Kultur
«Die SVP benutzt unsere Methoden»
Interview Rico Bandle. Aktualisiert am 07.09.2010 57 Kommentare
Zur Person
Guy Krneta ist in Bern aufgewachsen und lebt heute in Basel. Er ist Dramatiker und Spoken-Word-Autor, u.a. Mitglied von «Matterhorn Produktionen» und der Gruppe «Bern ist überall».
Krneta gehört zum Vorstand des Netzwerks Kunst + Politik, das künstlerische Aktionen und Aktivitäten zu gesellschaftspolitischen Themen initiiert und unterstützt.
www.kunst-und-politik.ch
Text von Guy Krneta zum 1. August
Land der Arschlöcher
Da wo ich lebe, gibt es viele Arschlöcher. Ich begegne ihnen jeden Tag. Sie parken mit ihren Lieferwagen auf dem Velostreifen. Sie biegen ab, ohne den Blinker zu betätigen. Sie drücken bei Gelb aufs Gaspedal. Oft haben sie ein Handy am Ohr. Wenn ich mit den Kindern am Fussgängerstreifen stehe, rast fast jedes Mal ein Arschloch vorbei. Ich erkläre den Kindern, dass sie Vortritt haben, dass es ihnen aber nichts nützt, wenn sie von einem Arschloch überfahren werden.
Viele Arschlöcher, stelle ich fest, sind Autofahrer. Viele Arschlöcher sind Männer. Viele Arschlöcher sind Handy-Besitzer. Es gibt alte Arschlöcher und junge Arschlöcher. Gelegentlich gibt es auch Frauen. Ich habe begonnen, auf die Nummernschilder zu achten. Viele Arschlöcher, stelle ich fest, wohnen nicht in der Stadt. Sie brauchen die Stadt nur um durchzurasen. Wenn jemand eine Initiative lancieren würde, die Nichtstadtbewohnern verbieten würde, in der Stadt Auto zu fahren, wäre ich der Erste, der sie unterzeichnete.
Ich habe auch begonnen, mir die Nummern zu merken. Im Netz erkundige ich mich, wie die Arschlöcher heissen. In der Stadt muss ich per Mail bei der Kantonspolizei anfragen. In ländlichen Kantonen kann ich die Nummern direkt in die Suchmaschine eingeben. Auffallend viele Arschlöcher tragen ausländische Namen. Ich frage mich, warum ausgerechnet Leute mit ausländischen Namen in meinem Land Auto fahren wie die Arschlöcher. Wenn ich im Ausland bin, denke ich, benehme ich mich auch nicht wie ein Arschloch. Ich passe mich den Sitten und Gebräuchen der Anderen an. Aber hier muss ich mich nicht den Sitten und Gebräuchen der Anderen anpassen. Hier bin ich zu Hause. Und wenn das den Arschlöchern nicht passt, sollen sie bitte gehen.
Ich finde nicht, dass Arschlöcher vom Land das Recht haben, in der Stadt meine Kinder zu überfahren. Ich finde nicht, dass Ausländer das Recht haben, meine inländischen Kinder zu überfahren. Ich finde nicht, dass Männer das Recht haben, meine Töchter zu überfahren. Ich finde nicht, dass Handy-Besitzer das Recht haben, Auto zu fahren. Mögen mich die Anderen deswegen für ein Arschloch halten. Zu Hause ist da, wo ich das Recht habe, ein Arschloch zu sein.
Artikel zum Thema
Die Kulturschaffenden beginnen wieder zunehmend Pamphlete und Manifeste herauszugeben. Glauben sie, damit etwas bewirken zu können?
Es kommt natürlich darauf an, wie man vermittelt wird und wie man sich selbst vermittelt. Unsere Texte zum 1. August wurden zum Beispiel vom «Tages-Anzeiger» total verrissen. Online gab es dann Kommentare von Leuten, die die Texte gar nicht gelesen hatten. Das ist erschreckend, wie die Leute auf Schlagworte reagieren. Es muss nur heissen, «Künstler machten das und das» und schon kommt eine geballte Wucht an Vorwürfen und Gehässigkeiten.
