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«Breitseite gegen das Apple-Telefon»
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 06.01.2010 19 Kommentare
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Das kann Nexus One
Trotz seiner geringen Ausmasse mit einer Tiefe von 11,5 Millimetern und einem Gewicht von 130 Gramm birgt das in Taiwan von HTC gefertigte Handy besonders leistungsfähige Bauteile. So ist der Prozessor mit einer Taktrate von einem Gigahertz schneller als die meisten Konkurrenten. Das Gerät hat zwei Mikrofone und eine Kamera mit einer Auflösung von fünf Megapixel.
Das Nexus One tritt sowohl gegen das iPhone von Apple an als auch gegen andere Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android. Es verfügt über die neueste Version dieses System (2.1) und legt natürlich einen besonderen Schwerpunkt auf Web-Anwendungen von Google. Fotos werden mit einem Fingerdruck zum Dienst Picasa, Videos zu YouTube hochgeladen. Eine neuartige Wetteranwendung nutzt das GPS-Signal, um den Wetterbericht für den jeweiligen Standort anzuzeigen. Das Gerät reagiert nicht nur auf eingetippte Befehle, sondern auch auf gesprochene Anweisungen: Anstatt etwa bei der Suche auf Google Maps ein Textfeld auszufüllen, kann der Nutzer den gesuchten Ort auch einfach aussprechen.
Google und Apple machen sich auch bei Browser-Software (Chrome gegen Safari), bei Betriebssystemen (Chrome OS gegen Mac OS) und bei digitalen Inhalten Konkurrenz. Zudem hat Apple soeben auch das Unternehmen Quattro gekauft, das Dienste für die Werbung auf Handys entwickelt hat - wie der von Google übernommene Konkurrent AdMob. «Ich denke, dass sich Google nun mehr auf Apple konzentriert als auf Microsoft», sagte Branchenexperte Rob Enderle. (AP)
Das Internet-Unternehmen Google hat gestern in seinem Firmensitz im kalifornischen Mountain View sein erstes eigenes Handy, das Smartphone Nexus One, vorgestellt (baz.ch/Newsnet berichtete).
Das Handy spaltet Experten, Journalisten und Blogger: Zwar sind sich die Beobachter einig, dass das Unternehmen mit der Einführung eines eigenen Smartphones den Wettbewerb im mobilen Internet verschärft und eine Kampfansage an Apple und Research in Motion (RIM) darstellt, die mit iPhone und Blackberry bisher den Ton angeben bei Internet-Handys. Doch als «Superphone», wie der Marktführer im Geschäft mit Online-Werbung sein erstes Smartphone bezeichnet, sehen viele Kritiker das Gerät nicht. Wir haben einige Stimmen in einer Presseschau zusammengefasst.
«Modernste Hardware»
Online PC (Schweiz): «Das Gerät vereint modernste Hardware der HTC Corporation mit der neusten Android-Software. Doch leider ist das Gerät in der Schweiz und seinen Nachbarländern noch nicht verfügbar. Verbraucher können das Nexus One wahlweise inklusive Vertrag mit einem Netzbetreiber erwerben, der mit Google zusammenarbeitet, oder ohne Vertrag. In letzterer Variante funktioniert das Gerät mit jeder SIM-Karte für ein GSM-Netz. Wenn neue Telefone über diesen Vertriebskanal auf den Markt kommen, profitieren Verbraucher von der Möglichkeit, das Gerät ihrer Wahl mit einem Vertrag zu kombinieren, der optimal auf ihren Bedarf zugeschnitten ist.»
«Hätten Spektakuläreres erwartet»
«Chip»: «Das Nexus One - das Google-Handy schlechthin? Der Hype um das Handy ist gross, doch können wir ihn noch nicht ganz nachvollziehen. Vom Google-Handy hätten wir Spektakuläreres erwartet, schon alleine optisch mehr auf Google getrimmt. So wie sich das Nexus One präsentiert, ist es ein gut ausgestattetes HTC-Handy mit neuer Android-Version - mehr jedoch nicht.»
«Der 'Wow-Effekt' ist ausgeblieben»
«Frankfurter Allgemeine Zeitung»: «Das Nexus One hat den schnellsten Prozessor auf dem Markt, wahrscheinlich das beste Display und womöglich die fortschrittlichste Software. Doch der 'Wow-Effekt' ist ausgeblieben. Nur einmal blitzte der Google-Genius während der Präsentation in Mountain View kurz auf: Die Spracherkennung, die das Diktieren von E-Mails, Navigationsbefehlen oder anderen Eingaben ermöglicht, könnte das mühsame Tippen auf den Smartphones weitgehend überflüssig machen. Die 3D-Grafik ist aber eher eine (nette) Spielerei und die Menüsteuerung kein erkennbarer Fortschritt gegenüber dem iPhone von Apple.»
«Selbstbewusster Auftritt auf neuem Terrain»
«Heise»: «Wo ein Herausforderer ist, gibt es auch einen Champion. In der Smartphone-Oberliga heisst der nun einmal Apple und zeigt mit dem iPhone der gesamten Branche seit knapp drei Jahren, wie es geht. (...) Google hat beste Chancen, die im Internet schon allgegenwärtige Marke nun auch nachhaltig im Mobilfunksektor zu etablieren. Mit dem aufstrebenden Betriebssystem Android ist der Konzern da schon gut, wenn auch indirekt vertreten. Ein in Eigenregie gefertigtes Handy, das die Möglichkeiten des Betriebssystems Android optimal nutzt und ohne Bindung an einen Netzbetreiber erhältlich ist, ermöglicht Google einen selbstbewussten Auftritt auf neuem Terrain.»
«Mit Nexus One setzt Google Massstäbe»
«Financial Times Deutschland»: Mit Nexus One setzt Google Massstäbe: Der Prozessor ist mit einem Gigahertz stärker als alle bisherigen Android-Modelle - und auch als der des iPhones. Auch Grafik und Akku-Laufzeit kommen bei den ersten Testern gut weg. Die Software ist Google pur - die bislang unveröffentlichte Version 2.1 des Betriebssystem enthält alle Dienste des Konzerns samt kostenloser Auto-Navigation.
«Wie wir uns das vorgestellt haben»
Gizmodo(Blog): Das Google Nexus One ist das beste Android-Handy zu diesem Zeitpunkt. Punkt. (...). Das Handy, auf das wir alle sehnlich gewartet haben, ist genau so wie wir uns das vorgestellt haben. Bei der Präsentation gab es deshalb auch keine Überraschungen. Es ist etwas dünner als das iPhone 3GS, wirkt sehr hochwertig verarbeitet, hat einen ausgezeichneten Screen und arbeitet rasend schnell. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.01.2010, 11:33 Uhr
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19 Kommentare
Keine Tastatur in Kombination mit keinem Multi-Touch ist für mich leider das No-Go für dieses Handy. Das Browsing-Erlebnis auf dem iPhone ist nach wie vor um längen besser. Zudem wird die nächste (schnellere) iPhone-Generation im Sommer erwartet - diese dürfte den nach wie vor besteheden Vorsprung des iPhones weiter vergrössern. Warum schafft es niemand, Apple ernsthaft Konkurrenz zu machen? Antworten





















































































