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Wie Apple das Pornografieverbot umgeht
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 04.05.2009
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Applikationen, kurz Apps, sind kleine Programme, die in Apples virtuellem Kaufhaus von Programmierern hochgeladen werden. Aktuell bietet der App Store iPhone-Kunden in 77 Ländern mehr als 35'000 Anwendungen, die meisten gegen Gebühr.
Downloads sprengten die Milliardengrenze
Ein lohnendes Geschäft: Weltweit haben Nutzer bislang eine Milliarde Programme heruntergeladen. So kann man heute mit dem iPhone Fahrpläne studieren, im Dunkeln eine Taschenlampe anzünden, Schach spielen, virtuell bowlen, Kalorien zählen oder Zeitung lesen. Der Relevanzfaktor der verschiedenen Programme pendelt dabei zwischen «Must» und «Nonsense».
Die Richtlinien von Apple: Entwickler dürfen jede Software programmieren, die nicht bösartig und illegal ist und das Gerät beschädiget oder Verbindungsprobleme verursacht. Verboten sind ausserdem Anwendungen mit «obszönem oder pornografischem Inhalt», welche «Benutzer anstössig finden» könnten. Aufgrund dieser Bestimmung konnte zum Beispiel die Applikation iBoobs, welche weibliche Brüste in Bewegung setzte, im App Store nicht gekauft werden.
Sex sells – auch bei Apple
In letzter Zeit wird das Sexverbot allerdings lasch gehandhabt. Derzeit können Dutzende von kostenpflichtigen Erotikapplikationen heruntergeladen werden (siehe Bildstrecke). Für Apple sind natürlich auch diese Sexapps ein lohnendes Geschäft – Apple organisiert den Vertrieb und Geldeinzug und kassiert dafür 30 Prozent vom Verkaufspreis. Das iPhone ist mit einer Gewinnmarge von rund 40 Prozent inzwischen die profitabelste Einnahmequelle für Apple: Im Vergleich mit Macs und iPods, die rund 35 respektive 25 Prozent ausmachen, ist das Smartphone ein klarer Umsatztreiber. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.05.2009, 15:23 Uhr