Stellen Sie eine intellektuellenfeindliche Stimmung im Land fest?
Ja, die ist vorhanden. Sie wird aber auch geschürt. Ich selbst würde mich aber nicht als Intellektuellen bezeichnen, ich bin Schriftsteller, das ist ein handfester Beruf.
Wie wird die Stimmung geschürt?
Das ist schwierig zu sagen. Doch nehmen wir zum Beispiel Adolf Muschg. Er ist zur Reizfigur geworden, vor allem bei Leuten, die noch nie etwas von ihm gelesen haben. Man reagiert auf ein bestimmtes Bild, das vermittelt wird. Was auch vergessen geht: Muschg spricht nicht für alle Schriftsteller, er kommt aus einer gewissen Generation, andere denken anders.
Weshalb aber die Intellektuellenfeindlichkeit?
Es handelt sich um ein gesellschaftliches Phänomen: Die Gesellschaft wird zerlegt, möglichst in Randgruppen, gegen die man schiessen kann. Da bietet sich die Gruppe der Künstler richtiggehend an. Es gibt viele Leute, die sich nicht vorstellen können, wie der Alltag eines Künstlers aussieht, was es zum Beispiel braucht, um einen literarischen Text zu schreiben.
Sind die Voten nicht einfach zu vorhersehbar? Ein Manifest von Intellektuellen gegen das Minarettverbot kommt etwa so überraschend wie das Ausscheiden der Schweizer Nationalmannschaft an der Fussball-WM.
Ich erlebe das nicht so. Von der SVP werden in den letzten zehn, fünfzehn Jahren auf primitivste Art Ängste geschürt, und plötzlich führt man nur noch Scheindebatten. Man redet über Dinge, die völlig unwesentlich sind, wie die Minarette. Der Alltag findet aber ganz woanders statt. Die Probleme müssen da gelöst werden, wo sie sind und nicht in Scheindebatten, wie sie die SVP dauernd anheizt.
Jetzt sind Sie schon wieder beim SVP-Bashing, damit sind Sie doch genau so plakativ wie die von Ihnen angefeindete Partei.
Nein. Bei der SVP läuft alles auf ein klares Ja oder Nein heraus. In der Kunst haben wir einen anderen Anspruch. Wir wollen Raum schaffen, in dem man diskutieren kann, ohne dass es nur schwarz oder weiss gibt, ohne dass man nur sagen kann, ich bin klar dagegen oder ich bin klar dafür.
Christoph Mörgeli sagte kürzlich auf baz.ch/Newsnet: «Alle Künstler sind Linke». Was hat es mit dieser Prämisse auf sich?
Mir ist es egal, wenn ich als Linker verschrien werde, mir ist auch egal, was Christoph Mörgeli sagt. Der Kabarettist Andreas Thiel ist zum Beispiel kein Linker und Oskar Freysinger ist kein Künstler, aber was solls. Was mich stört, sind diese Bürgerlichen, die seit Jahren vor der SVP den Kopf einziehen oder ihr aus taktischen Gründen nachgeben.
Das wirkungsvollste politische Votum eines Künstlers in letzter Zeit war der Text von Charles Lewinsky nach der Minarett-Initiative. Dass dies einem Autoren gelungen ist, der von den Künstlern einst bloss belächelt wurde, spricht nicht unbedingt für die Schweizer Intellektuellen.
Das wirkungsvollste Votum in letzter Zeit ist das Phänomen Müslüm mit dem Youtube-Film...
Das ist ein lokales Phänomen im Umfeld der Berner Reitschule. Was ist mit Lewinsky?
Lewinskys Beitrag nach der Anti-Minarett-Initiative und sein Interview zum 1. August im Tages-Anzeiger haben mich sehr beeindruckt. Mit seinen Soaps konnte ich nicht viel anfangen. Dass er dann mit «Melnitz» einen ernsthaften Roman vorlegte und sich nun mit politischen Voten profiliert, darüber freue ich mich sehr.
