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Das gute Günstig-Smartphone aus China
Von Anatol Heib. Aktualisiert am 10.08.2012 26 Kommentare
1988 gegründet
Huawei Technologies Co., Ltd. wurde 1988 gegründet und hat seinen Sitz in Shenzhen, China. Zur Produktpalette gehören Vermittlungstechnik, Netzprodukte, Software-Anwendungen und Endgeräte. Seit 2008 hat das Unternehmen einen Sitz in Bern. «Mittelfristig soll er ein Viertel des gesamten Umsatzes von Huawei ausmachen», so Felix Kamer, Sales Director Huawei Switzerland, gegenüber baz.ch/Newsnet.
In der Kritik
Der chinesische Konzern stand in den vergangenen Jahren immer wieder in der Kritik. Ein Vorwurf lautet, dass Huawei mehrfach Patentrechte der Konkurrenz missachtet habe. Konkurrenten und ehemalige Mitarbeiter warfen Huawei 2005 vor, Konkurrenzprodukte nachzubauen, um den technologischen Vorsprung zu verringern und so hohe Entwicklungskosten einzusparen.
Immer wieder werden auch Sicherheitsbedenken wegen angeblicher Nähe zu Geheimdiensten geäussert und haben schon für manche Absage bei Ausschreibungen gesorgt.
So verweigerten US-Behörden Huawei im Februar aus Sicherheitsgründen die Übernahme des kalifornischen Unternehmens 3Leaf Systems.
«Wir finden es gut, dass über die Sicherheitsfragen diskutiert wird. Das wurde auch in der Schweiz getan, das Thema ist aber hier erledigt», sagt Felix Kamer, Sales Director Huawei Switzerland. «Bei solchen Vorwürfen spielen auch immer wirtschaftspolitische Fragen mit. Gerade in den USA wird alles dafür getan, damit wir keine Aufträge erhalten.»
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An der Consumer Electronics Show in Las Vegas sorgte der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei mit dem Ascend P1 Anfang Jahr für Aufsehen. Nun erscheint das Highend-Modell am 20. August auch offiziell in der Schweiz. Bisher machte Huawei im Mobiltelefonsektor vor allem als Zulieferer und Fabrikant von Einsteiger-Smartphones von sich reden. Diese erschienen aber meist mit dem Logo der Mobilfunkanbieter. Doch nun will man selbstbewusst mit der eigenen Marke auftreten.
Das Smartphone wird über Sunrise und den Fachhandel vertrieben. Der Mobilfunkanbieter bot bereits 2011 mit dem Media Pad die ersten Produkte von Huawei an. «Wir hoffen, dass auch die anderen Netzbetreiber das Gerät aufnehmen», sagt Kamer.
Dünn, leicht und schnell
baz.ch/Newsnet konnte das optisch ansprechende Smartphone bei einer Präsentation in Zürich antesten. Mit 7,7 Millimetern gilt es momentan als das zweitdünnste Smartphone der Welt. Nur das Motorola Razr mit 7,1 Millimetern kann das Gehäuse noch toppen. Mit 110 Gramm (für den Test zu Hause: nur 10 Gramm schwerer als eine Tafel Milchschokolade) gehört das Huawei-Gerät auch zu den Leichtgewichten.
Ausgestattet ist das Android-Gerät mit einem 4,3-Zoll-Super-Amoled-Display aus kratzfestem Gorilla-Glass (10,9 Zentimeter, Auflösung 960 mal 540 Pixel). Der Touchscreen reagiert sehr flott auf Eingaben, die Helligkeit ist gut, könnte aber noch einen Tick besser sein. Dafür sind die Kontrastwerte sehr gut. Obwohl das Unibody-Gehäuse aus Kunststoff besteht, wirkt es nicht billig und liegt gut in der Hand. Die Lautsprecher sind aber nicht optimal platziert.
Neuste Android-Version und weiteres Update
Angetrieben wird das P1 von einem Dual-Core-Prozessor (1,5 GHz), die hohe Rechenkraft macht sich im Betrieb bemerkbar. Das Samsung Galaxy S3 beispielsweise bietet allerdings bereits einen Quad-Core-Chip. Beim Betriebssystem ist das Huawei-Gerät mit Ice Cream Sandwich (Android 4.0.3) auf dem neusten Stand. Sobald Jelly Bean (4.1) verfügbar ist, erhält das P1 ein Update, versichert Daniel Meier, Senior Sales Manager bei Huawei Switzerland.
