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Smartlet gegen Schrumpf-Pad

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 03.08.2012 9 Kommentare

Samsung prescht Ende August mit dem Galaxy-Note-Nachfolger vor – noch bevor Apple das neue iPhone und eventuell ein kleineres iPad präsentiert. Wer hat am Ende die Nase vorn?

1/9 Samsungs Gewinn schiesst in die Höhe: Der Konzern mit Hauptsitz (Bild) in Seoul...
Bild: AFP

   

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Der Patentprozess zwischen Apple (AAPL 343.005 0.64%) und Samsung in San Jose geht nach einem eintägigen Unterbruch heute Freitag weiter. Während sich die Streitparteien vor Gericht unversöhnlich gegenüberstehen, nähern sie sich in Technikbelangen offenbar an: Der Nachfolger des Galaxy Note könnte grösser werden (von 5,3 auf 5,5 Zoll), das iPad kleiner (von 9,7 auf 7 Zoll).

Letzteres ist offiziell nicht bestätigt, doch sowohl europäische als auch amerikanische Brancheninsider wollen entsprechende Informationen erhalten haben (baz.ch/Newsnet berichtete).

Samsung (SMSD 320.15 -0.57%) setzt auf die IFA

Das Riesensmartphone (oder je nach Sichtweise: Minitablet) Galaxy Note, scherzhaft auch Smartlet genannt, jedoch erhält ganz offiziell einen Nachfolger: Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte ein Samsung-Manager den Vorstellungstermin des neuen Note am 29. August in Berlin im Vorfeld der Technikmesse IFA.

Die neue Hardware enthält gemäss dem südkoreanischen Blog Mk.co.kr eine verbesserte 12-MP-Kamera, einen neuen Prozessor und einen knapp 14 Zentimeter grossen Bildschirm aus bruchsicherem Glas (UBP: unbreakable plane).

Tablets statt PCs

Das anders als das iPad auch mit einem Stylus bedienbare Galaxy Note ist knapp ein Jahr alt und wurde anfangs von Branchenkennern belächelt – mit 5,3 Zoll sei es für ein Mobile zu gross und für ein Tablet zu klein. Bis Juni (aktuellere Verkaufszahlen gibt es nicht) wurde das im Schatten der Galaxy-S-Reihe stehende Galaxy-Note allerdings immerhin sieben Millionen Mal verkauft.

Unabhängig davon, ob sein Nachfolger jetzt als Tablet oder Smartphone verkauft wird, ist der Tablet-Siegeszug nicht aufzuhalten: Neusten Zahlen des Marktforschers Canalys zufolge wurden von April bis Juni 2012 24 Millionen solcher Geräte ausgeliefert, was gegenüber dem Vergleichsquartal 2011 einer Steigerung von 75 Prozent entspricht.

Samsung erreicht gemäss dieser Quelle in der Tablet-Sparte zwar nur einen Marktanteil von 9,6 Prozent (iPad: 68 Prozent), das Wachstum ist jedoch extrem (plus 118 Prozent verglichen mit dem zweiten Quartal 2011). Canalys-Konkurrent IDC kommt in etwa auf die gleichen Resultate.

Zu viele Alternativen?

Wie sich die Marktanteile bis Ende 2012 verschieben, hängt nicht nur von den beiden Dominatoren ab. Sowohl Google (GOOG 873.32 -1.07%) als auch Microsoft (MSFT 34.269 0.35%) treten dieses Jahr mit Verspätung in den Tabletmarkt an. Der Windows-Hersteller lanciert das Tablet Surface am 26. Oktober, das Android-Tablet Nexus 7 wird ebenfalls noch dieses Jahr erhältlich sein.

Das Aufsprengen von Apples Tablet-Monopol muss für die Konsumenten laut IDC-Experte Bob O'Donnel nicht nur Gutes bedeuten: Das Risiko, dass potenzielle Käufer zu viele Optionen haben, sei real. «Vielleicht sind Konsumenten vom Unterschied zwischen der Amazon- und Google-Version von Android oder zwischen Windows-RT und Windows 8 verwirrt und wählen darum den Marktführer Apple – oder sie warten einfach mal ab.»

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.08.2012, 12:17 Uhr

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9 Kommentare

Toni Tobler

04.08.2012, 22:50 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Seit Steve Jobs weg ist, ist bei Apple die Luft raus! Der Chefidiologe fehlt! Das iPhone 4S war kein i5, aufs i5 wartet die Welt, das 7" iPad ist überfällig! Pennen die, oder was? Alles war das i5 haben könnte, gibts schon seit Monaten! Zum Glück gibts Samsung! Antworten


Nick Schaefer

04.08.2012, 18:29 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Vor Gericht streiten sie über Aussehen und Grösse der Geräte. Ähnlich nützlich, wie sich über Farbe und Format von Papier zu streiten.
Was als Kunde viel mehr interessiert: Bei Papier oder Handschuhen habe ich eine grosse Auswahl, angepasst an meine Hände und Anwendung. Bei Apple fehlt das. Den anderen dafür aber die Papierherstellung verbieten wollen? Mehr ist es nicht. Echte Innovation ist ander
Antworten



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