2008 beklagte Lukas Bärfuss in einem vielbeachteten Text das «Schweigen der Denker», die darauffolgende Diskussion füllte den ganzen Kaufleuten-Saal. Jetzt schweigen die Denker nicht mehr, alle reden. Was ist passiert?
Den Vorstoss Bärfuss' fand ich damals nicht richtig. Es ist immer einfach, gegen andere zu schiessen, sie sollten etwas machen. Dieser Text hat aber mit den Anstoss gegeben, dass wir uns zusammengetan haben, und das entstanden ist, was heute das Netzwerk «Kunst und Politik» ist. Dass dieses Netzwerk richtig in Fahrt gekommen ist, hat aber auch viel mit der Minarett-Initiative zu tun. Nach der unerwartet klaren Zustimmung war uns klar, dass wir etwas verpasst hatten, dass wir schon im Vorfeld hätten aktiv werden müssen. Vielleicht war es auch das Zeichenhafte dieser Initiative, was uns irritierte. Die Leute wollten ein Zeichen setzen. Die SVP hat also etwas gemacht, was sonst die Kunst macht – das Spiel mit den Zeichen ist eigentlich Sache der Kunst.
Die Minarett-Initiative war also ein Kunstprojekt?
Ja. Aber mit einem entscheidenden Unterschied: Die Initiative hat realpolitische Folgen. Als Performance wäre die Initiative durchaus in Ordnung gewesen.
Auf den 1. August haben Sie einen Text unter dem Titel «Land der Arschlöcher» (siehe Box oben links) geschrieben. Wurde die Satire als solche erkannt?
Es stand vielerorts, dass ich die Schweizer als Arschlöcher beschimpfe. Es besteht nur wenig Sensibilität für Ironie, das musste ich einmal mehr feststellen. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.09.2010, 14:04 Uhr
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57 Kommentare
@Eva Müller: Ich nenne es Humor, was ich mag und da sind z.B. E.Kishon, Karl Valentin, Mr.Bean, Otto zu empfehlen. Was ist da Ironie? Dass mit dem Handy am Steuer auf dem Zebrastreifen Fussgänger zu gefährden kleinkariertes Hirngespinst ist? Ist er von der Autopartei? Oder meint es das doch ernst mit den Ausländern? Kann ich nicht glauben! Erklären Sie es mir bitte, wie einem Minderbemittelten. Antworten
Intressantes Interview. Erfreulich, dass im Abschnitt Kultur immer noch kritische, teilweise provokative Texte veröffentlicht werden. Beim lesen der Kommentare, musste ich leider fetstellen, dass G.Krneta Recht hatte; vielen Leuten ist Ironie und Satiere ein Fremdwort... Antworten
'Land der Arschlöcher' ist einer der wenigen Texte den ich schon nach wenigen Augenblicke verstehe. Da wollte einer kreativ sein! '..was es zum Beispiel braucht, um einen literarischen Text zu schreiben.' Ich gehe einmal davon aus, dass dies kein literarischer Text ist? Antworten
"diese Bürgerlichen, die seit Jahren vor der SVP den Kopf einziehen oder ihr aus taktischen Gründen nachgeben". Eigenartige Wahrnehmungen und Erwartungen. Ist die Blocher-Abwahl nichts? FDP und CVP haben da tüchtig mitgemacht. Ich würde vor der eigenen Türe kehren, mich mit der Partei, die ich wähle, auseinandersetzen, wieso sie ihre Politik nicht besser entfalten und vor allem verkaufen kann. Antworten
@Bernhard Vontobel: Korrekt, Herr Vontobel... in der Tat, die Gruppe der Menschen, die die SVPler hassen und ausgrenzen wollen wird tatsächlich immer grösser. Immer mehr versammeln sich um für den Staatstropf und gegen Selbstverantwortung einzustehen... wieso eigentlich? Antworten
