive der nächsten Abfahrten. Leider aber lädt die Karte nur langsam, was das Bedienen mühsam macht. Zudem werden die Haltestellen erst ab einer gewissen Zoomstufe angezeigt. Wieso, ist unklar.
Chance vergeben
Der grösste Fehler der Karte bleibt aber, dass diese von den Entwicklern nicht zu Ende gedacht wurde. In dieser Form nützt sie allenfalls jenen etwas, die sich in Basel sehr gut auskennen und zudem Karten lesen können. Unverständlich ist, warum man nicht nach einer Adresse suchen kann, um sich in der Karte zu orientieren.
Leider sind zudem auch die Liniennetzpläne nicht interaktiv mit den Haltestellen verlinkt. Fazit: Die BVB haben die Chance vergeben, eine moderne App herauszugeben, die die technischen Möglichkeiten eines Smartphones ausschöpft. Nun warten wir eben weiter. Auf das nächste Update. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.06.2012, 10:31 Uhr
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13 Kommentare
Die App zeigt eh nur die fahrplanmässigen Abfahrtszeiten an. Was wohl eher interessieren dürfte, sind die tatsächlichen Zeiten (wie sie auf den Displays an den Haltestellen angezeigt werden). Es fehlen sämtliche Echtzeit-Angaben (wie Staus, etc.), welche so eine App sinnvoll machen könnte. Für das was es momentan ist, kann ich auch den Haltestellenfahrplan als PDF von der BVB Webseite runterladen. Antworten
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