Ab Werk sind neben den klassischen Google-Diensten wie Maps, Mail oder Play Store auch Facebook und Twitter installiert. Ebenso findet man weitere nützliche Software wie ein Office-Programm, um Dokumente zu lesen, sowie einen Dateimanager. Das Surfen geht flott, die Schrift ist beim Standard-Browser jedoch nicht sehr lesefreundlich – mit Chrome sieht es besser aus.
Die eingebaute Kamera auf der Rückseite schiesst Bilder mit bis zu 8 Megapixel (mit HDR-Aufnahmen). Bei schlechten Lichtverhältnissen ist die Qualität mässig. Videos nimmt man in Full-HD (1920 mal 1080 Pixel) auf. Die 1,3-Megapixel-Frontkamera ermöglicht Videotelefonie. Das Smartphone bietet weiter 5.1 Surround Sound mit Dolby Mobile 3.0 Plus.
Der Akku soll wie bei anderen Smartphones bei intensivem Gebrauch einen Tag durchhalten. Er ist fest verbaut, kann also wie auch beim iPhone nicht ausgetauscht werden. Für die SIM-Karte befindet sich oberhalb des Gehäuses ein Slot. Auf den Seiten findet man Lautstärkeregler und einen Slot für die Micro-SD-Karte (bis zu 32 GB erweiterbar). Diese wird der Nutzer dringend benötigen, denn der eingebaute Speicher ist mit 4 GB viel zu knapp bemessen (davon stehen nur knapp 2,3 GB zur freien Verfügung).
Unser Fazit nach dem Kurztest: Das Ascend P1 überzeugt mit seinem gestochen scharfen Bildschirm, der aber heller sein dürfte. Der Touchscreen reagiert gut auf Eingaben, das Surftempo überzeugt. Android 4.0 läuft wunderbar und das angekündigte Update auf Jelly Bean ist ein Signal, dass man seine Geräte aktuell halten will. Weil Huawei kaum etwas an den von Google bereitgestellten Versionen ändert, dürften die Updates auch schneller als bei anderen Herstellern erfolgen. Negativ: 4 GB Speicher sind allerdings zu wenig für ein Smarpthone, man wird nicht um den Kauf von Micro-SD-Karte herumkommen. Auch die Kamera überzeugt bei schwierigeren Lichtverhältnissen nicht durchwegs, da gibt es bessere Smartphones.
In den Langzeittests von Computerbild.de oder Pcwelt.de – in Deutschland ist das P1 schon seit einigen Wochen erhältlich – schneidet das Smartphone gut ab. Bemängelt werden der Autofokus bei Videoaufnahmen, der geringe Speicher von 4 GB und die Bildqualität bei weniger guten Lichtverhältnissen.
Quad-Core-Smartphone Ende Jahr?
Nach dem Ascend P1 hat Huawei in der Schweiz noch weitere Pläne. «Wenn alles nach Plan läuft, lancieren wir in der Schweiz Ende Jahr auch das Ascend D-Quad», sagt Felix Kamer, Sales Director Huawei Switzerland gegenüber baz.ch/Newsnet. Das Ende Februar am Mobile World Congress vorgestellte Smartphone ist mit einem Quad-Core-Prozessor ausgestattet. Im November erscheint das 10-Zoll-Tablet (Media Pad). Huawei plant für dieses Jahr auch ein Smartphone mit Windows Phone. Ob es auch in der Schweiz erscheint, ist laut Kamer noch offen.
Ascend P1: In Kombination mit einem Sunrise-Abo einen Franken, ohne Vertrag 448 Franken. Daneben wird es auch über den offenen Schweizer Markt verkauft. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.08.2012, 15:41 Uhr
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26 Kommentare
Was soll ich mit dem Ding? Habe im Internet das Samsung Galaxy Duos für EUR 124.-- gekauft - mit 2 SIM-Karten im Parallelbetrieb. Die zweite SIM-Karte ist Vodaphone Prepaid. Als Vielreisender im Ausland entfällt für mich damit die Swisscom / Orange / Sunrise - Roaming - Abzocke und ich habe keine Abo-Bindung. Klar, dass die Schweizer Telekomfirmen dieses Gerät nicht anbieten... Antworten
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