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«Ich liebe dich» – «Jetzt hör aber auf»
Von Hans Fischer. Aktualisiert am 18.10.2011 65 Kommentare
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Verhandlungen über Filme in der iCloud
Apple ist mit mehreren Hollywood-Studios im Gespräch über die Speicherung von Filmen in der sogenannten iCloud. Apple möchte erreichen, dass die im iTunes Shop gekauften Filme in der Cloud gespeichert und dann mit jedem beliebigen Gerät von Apple abgespielt werden können. Das berichteten mit den Verhandlungen vertraute Gewährsleute.
Mit dem neuesten Update des Betriebssystems iOS von Apple ist es möglich, Musik, Bücher und Apps, die bei iTunes gekauft wurden, automatisch über verschiedene Apple-Geräte hinweg zu synchronisieren. Bei Filmen geht dies noch nicht. Hintergrund seien die bestehenden Verträge der Filmstudios mit dem Pay-TV-Kanal HBO, hiess es. HBO hat für eine gewisse Zeit die exklusiven Rechte zur Ausstrahlung der Filme, was Kunden zum Abonnement des Senders bewegen soll. Die Möglichkeit, einen über das iPhone gekauften Film, auch über die TV-Settop-Box von Apple auf dem Fernseher zu streamen, würde dies unterlaufen. Deshalb müssten neue Regelungen gefunden werden, hiess es weiter. (DAPD)
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Apple-Zulieferer muss Produktion anhalten
Ein taiwanischer Zulieferer des US-Elektronikkonzerns Apple muss Teile seiner Produktion in China vorübergehend anhalten.
Wie ein Sprecher des Unternehmens Catcher Technology am Montag mitteilte, ordneten die Behörden die Überprüfung einer Anlage in der östlichen Stadt Suzhou an, nachdem sich Anwohner über Geruchsbelästigung beschwert hatten. Die Unterbrechung betreffe etwa 40 Prozent der gesamten Produktion. Das taiwanische Unternehmen stellt unter anderem Gehäuse von Laptops der Firma Apple her. (DAPD)
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Innerhalb von nur drei Tagen nach der Markteinführung am 14. Oktober wurden über vier Millionen Geräte des neuen iPhone 4S verkauft. In der Schweiz ist es erst am 28. Oktober erhältlich. Hans Fischer (27), wissenschaftlicher Assistent am Institut für Mikroelektronik in Windisch und Gründer von Technikblog.ch, hat das Gerät für baz.ch/Newsnet trotzdem bereits ausführlich getestet.
1. Lieferumfang
Der Lieferumfang ist identisch mit dem Vorgängermodell. Nebst dem iPhone wird ein Netzstecker und das passende USB-Dock-Kabel mitgeliefert. Mit dabei sind unter anderem die obligaten weissen Kopfhörer, die auch als Headset dienen, sowie ein Metall-Spickel, um den SIM-Kartenslot zu öffnen.
2. Verarbeitung
Das iPhone 4S lässt sich auf den ersten Blick nicht vom iPhone 4 unterscheiden. Vielerorts hat das zu Enttäuschungen geführt, weil man eine neue Hardware erwartete. Das Design mit den beiden grossen und nicht abgeflachten Flächen und der Antenne als metallenes Verbindungsstück wurde beibehalten.
Geändert hat sich indes das Antennendesign. Die Unterbrüche der einzelnen Antennen sind von drei auf vier Stück angewachsen, sie sind auch anders positioniert. Dadurch sind der Stummschalter und die Lautstärketasten etwas nach unten gerutscht. Vorsicht beim Kauf von iPhone-4-Cases, die eventuell nicht zum neuen Apple-Smartphone passen.
3. Bedienung
Die Bedienung des iPhone 4S ist schneller im Vergleich zum iPhone 4. Die wahre Leistung wird man wohl bei zukünftigen Spielen sehen, wobei das für die meisten Nutzer weniger interessant sein wird. Auffallend ist das massiv schnellere Aufstarten der Kamera und der Apps.
4. Das Betriebssystem iOS 5
Das iOS 5 wird nach dem offziellen Start letzte Woche schon bald auf jedem iPhone landen, das 4S wird gleich damit ausgeliefert. Damit ist es auch das erste iPhone, das ohne Anbindung an iTunes in Betrieb genommen werden kann. Nach einigen wenigen Einstellungen zum Start, wie zum Beispiel die Aktivierung der Ortungsdienste, läuft das iPhone nach wenigen Minuten. Wer möchte, kann sich mit der iCloud verbinden, um dort Fotos, Daten, E-Mails und den Kalender abzulegen.
