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iPhone-Gerüchte: Die grosse Videoshow

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 18.05.2010

«Total schädlich»: Apple befürchtet grosse Einbussen durch die Firmenlecks. Derweil tauchen in Youtube-Videos immer neue vermeintliche iPhone-Prototypen auf.

1/9 Was hat Steve Jobs (Mitte) nach der erfolgreichen Lancierung des iPads im Januar noch im Köcherr?
Bild: AFP

   

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Der Groll von Apple (AAPL 562.29 -0.54%) nach dem Verlust eines iPhone-Prototypen, welcher im April über Umwege in den Besitz von Gizmodo.com kam und von diesem Portal dann öffentlich getestet wurde, ist noch lange nicht verflogen: Das Unternehmen erwarte «grosse» Verluste wegen dieser Panne, so der Apple-Jurist George Riley gegenüber dem Wirtschaftsportal Money.cnn.com.

Warten Kunden zu?

Laut einer eidesstattlichen Erklärung eines für den Fall zuständigen Polizeibeamten, der mit Riley geredet hat, würden Kunden, die ein aktuelles Apple-Produkt gekauft hätten, auf die nächste Generation warten – und so die Verkaufszahlen und die Einnahmen von Apple schädigen.

Kritik von Analysten

Eine schwache Argumentation, finden Analysten. «Jeder, der sich ein bisschen mit dem iPhone beschäftigt, weiss, dass im Frühsommer ein neues Smartphone auf den Markt kommt», so der Analyst Charles Wolf von Needham & Co. Auch Berufskollege Kevin Hunt von Hapoalim Securities hält Apples Klagen für ungerechtfertigt: «Jeder wusste, dass ein neues iPhone im Anzug ist.»

Kritik am Unternehmen äussert auch die amerikanische Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF). Nachdem ein Gericht Dokumente über die Hausdurchsuchung und Beschlagnahme von Computern bei dem Journalisten Jason Chen, (der den iPhone-Prototypen für Gizmodo testete) publiziert hatte, ist die EFF zum Schluss gekommen, dass die Polizeiaktion illegal gewesen war. Die EFF vertritt den Standpunkt, dass das Gericht vor der Hausdurchsuchung eine Verfügung gegen Chen hätte erwirken erlassen müssen. Chen hätte daraufhin Beschwerde einlegen können.

Der Firmenchef nahm sich der Sache persönlich an

Die Gerichtsdokumente bestätigen übrigens, was schon lange gemunkelt worden war: Steve Jobs persönlich war es, welcher bei Gizmodo vorstellig wurde und die Retournierung des iPhones forderte. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.05.2010, 11:48 Uhr

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