Apples neue Gratiskurse starten in der Schweiz

Der Techkonzern hat sein Kursangebot um- und ausgebaut. Kunden und Konzern dürfte das gleichermassen freuen. Die Konkurrenz weniger.

Ob der Ansturm auf die neuen Kurse auch so gross wird? Der Apple-Laden an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Ob der Ansturm auf die neuen Kurse auch so gross wird? Der Apple-Laden an der Zürcher Bahnhofstrasse. Bild: Keystone

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Als Onlineshops gerade in Mode kamen, eröffnete Apple 2001 zur allgemeinen Überraschung und entgegen allen Trends richtige Ladengeschäfte. Eins in Fairfax County (Virginia) und eins in Glendale (Kalifornien).

Wie die Idee für die Ladengeschäfte entstand, erklärt der damals verantwortliche Apple-Manager Ron Johnson in diesem kürzlich in Englisch geführten Interview.

Und so sah der erste Apple Store aus:

Heute lacht niemand mehr über die Stores, gehören sie doch zu den umsatzstärksten und wertvollsten Ladenflächen weltweit. Kein anderer Techkonzern verfügt über ein ähnlich ausgebautes Ladennetz. Gerade was Service und Kundenbindung angeht, ist Apple damit der Konkurrenz seit Jahren einen entscheidenden Schritt voraus.

Neues Ladenkonzept

2016 stellte Apples neue Ladenchefin Angela Ahrendts in San Francisco ein überarbeitetes Konzept für die Läden vor. Dabei wurde unter anderem aus der Genius Bar (der Theke für Techprobleme) die Genius Grove, ein mit Bäumen gesäumter Hain, wo man ebenfalls seine Techprobleme gelöst bekommt. Auch sonst wurde die Fläche für Service und Weiterbildung erhöht.

Während diese Anpassungen erst langsam weitere Läden erreichen, gibt es ab Mittwoch in den vier Schweizer Apple-Läden (und den rund 500 restlichen Läden weltweit) eine andere Neuerung. Unter dem Namen «Today at Apple» hat der Techkonzern sein Angebot an Gratiskursen um- und ausgebaut. Das Angebot umfasst mehrere tägliche Kurse und Seminare.

Fotografieren und Programmieren

Thematisch reichen die Kurse und Workshops von Fotografie über Musik, Programmieren bis hin zu Kunst und Design. Dabei sind die Kurse nicht auf die Ladengeschäfte beschränkt. Bei Foto- und Malkursen gehören geführte Spaziergänge dazu. Es soll auch möglich sein, eigene Projekte mitzubringen und Feedback zu erhalten.

Auch für Kinder hat Apple spezielle Workshops angekündigt. Das Spektrum reicht von Programmieren mit Sphero-Robotern bis zum Komponieren eigener Musik und dem Erstellen von Filmen. Das ganze Kursangebot für die Standorte Genf, Basel, Wallisellen und Zürich findet man hier.

Geschickter Schachzug

Dass die Kurse gratis und nicht mit einem Kaufzwang verbunden sind, ist ein geschickter Schachzug des Techkonzerns. Dürfte die Massnahme längerfristig doch zu höherer Kundenbindung und damit indirekt zu mehr Verkäufen führen.

Wie gut die Kurse besucht werden, wird sich ab Mittwoch zeigen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 16.05.2017, 21:21 Uhr

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