Die zwei Gesichter der Apple Watch

Die neue Smartwatch im Dauertest. Was taugt sie? Gibts mehr her als im Kurztest? Das Resultat von Autor Rafael Zeier.

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Muss man eine Apple Watch haben? Nein, nein und noch mal nein. Die Frage wurde mir in den letzten zwei Wochen mit der smarten Uhr täglich mehrfach gestellt. Man muss die Apple Watch genauso wenig haben, wie man eine mechanische Armbanduhr haben muss. Es gibt aber gute Gründe, warum man eine haben möchte.

Den besten Grund trägt die Apple Watch in ihrem Namen. (Nein, nicht «Apple». Obwohl das für Fans sicher auch ein Anreiz ist.) Sie ist in erster Linie eine originelle, moderne und faszinierende Armbanduhr. Nebenher ist die Apple Watch auch ein Handgelenk-Computer mit Stärken und etwas mehr Schwächen. Dazu später mehr.

Die Uhr

Apples Design-Chef Jony Ive wird in zahlreichen Porträts nachgesagt, ein Uhrensammler und -fan zu sein. Aus dem Umfeld von Apple ist dazu lediglich zu vernehmen, dass Apple eine Uhr gebaut habe, weil die Firma Uhren grossartig finde. Beim iPhone war das anders. Das habe Apple gebaut, weil es die damaligen Telefone schrecklich fand.

Wer die Apple Watch selber ausprobiert hat, wird kaum Zweifel haben, dass hier Uhrenfans und -kenner am Werk waren. Während andere Hersteller – allen voran Samsung und LG – Computer in Uhrenform bauen, geht die Apple Watch dank vieler kleiner Details und Aufmerksamkeiten wider allen Erwartungen tatsächlich als Uhr durch.

Ob einem das Design gefällt, ist natürlich Geschmackssache. Mit einem scheusslichen Smartphone kann man sich vielleicht noch arrangieren, mit einer hässlichen Uhr kaum. Anders als ein Smartphone ist eine Uhr immer auch Schmuckstück. Dem trägt Apple mit zahlreichen Varianten und Armbändern Rechnung.

Trotzdem werden manche Traditionalisten die Nase rümpfen. Aber das tun sie auch bei Quarzuhren, Plastik-Swatches, Digital-Casios oder gar wenig glamourösen ETA-Uhrwerken. Wer dagegen Freude an allen möglichen Uhren und ein Flair für Technologie hat, wird auch die Apple Watch als Uhr mindestens faszinierend finden.

Da sind zum einen die verschiedenen Zifferblätter. Anders als bei den Smartwatches mit Googles Betriebssystem gibt es nur eine beschränkte Anzahl und Programmierer können auch keine neuen erstellen. Dafür kann man die Apple-Zifferblätter nach Lust, Laune und allen Regeln der Uhrmacherkunst anpassen. Wer will, kann die Skala seines Chronografen ändern oder die Farbe des Sekundenzeigers auswählen.

Dank den interaktiven Möglichkeiten, die ein Bildschirm bietet, finden Uhren-Fans reichlich kleine Spielereien. Wer viel reist, freut sich darüber, dass die Uhr die Zeitzone gleich selber einstellt. Wer seine Uhr sicherheitshalber gerne ein paar Minuten vorstellt, kann auch das.

Die schönste Spielerei ist aber das astronomische Zifferblatt. Das zeigt ähnlich wie die Automaten, die man aus Uhrenmuseen kennt, die Zeit anhand der Planeten im Sonnensystem. Mit der Krone kann man die Planeten in der Zeit vor- und zurückdrehen. Praktisch ist das nicht, aber ausgesprochen nett.

Die Zifferblätter lassen sich aber noch weiter den eigenen Vorlieben anpassen. Mithilfe der Komplikationen kann man auswählen, ob das Datum, der Akkustand, Mondphasen, Börsenkurse oder eine andere Zeitzonen auf dem Zifferblatt angezeigt werden.

