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Handystrahlen verhindern Alzheimer – bei Mäusen

Aktualisiert am 07.01.2010 5 Kommentare

Laut einer US-Studie hat elektromagnetische Strahlung positive Auswirkungen für Tiere. Bei bereits erkrankten Mäusen linderte sie sogar Hirnleiden.

Der Versuchsaufbau: Die Mäuse sassen in Käfigen, die um eine Antenne gruppiert waren. Diese sandte eine für Mobiltelefone übliche elektromagnetische Strahlung mit einer Frequenz von 918 Megahertz aus.

University of South Florida

Das überraschende Ergebnis wurde von US-Forschern im Fachmagazin «Journal of Alzheimer's Disease» vorgestellt.

Bei gesunden Mäusen verbesserte die Strahlung zudem das Erinnerungsvermögen. Wie die Gesundheitseffekte ausgelöst würden, sei noch nicht genau bekannt, schreiben die Mediziner um Gary Arendash von der University of South Florida in Tampa. Dennoch halten sie ihre Ergebnisse auch für den Menschen für relevant.

Die Wissenschaftler vom Alzheimer-Forschungszentrum der Universität hatten knapp 100 Mäuse in ihre Tests einbezogen. Die meisten davon waren «Modell-Mäuse» für Alzheimer, also genetisch veränderte Tiere, in deren Gehirn sich die typischen Ablagerungen des Peptids Beta-Amyloid bilden.

Monatelang bestrahlt

Die Mäuse sassen in Käfigen, die um eine Antenne gruppiert waren. Diese sandte eine für Mobiltelefone übliche elektromagnetische Strahlung mit einer Frequenz von 918 Megahertz aus - jeweils für zweimal eine Stunde täglich, sieben bis neun Monate lang.

Die Dosis von 0,25 Watt pro Kilogramm habe jener entsprochen, die bei ans Ohr gehaltenem Handy auf das menschliche Gehirn einwirke, berichten die Mediziner. Es zeigte sich, dass bei jungen, noch nicht erkrankten Tieren - anders als normalerweise - während des Versuchs keine Beta-Amyloid-Plaques im Gehirn entstanden.

Verhaltenstests machten deutlich, dass die kognitiven Fähigkeiten dieser Mäuse vollständig erhalten blieben. Bei älteren Tieren mit Alzheimer stellten die Mediziner fest, dass sie bei Leistungstests nach der mehrmonatigen Bestrahlung ebenso gut abschnitten wie völlig gesunde Mäuse.

Weniger Ablagerungen im Hirn

Im Hirn fanden sich weniger Ablagerungen. Und das war noch nicht alles: Setzten die Mediziner gesunde, genetisch nicht veränderte Mäuse den elektromagnetischen Wellen aus, schnitten diese anschliessend besser bei den Gedächtnis-Tests ab als zuvor.

Es sei anzunehmen, dass die Ergebnisse auch für den Menschen relevant seien, betonen die Forscher. Möglicherweise ergebe sich eine neue, effektive Alzheimer-Therapie. Die Ursache der Effekte müsse allerdings noch weiter erforscht werden.

Nachgewiesen sei bisher nur, dass sich die Temperatur des Gehirns von Alzheimer-Mäusen im Versuchsverlauf leicht erhöhte. Der Temperaturanstieg unterstütze möglicherweise die Ablösung der schädlichen Ablagerungen, mutmassen die Forscher.

Hirnaktivität angeregt

Die gestiegenen Hirnleistungen gesunder Tiere erklären die Mediziner damit, dass durch die Strahlung die Aktivität der Hirnzellen angeregt werde, der Blutfluss und der gesamte Energieumsatz seien höher. Die exakten Mechanismen seien aber noch unklar, geben die Forscher zu bedenken.

Dass die möglichen positiven Effekte der Handystrahlung auf das Gedächtnis bislang verborgen blieben, könne daran liegen, dass es noch keine Langzeitstudien dazu gegeben habe, heisst es in der Mitteilung der Universität. (rek/sda)

Erstellt: 07.01.2010, 16:55 Uhr

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5 Kommentare

Heinz Hauer

07.01.2010, 18:47 Uhr
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Relevanz für Mensch und andere Tiere gleich Null, da die Bestrahlungsdauer und Intensität ausserhald eines Labors anders sind. Handy wird bei manchen 24/7 eingeschaltet, auch im Schlafzimmer, neben die zig WLANs (eigene und pro Haushalt mind. 1 WLAN, bemerkbar auch über Distanzen von zig Metern und x Wänden dazwischen)... wobei noch quer über oder neben Haus noch Starkstromleitungen usw. vorhanden Antworten


Hans Graber

08.01.2010, 11:31 Uhr
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Cool. Ab sofort schalte ich mein Handy nachts nicht mehr aus und lege es neben den Kopf. Antworten



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