Kultur
Kunstmusem Basel zeigt Renoirs Frühwerk
Aktualisiert am 12.12.2011 1 Kommentar
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Das Kunstmuseum Basel zeigt im kommenden Jahr eine grosse Sonderschau zum Frühwerk von Pierre-Auguste Renoir (1841- 1919). Gezeigt werden vom 1. April bis 12. August rund 50 Werke aus Europa und Übersee, präsentiert werden soll ein Renoir jenseits geläufiger Klischees.
Renoir war einer der grossen Impressionisten, die in den 1870er- Jahren Kunstgeschichte schrieben. Gerade er wurde aber auch auf ein Klischee reduziert, wurde zum «Maler des Glücks», wie es an einer Medienkonferenz des Kunstmuseum am Montag hiess; sein Bild beim Publikum wurde durch die impressionistischen und späten Werke geprägt. «Renoir: Zwischen Bohème und Bougeoisie. Die frühen Jahre» hat derweil einen «anderen Renoir» im Fokus, den der frühen Jahre. Ausgangspunkt war laut Museumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi und Kuratorin Nina Zimmer die «Dame mit dem Möwenhütchen» von 1868. Das Kunstmuseum besitzt das Gemälde, neben anderen Werken Renoirs, seit 1988.
Leihgaben aus aller Welt
Hinzugekommen sind gemäss Bürgi «sehr bedeutende Leihgaben aus aller Welt» - darunter etwa «En été» aus der Nationalgalerie in Berlin oder «Femme à la perruche» aus dem Guggenheim-Museum in New York, für die, wie auch für das Basler Bild, Renoirs damalige Geliebte Lise Tréhot Modell gestanden hatte. Höhepunkte sind ebenso ein Stilleben von 1871 aus dem Museum of Fine Arts, Houston, «Strasse in Louveciennes» aus dem Metropolitan Museum New York, «At the Theatre» aus der Londoner National Gallery, «Frühstück am Flussufer» aus dem Art Institute of Chicago und anderes. Hinzu kommen kaum bekannte Werke aus Privatbesitz.
Gezeigt werden soll so ein Renoir abseits des geläufigen Bildes, das «verstellt ist von den Klischees des Spätwerks», wie Nina Zimmer sagte. Sichtbar werden soll die malerische Entwicklung eines Künstlers, der mit den Impressionisten einen eigenen Weg ging, aber auch die Ausstellungsmöglichkeit im offiziellen Salon suchte. Damit folgt das Museum - wie auch schon 2009 bei der Van-Gogh- Schau oder der noch laufenden Beckmann-Ausstellung - erneut dem Konzept, einen besonderen Aspekt eines der Grossen der Kunst aufzugreifen und zu vertiefen. Laut Bürgi ergänzt die Schau zudem die Spätwerk-Ausstellungen von 2009/2010 in Paris und den USA.
Publikumszuspruch erwartet
Zu den erwarteten Publikumszahlen äusserte sich das Kunstmuseum nicht. Zimmer glaubt indes, dass die Ausstellung «sehr erfolgreich» werde. Die Van-Gogh-Schau, die über eine halbe Million Besucher angelockt hatte, sei eine «Mega-Ausstellung» gewesen - diese werde eine «grosse Ausstellung», sagte sie auf eine entsprechende Frage.
Die Sonderausstellung ist auch das erste gemeinsame Projekt des Museums mit seinem neuen Sponsoringpartner: Als Hauptsponsor tritt die Schweizer Grossbank Credit Suisse auf. Diese hatte das Kunstmuseum schon von 1994 bis 2006 unterstützt, nun sei eine neue Partnerschaft vereinbart worden. (amu/sda)
Erstellt: 12.12.2011, 12:28 Uhr
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1 Kommentar
Enldlich wieder eine Ausstellung, die wir mit unseren Kindern sehen können. Die Ausstellungen im 2011 empfanden wir und viele in unserer Bekanntschaft als nicht sehenswert. Hoffen wir, dass nun mit dem neuen Mann in der Führungsetage sich das Kunstmuseum vermehrt mit interessanten Ausstellungen wieder zu ihrem alten Namen zurückkehrt. Antworten
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