Schon nach ein paar Tagen bekommt man so Uhren für jede Gelegenheit: manche technischer, manche praktischer, manche verspielter und manche ganz diskret. Gewechselt werden die Zifferblätter innert Sekunden mit einem festen Druck auf den Bildschirm. Ich verwende tagsüber meist einen Chronografen und in der Nacht wechsle ich auf eine minimalistische Uhr, die nur die drei Zeiger auf schwarzem Grund und sonst nichts zeigt.

Dabei fällt auf, dass fast alle Zifferblätter runde Uhren zeigen. Bei der Präsentation im letzten September war ich enttäuscht, dass die Apple Watch nicht rund ist. Nun stört es mich nicht mehr. Das Design spielt so geschickt mit der Farbe Schwarz, dass man nur selten sieht, wo der Bildschirm aufhört und der Rand beginnt.

Die positivste Überraschung der Apple Watch sind aber die Armbänder. Davon kann sich mancher Uhrenhersteller ein grosses Stück abschneiden. Die verschiedenen Armbänder machen nicht nur alle einen hochwertigen Eindruck, sie lassen sich auch ohne Werkzeug dem Anlass und der Laune entsprechend leicht wechseln.

Beim Metallarmband lassen sich einzelne Glieder leicht per Knopfdruck entfernen und das eine Lederarmband schliesst elegant per Magnet. Bei der Qualität und der grossen Auswahl dürfte mancher Käufer und manche Käuferin der Uhr versucht sein, noch ein Zweitband zu nehmen und damit Apples Kasse gleich noch mal klingeln lassen.

So erfreulich diese Uhrmacherspielereien und Armbänder auch sind, die Apple Watch verlangt ihrer Trägerin und ihrem Träger drei Kompromisse ab. Zum einen ist der Bildschirm standardmässig schwarz. Die Uhrzeit sieht man nur, wenn man den Bildschirm antippt oder das Handgelenk dreht, als würde man etwas theatralisch auf die Uhr schauen. Heimlich auf die Uhr schielen kann man mit der Apple Watch nicht mehr. Das Gegenüber merkt sofort, wenn ich wissen will, wie spät es ist. Auch wird es schwierig, wenn man in der Uhrenhand einen Regenschirm hält. Andererseits geht der Bildschirm der Uhr unfreiwillig an, wenn man etwa ein Glas oder eine Gabel zum Mund führt.

Im Alltag treten diese Probleme aber so selten auf, dass sie kaum zum Ärgernis werden. Der Bildschirm, so klar, lesbar und scharf er auch ist, hat dafür einen anderen Nachteil. Die Helligkeit lässt sich in nur drei Stufen einstellen. Selbst nutze ich schon die niedrigste. Doch in der Nacht wird die Apple Watch damit zur Taschenlampe. Eine noch dunklere Einstellung wäre wünschenswert. Selbst im Stromsparmodus (in Anlehnung an mechanische Uhren Gangreserve genannt) leuchtet die Uhr immer noch zu grell für meine verschlafenen Augen. Kommt dazu, dass es gut anderthalb Minuten dauert, bis die Uhr aus dem Stromsparmodus wieder in den Normalmodus hochgefahren ist.

Nebst dem hellen Bildschirm trüben ein paar ungeschickte Transparenz-Effekte der Software das ansonsten gelungene optische Bild der Uhr. Erst dachte ich an einen Bildschirmfehler oder besonders fettige Fingerabdrücke, bis mir klar wurde, dass es ein gewollter Effekt ist (siehe Bildstrecke).

Der zweite Knackpunkt der Uhr ist ihr Akku. Apple empfiehlt die Uhr jede Nacht aufzuladen, und das sollte man auch. Einen Tag hält die Uhr gut durch, wenn die Anfangseuphorie verflogen ist und man nicht ständig irgendwelche Sachen ausprobiert. Beim Akkutest hielt die Uhr sogar mehrfach bis zum Abend des Folgetages durch.

Wie schwer einem der Umgang mit dem Akku der Apple-Uhr fällt, hängt davon ab, welches Verhältnis man zu Uhren hat. Wer bisher keine trug, wird auch mit der Apple Watch hadern. Wer wie ich eine mechanische Taucheruhr trägt, muss sich erst mal daran gewöhnen, auf eine Uhr aufpassen zu müssen. Meine Seamaster trage ich seit Jahren ununterbrochen. Sie lädt sich selber auf, ist wasserdicht und immer und überall dabei.

