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Reale Schlacht im Irak wird Killerspiel
Aktualisiert am 08.04.2009 8 Kommentare
Das Spiel: «Six Days in Fallujah» soll 2010 für die PS3 erscheinen. (Bild: Atomic.com)
Die Realität: Gedenkstätte für in Fallujah gefallene US-Soldaten. (Bild: Keystone)
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1'200 Iraker und 38 US-Soldaten starben vor viereinhalb Jahren bei einem sechstägigen Gefecht in der irakischen Stadt Falluja. Und nun das: Der japanische Spielehersteller Konami hat die Lancierung des Ballerspiels «Six Days in Fallujah» angekündigt.
Laut dem Spieleportal Eurogamer.de stammt die Idee für das Spiel von US-Marines, die mit Videos, Fotos und Tagebüchern aus der Schlacht zurückkehrten. Anstatt sich damit an ein Filmstudio zu wenden, gingen sie zum Entwicklerstudio Atomic Games, das Kampfsimulationen für das Militär programmiert.
Tagebucheinträge werden in das Spiel eingebaut
So ist eine Spielerfahrung entstanden, die den Nutzer das Geschehen an den namensgebenden sechs Tagen hautnah miterleben lässt. Dabei wird unter anderem sogar auf einzelne Tagebucheinträge US-amerikanischer Armeeangehöriger Bezug genommen, die sich bis ins kleinste Detail auch im Spiel wieder finden sollen.
Mit «Six Days in Fallujah», das offiziell erst im nächsten Jahr erscheinen soll, will Atomic Games eigenen Angaben zufolge den Realitätsgrad von Videospielen auf eine neue Ebene heben. «Wir sehen in diesem Projekt mehr als nur ein Spiel, sondern vielmehr eine Art neuer Form der Dokumentation», erklärt Peter Tamte, Präsident des Spielestudios, gegenüber dem «Wallstreet Journal».
Video- und Computerspiele seien heute kein Spielzeug mehr und würden sich ähnlich wie andere Medienformen auch sehr gut zur Aufarbeitung komplexer, ernsthafter Themen eignen.
Zweifel an Interesse
Dass die Spieler nun in die Haut von US-Soldaten schlüpfen und die sechstägige Schlacht um die irakische Stadt Falluja nachempfinden sollen, sieht der österreichische Game-Experte Hans Solar mit einiger Skepsis. «Solche Spiele sind mittlerweile die grosse Ausnahme in der Branche geworden. Insbesondere Produktionen, die Bezug auf echte Kriegsschauplätze nehmen, wird von den Publishern mit zunehmender Vorsicht begegnet», betont Solar. Auch was die Nachfrage nach derartigen Titeln innerhalb der Gamer-Community betrifft, sei bei «Six Days in Fallujah» eher mit einem bescheidenen Interesse zu rechnen.
Ballerspiele nicht im Trend
«Mit diesem Spiel wird ein kommerzieller Erfolg nur schwer möglich sein. Der Trend geht heute eindeutig in eine ganz andere Richtung, und zwar zu familientauglicher, leicht zugänglicher Unterhaltung», meint Solar. Der hohe Realitätsanspruch sei in diesem Zusammenhang kein Erfolgsgarant. Entscheidend ist nicht der Realitätsgrad, sondern der Spassfaktor. «Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass viele Leute Spass daran haben werden, sich als US-Soldat an den Kämpfen in Falluja zu beteiligen. Es ist aber durchaus möglich, dass sich das Game in den USA einigermassen gut verkaufen lässt.» (rek/pte)
Erstellt: 08.04.2009, 10:16 Uhr
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8 Kommentare
Hans Solar scheint vom Spielmarkt keine ahnung zu haben - aber egal. Was will mir der Artikel überhaupt sagen? Kritik an den Killerspielen? Allgemeine Empörung ? Also ich fand den original Krieg und die entsprechende Berichtserstattung der Medien daneben/abstossend - das war real und ich kann noch unterscheiden. Der klare Verstand liegt eventuell daran das ich Killerspiele Spieler bin. Antworten
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