Hightech unterm Tannenbaum: Die Schweiz beschenkt digital

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 03.02.2009

Das Weihnachtsgeschäft läuft für Elektronikhändler hervorragend – das zeigt eine Umfrage von baz.ch/Newsnet. Auf der Wunschliste ganz oben: Hochauflösende Kameras, Netbooks, Smartphones, Nintendo Wii und Navis.

Herzenswunsch der Kinder: Ein Hello-Kitty-Handy.

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Das beliebteste Smartphone der jungen Generation: Das Samsung F480.

Das beliebteste Smartphone der jungen Generation: Das Samsung F480.

Unaufhaltsamer Siegeszug: Die immer günstigeren LCD- und Plasma-Fernseher gehen weg wie warme Weggli. Das Bild zeigt Interdiscounts Megaseller Samsung LE 32A451.

Unaufhaltsamer Siegeszug: Die immer günstigeren LCD- und Plasma-Fernseher gehen weg wie warme Weggli. Das Bild zeigt Interdiscounts Megaseller Samsung LE 32A451.

Durch Weihnachten navigieren mit dem Navi Tomtom GO740 Live P.

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Zwei Geschenke in einem: Die Nikon D90 ist eine Foto- wie auch eine Videokamera.

Zwei Geschenke in einem: Die Nikon D90 ist eine Foto- wie auch eine Videokamera.

Weltweit ächzt die Wirtschaft unter den Belastungen der Finanzkrise, die sich zu einer globalen Rezession auszuwachsen droht. Und wie reagieren die Konsumenten darauf? Zumindest im Bereich der Elektronik scheint es sie herzlichst wenig zu kümmern: Wie eine Umfrage von baz.ch/Newsnet zeigt, läuft das Weihnachtsgeschäft mehr als zufriedenstellend.

«Wir stellen einen deutlichen Umsatzgewinn im Vergleich zum Vorjahr fest», sagt Digitec-Pressesprecherin Nicoletta Studer. Auch M-Electronics hat kein Grund zum Klagen: «Das Geschäft läuft hervorragend», meldet Migros-Mediensprecherin Martina Bosshard. Ähnliches berichten Interdiscount und Telefonverkäufer Mobilezone. Keine Spur von Wirtschaftsflaute auch im Unterhaltungselektronik-Segment der Warenhausgruppe Manor: «Zurzeit spüren wir keine Anzeichen in dieser Richtung», lässt Markus Laub, PR-Leiter verlauten.

Einfachere Bedienung hemmt Kaufschwelle

Laut Martina Bosshard sind die guten Geschäfte im Markt der Unterhaltungselektronik nicht nur auf die Geschenketradition zurückzuführen. «Mit dem 13. Monatslohn wollen sich die Kunden etwas Spezielles leisten.» Digitec-Fachfrau Nicoletta Studer sieht die Konsumlust auch in einem Umdenken der Hersteller begründet: Vor noch nicht allzu langer Zeit hätten viele Geräte der Unterhaltungselektronik nur von IT-Profis bedient werden können. «In den letzten Jahren sind sie viel benutzerfreundlicher geworden. HD Receiver etwa, also digitale Empfangsgeräte, sind mittlerweile auch ohne Vorkenntnisse konfigurierbar.»

Trend in Richtung Blueray-Discs

Was legen Schweizerinnen und Schweizer ihren Liebsten unter den Weihnachtsbaum? Bei M-Electronics gingen in den letzten Wochen besonders häufig Digitalkameras, Navigationsgeräte, Note- und Netbooks, die Spielkonsole Nintendo Wii und erstaunlicherweise Blueray-Discs über den Ladentisch. Da Blueray-Player in der Schweiz noch nicht so weit verbreitet sind, ist zu vermuten, dass die Nutzer Filme im Blueray-Format auf der Playstation 3 abspielen. Im oberen Preissegment kommen bei Migros-Shoppern besonders Spiegelreflexkameras an, die Videoaufnahmen in HD-Qualität machen.

Ein Modell dieser Gattung, die Nikon D90, läuft auch bei Interdiscount extrem gut. «Daneben kauften unsere Kunden in den letzten Wochen vor allem Flachbildschirme, Notebooks und Spielkonsolen wie die Nintendo Wii», so Interdiscount-Sprecherin Sandra Dietrich. Ihrem Nachwuchs schenken die Interdiscount-Kundinnen und Kunden oft Handys der Hello Kitty Edition. Etwas anders präsentiert sich das Adventsgeschäft bei Manor, wo die Shopper vor allem nach Netbooks, Navigationsgeräten und insbesondere nach dem Tomtom Go740 Live P und dem iPhone 3G fragen.

Samsung punktet bei den Jungen

Obwohl 2008 als das Jahr des Apple-Handys in die Geschichte eingehen wird, bleibt Nokia laut Mobilezone-Finanzchef Markus Bernhard der Platzhirsch auf dem Schweizer Mobiltelefonmarkt. «Letztes Jahr war ein Superjahr und das wird 2008 nicht anders sein», so Bernhard. Wenn er ein Handy hervorheben müsste, dann das Samsung F480. «Das kommt bei der jungen Generation extrem gut an, besser als das iPhone, das sich viele Junge halt einfach nicht leisten können.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.02.2009, 13:40 Uhr

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