Wer dagegen schon jetzt eine Uhr trägt und die sowieso jeden Abend auf den Nachttisch legt, kommt mit der Apple-Uhr schnell zurecht. Am Abend legt man sie ebenfalls auf den Nachttisch. Man muss nur noch das magnetische Ladekabel anschliessen.

Da ich die Apple-Uhr auch in der Nacht trage und mich davon geräuschlos wecken lasse, lade ich die Testuhr jeweils morgens gleich nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen noch mal. So komme ich gut durch den Tag. In den zwei Wochen habe ich nur einmal vergessen, die Uhr zu laden. Sie hielt trotzdem durch.

Die dritte Einschränkung liegt auf der Hand: Die Apple Watch sollte man nicht zum Schwimmen tragen. Regen oder Händewaschen übersteht sie, untertauchen soll man sie aber nicht. So die offizielle Empfehlung. Wer sich schon jetzt an eine wasserempfindliche Uhr vielleicht mit Lederarmband gewöhnt hat, muss seinen Tagesablauf kaum umstellen. Wer dagegen keine Uhr oder eine robuste Uhr gewohnt ist, muss auf die Apple-Uhr Rücksicht nehmen. Eine Sorglosuhr ist sie nicht.

Dass die Apple Watch trotz dieser Vorbehalte als Uhr gefällt, ist das grösste Kompliment, das man den Uhrmachern aus Cupertino machen kann.

Der Handgelenk-Computer

Die Apple Watch ist aber nicht nur eine Uhr. In erster Linie wird sie als Handgelenk-Computer und damit als Smartwatch beworben. In dem Bereich macht Apple manche Sachen besser als die zahlreichen Konkurrenten, dennoch kann man hier nicht mehr von Einschränkungen sprechen, sondern von Ärgernissen.

Der grösste Ärger ist der iPhone-Zwang. Ohne per Bluetooth verbundenes Apple-Telefon geht fast nichts. Das alles soll im Herbst mit der neuen Software besser werden, aber bis dahin zwingt es mich, selbst für Kleinigkeiten ein iPhone mit mir zu tragen. Die Uhr wird zum Zweitbildschirm degradiert. Immerhin ist die Reichweite mit rund 20 Metern nicht allzu einschränkend.

Zwei andere Ärgernisse stechen ebenfalls heraus. Mit einem Klick auf die Krone kommt man zur App-Ansicht. Der Schein trügt jedoch. Die Apps laufen auf dem iPhone und werden von da auf die Uhr übertragen. Das hat zum Teil absurde Wartezeiten zur Folge. Je weiter die Uhr vom iPhone entfernt ist, desto länger wartet man. Es ist, als wäre die schreckliche Sanduhr aus der Computer-Steinzeit zurück. Ist das iPhone nicht in der Nähe, funktionieren all die Apps gar nicht mehr.

Wer sehen will, was aktuell falsch läuft mit den Apps muss nur Shazam ausprobieren. Der automatische Musikerkennungsdienst hat zwar eine App für die Apple Watch, aber die nutzt nicht das Mikrofon der Uhr, sondern das des iPhones. Wer also in der Küche wissen will, was im Radio läuft und das iPhone in der Stube liegen hat, bekommt unter Umständen den falschen Songtitel. So wird aus einer guten Idee für eine Smartwatch-App eine unbrauchbare App.

Es ist unverständlich, warum Apple diese unausgegorene Softwarelösung auf seine verwöhnten Kunden loslässt. Zumal im Herbst die neue Version der Software richtige Apps für die Uhr erlaubt. Damit dürfte die Wartezeit und mindestens ein Teil des aktuellen Ärgers ein Ende haben.

Ebenfalls ein Ärgernis ist die Bedienung der Uhr. Das alte Mantra «Apple und es funktioniert» gilt hier nicht mehr. Ohne Geduld und Übung geht wenig. Darum drückt Apple seinen Kunden in den Läden die Uhr auch nicht einfach in die Hand, sondern gibt ihnen vor dem Kauf einen kleinen Crashkurs.