Einige Funktionen stechen besonders heraus. So synchronisiert man die Apple-Geräte nur noch per WLAN und sichert die Daten täglich in die iCloud. iMessage ist ein perfektes Nachrichtensystem und hat das Zeug, Whatsapp überflüssig zu machen.
5. Der Sprachassistent Siri
Siri ist die grösste Neuerung beim iPhone 4S und kommt auch mit iOS 5 nicht auf die anderen Geräte von Apple, (AAPL 562.29 -0.54%) sondern ist dem 4S vorbehalten. Der persönliche Sprachassistent wird über langes Drücken der Home-Taste aktiviert – oder man hält sich einfach das 4S ans Ohr und beginnt zu sprechen. Die vielen Online-Videos zu Siri in Englisch waren beeindruckend, so durfte man auf die deutsche Version gespannt sein. Aber eines vorweg: Schriftdeutsch ist schon nötig, Schweizerdeutsch funktioniert nicht.
Was Siri kann, das fragt man «sie» am besten gleich selbst: «Was kannst du?» Schon antwortet Siri mit einer Liste von unterstützenden Funktionen. Und Siri kann so einiges: Anrufen von Kontakten, Songs abspielen, Nachrichten verfassen (wobei man den Text diktieren kann), Termine und E-Mails erstellen, nach Aktienkursen oder dem Wetter fragen und so weiter.
Wir versuchen, mit Siri die Funktion «Erinnerung» einzurichten: Das klappt einwandfrei, man ruft Siri auf und spricht: «Neue Erinnerung». Siri fragt, was es zu erinnern gilt, es fragt nach der Eingabe und nach dem Wann. Die Erinnerung ist gespeichert und das ganze geht recht zügig.
Man kann Siri auch fragen, wie denn das Wetter nächste Woche auf der Lenzerheide wird und erhält die Vorhersage für die nächsten Tage.
Siri kann sogar unterhalten: Es antwortet nämlich auf Aussagen wie: «Ich liebe dich» mit unterschiedlichen Antworten, etwa: «Jetzt hör aber auf» oder, noch besser: «Ich wette, das sagst du zu allen deinen Apple-Produkten.» Das ist aber noch nicht alles, das Programm gibt auch auf die Frage nach dem Sinn des Lebens witzige Antworten: «Das kann ich dir nicht beantworten. Wenn du mir jedoch Zeit gibst, schreibe ich ein langes Theaterstück, in dem nichts passiert.»
Natürlich ist Siri nicht perfekt, das Programm scheint Englisch viel besser zu verstehen als Deutsch. Siri versteht öfters etwas falsch oder weiss nichts mit dem Gesprochenen anzufangen.
6. Bilder und Videos
Fotos mit 8 Megapixel-Auflösung, Videoaufnahmen mit Full-HD: Die Kamera des iPhone 4S hat ordentlich zugelegt im Vergleich zum Vorgängermodell. Die Kamera schiesst vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen, wie bei Bewölkung oder bei Innenaufnahmen, deutlich bessere Bilder als andere Handys.
Videoaufnahmen in Full-HD werden von Konkurrenzprodukten bereits angeboten, hier schliesst Apple mit dem 4S auf und bietet mit 30 Bildern pro Sekunde gestochen scharfe und hochwertige Bilder.
7. Fazit: Kaufen oder nicht?
Die Schweizer Preise wurden noch nicht kommuniziert. Wie sehr man die Mehrleistung braucht, muss jeder selbst abschätzen. Das Upgrade vom iPhone 4 zum 4S ist im Prinzip nicht zwingend nötig, ausser man braucht den Geschwindigkeitsschub und eine bessere Kamera. Das Programm hat in englischer Sprache bereits überzeugt und abschliessend kann man sagen, dass Siri auch Deutsch beherrscht. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.10.2011, 10:01 Uhr
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65 Kommentare
Wer jetzt wieder ums verreissen das neuste iPhone kaufen muss, sollte mal ernsthaft sein Konsumverhalten hinterfragen. Es ist ja mittlerweile bekannt, unter welchen Knechtbedingungen die Geräte hergestellt werden. Aber gleichzeitig illegale Parties gegen den Konsumwahn und die Globalisierung feiern, das geht ja. Antworten
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