Der allein wird nicht reichen. An die Apple Watch als Smartwatch muss man sich erst gewöhnen und heranarbeiten. In der Begleitapp fürs iPhone kann man allerhand Einstellungen vornehmen und bestimmen, welche Apps Benachrichtigungen auf die Uhr senden dürfen und welche nicht. Es lohnt sich hierfür Zeit zu investieren. Je besser man seine Apple Watch konfiguriert, desto besser wird sie.

Auch das grösste Bediendilemma der Smartwatches hat Apple nur teilweise in den Griff bekommen. Zum Bedienen einer smarten Uhr braucht es beide Hände. Mit der einen Hand bedient man die Uhr. Die Hand am Arm mit der Uhr ist zur Untätigkeit verdammt. Sprachsteuerung kann gelegentlich helfen, ist aber in der Öffentlichkeit peinlich. Hin und wieder musste ich auf der Uhr – wie schon mit anderen Smartwatches – einen Knopf mit meiner Nase drücken, da ich keine Hand mehr frei hatte – auch etwas, was man in der Öffentlichkeit tunlichst unterlassen sollte.

Für komplexe Bedienbewegungen und Apps ist die Uhr aber sowieso der falsche Ort. Dem hat Apple mit zwei Alternativen Rechnung getragen: den Benachrichtigungen und den Checks. Benachrichtigungen kennt man vom Smartphone. Wann immer auf dem iPhone eine Meldung eingeht, geht die auch auf die Apple Watch, vorausgesetzt, man hat das so eingestellt.

Auf den zahlreichen Smartwatches, die ich bis jetzt getestet habe, waren diese Benachrichtigungen jeweils das grösste Ärgernis: nervig, ablenkend, aggressiv. Auf dem Smartphone schalte ich jeweils alle Geräusche und Vibrationsalarme aus. Mich nervt dieses ständige Geblinke und Vibrieren. Ich will entscheiden, wann ich mein Telefon in die Hand nehme. Hier hat Apple mit seiner Smartwatch ganze Arbeit geleistet. Auf der Apple-Uhr stören mich Benachrichtigungen zum ersten Mal nicht mehr.

Ruft mich zum Beispiel jemand an, fühlt es sich an, als würde mich die Apple-Uhr antippen (Ein deutlich angenehmeres Gefühl, als die Vibra-Alarme anderer Smartwatches). Der Bildschirm geht dabei nicht einmal an. So merkt keiner an einer Sitzung, dass ich ans Telefon sollte. Mit einem Tipp auf die Uhr geht der Bildschirm an und ich sehe, wer es ist, und kann entscheiden, ob ich ablehnen oder (sogar direkt auf der Uhr) antworten will. Andere Smartwatches starten bei derselben Situation jeweils ein Blinkfeuerwerk, dass jeder im Raum merkt, dass ich ans Telefon sollte. Selbiges bei SMS. Die Apple Watch vibriert nur ganz fein, während Android-Uhren für alle Umstehenden sichtbar gleich den Text des SMS auf die Uhr beamen.

Diese diskreten Benachrichtigungen erlauben es mir, mein Smartphone nur noch dann in die Hand zu nehmen, wenn ich es auch wirklich will. In den zwei Wochen mit der Uhr habe ich schon mehrfach mein Smartphone irgendwo liegengelassen. So sehr habe ich mich in der kurzen Zeit daran gewöhnt, dass mich die Uhr auf dem Laufenden hält. Freilich ist damit Schluss, wenn man die Bluetooth-Reichweite des iPhones verlässt.

Die zweite kluge Idee sind die Checks (auf Englisch heissen sie Glances). Wischt man auf der Zifferblattansicht von unten nach oben erscheinen kleine Karten. Die zeigen die wichtigsten Informationen von Apps und Diensten. So sieht man etwa sofort, wie viel Akku man noch hat, neuste Tweets, eine Wetterprognose oder seinen Fitnessstand.

Welche Checks man angezeigt bekommt, lässt sich ebenfalls in der iPhone-App einstellen. Die wichtigen Infos sind also immer schon da und man muss dazu nicht mühsam eine App öffnen. Diese Checks dürften mit den richtigen Apps im Herbst noch deutlich besser werden.

Ein Bereich, in dem mich die Apple Watch in den zwei Wochen überraschend kaltgelassen hat, ist das Fitness-Tracking. Der Grund: Apple liefert genau die beiden Werte, die mich wirklich interessieren, nicht oder nur ungenügend: Schritte und Schlafdauer. Schritte zeigt die Smartwatch nur in einem Untermenü und wie lang ich schlafe, merkt sie gar nicht.

Stattdessen setzt Apple in erster Linie auf Kalorien. Damit kann ich schon bei Esswaren wenig anfangen und auf Fitnesstrackern lasse ich die Anzeige immer als Erstes verschwinden. Was Fitness angeht, lobe ich mir weiterhin mein so minimalistisches wie nützliches Fitbit Charge HR. Vielleicht ändert sich daran ja etwas, wenn im Herbst zusammen mit den richtigen Apps auch andere Fitnessapps Zugriff auf die Sensoren der Uhr bekommen.

Ein letztes entscheidendes Argument gegen die Apple Watch hat Apple bis jetzt nicht ausreichend entkräftet: die Apple Watch 2. Im Sinn der bewährten Regel «Kauf nie ein Produkt der ersten Generation» dürfte manche potenzielle Käuferin und mancher potenzielle Käufer abwarten. Man darf gespannt sein, wie viel Apple an der aktuellen Uhr mit Software nachrüsten kann. Das grosse Update, das im Herbst kommen soll, zeigt, dass einiges möglich ist.

Ob die Apple Watch 2 trotzdem schon im nächsten Frühjahr vorgestellt wird oder nicht, ist offen. Da man Uhren aber länger als ein Smartphone behält, täte Apple gut daran, nicht jedes Jahr eine neue Version vorzustellen und etwas Ruhe in den aufgeheizten Smartwatch-Markt einkehren zu lassen.

Fazit: Die Apple Watch ist bei allen Einschränkungen eine bemerkenswerte und faszinierende Armbanduhr und bei allen Schwächen die aktuell beste Smartwatch. Wenn Apple im Herbst die Software nachbessert, könnte daraus sogar eine rundum gelungene Uhr werden. Meine Seamaster wird die Apple Watch dennoch nicht ersetzen – sondern ergänzen. Ich werde künftig beide Uhren tragen. An einem Arm mechanische Uhrmacherkunst, am anderen digitale.

Die Apple Watch wurde baz.ch/Newsnet für den Test von Apple zur Verfügung gestellt. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.06.2015, 14:04 Uhr

Das war der Kurztest von Matthias Schüssler Anfangs Mai.

Uhren-Fachbegriffe kurz erklärt

Krone: So nennt man das Rädchen, mit dem man Armbanduhren stellt und aufziehen kann.

Gangreserve: Die verbleibende Zeit, bis eine mechanische Uhr stillsteht und wieder aufgezogen werden muss, nennt man Gangreserve.

Komplikation: Unter diesem Fachbegriff versteht man Zusatzfunktionen von mechanischen Uhren. Die bekannteste ist die Datumsanzeige. Dazu kommen Mondphasen, Zeitzonen, Wecker, ein kleines Glockenspiel usw.

Chronograf: So bezeichnet man Uhren mit Stoppuhrfunktion. Dazu haben sie häufig zusätzliche Zeiger.

Chronometer: Nicht zu verwechseln mit Chronograf. Chronometer sind besonders präzise und entsprechend zertifizierte Uhren.

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In den Verkauf kommt die Apple Watch am Freitag. Apple verkauft die Uhr in seinem Webshop und in seinen Läden. Wer die Uhr im Laden kaufen will, muss das gewünschte Modell online oder in der Apple-Store-App reservieren. So bekommt man einen Termin zum Abholen. Dazu gehört auch eine kurze Einführung. Wer vor dem Kauf verschiedene Modelle ausprobieren möchte, kann auf gleiche Weise einen Termin zum Anprobieren arrangieren. Reservationen sind ab Freitagmorgen möglich. Dann wird Apple auch die Schweizer Preise publizieren. Wer sich an Europreisen orientiert, dürfte aber kaum überrascht werden.

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