Können diese Herren und Damen Künstler nicht einfach mal ihre Meinung äussern, OHNE die SVP gleich jedesmal auch noch durch den Dreck zu ziehen? Aber wie man an vielen Kommentaren merkt, die "Künstler" legen den Wert eindeutig auf den Szenenapplaus ihrer Fanschar. Genauso kurzweilig wie ihre Schaffenswerke, heute gesehen/gelesen, morgen vergessen. Wahre Kunst bleibt und schweigt. Antworten
@Peter Müller, 02.14. Es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Mörgeli erzählt - wie schon so oft - Unsinn. Dann gibt es nicht nur linke Künstler. Aber Mörgeli ist ja ein intellektueller Vordenker (Guggisberg 06.52), somit muss Freysinger tatsächlich ein Linker oder kein Künstler sein. Antworten
BRAVO @Till Weiss: «Land der Arschlöcher: Ein guter Text, so ist es! Niemand nimmt Rücksicht auf andere! Es ist die Kultur der Gewinnmaximierung, des Scheffelns, der Gier! Die Kultur der Gewalt, der Unzufriedenheit. Es ist lebensfeindlich geworden in der Schweiz.» Antworten
Guy Krneta liegt mit seinen Einschätzungen vollständig daneben. Seine politische Sicht ist einseitig gegen die SVP gerichtet. Die Mehrheit der Schweizer können jedoch durchaus abwägen. Das beweisen die vielen Urnengänge, wo einmal die Ansicht rechter, dann linker, dann kompromissbereite Meinungen gewinnen. Das versuchen nun gerade solche Gruppen durch Beschneidung des Initiativrechts zu verhindern Antworten
In jedem westeuropäischen Land werden unterdessen die anscheinend von der SVP "geschürten Ängste", unabhängig von eben dieser Partei, wahrgenommen. Wer sich in einem geistigen Vakuum bewegt, in welchem sich anscheinend viele dieser von der Allgemeinheit bestens alimentierten "Künstler", eine Wohlfühlzone eingerichtet haben, sollte aufhören, dem "Normalbürger" die Richtung vorgeben zu wollen. Antworten
Naja.Verständlich dass das Interesse an Kunst (was ist überhaubt Kunst) abnimmt wenn man völlig neben der Alltagsrealität steht.Es ist sehr gut dass Künstler wie Muschg oder Hohler nie durchkamen mit Einflussnahme auf die Politik oder Gesellschaft.Das dürfte sie insofern Schmerzen dass gerade Künstler wie Freysinger mehr dazu beitragen die Schweiz weiter voranzubringen. Antworten
@ Peter Müller: Freysinger muss zwingend ein Linker sein, denn er hat einen Pferdeschwanz und seine Gedichte und Geschichten sind blümerant. Ein Künstler muss er auch sein, weil sein Kanton zu 65% vom Bund gesponsert wird, das ist auch typisch für Künstler! Antworten
Das ist schon so, dass die rechte SVP mit den gleichen Methoden arbeitet wie die linken Künstler: Provozieren und Tabus brechen. Nur halt auf der anderen Seite der politischen Skala. Deshalb begreife ich nicht ganz, weshalb von der Gegenseite nicht ein gewisses Verständnis für die Methodik vorhanden ist. Antworten
Manchmal ist logisches Denken schwer. Hier ein kleine Hilfe an diejenigen, die die Aussage "Freysinger ist kein Künstler" als Beleidigung empfinden. Mörgeli sagt: "Alle Künstler sind Linke". Freysinger ist in der SVP (von der wir annehmen können, dass sie politisch rechts steht). Dann folgt daraus a) Wenn Freysinger ein Künstler ist, dann muss er links sein oder b) Freysinger ist kein Künstler. Antworten
Sehr schön, wie hier die "selbsternannten Denker" vom Sockel geholt werden. Lewinskis Meisterschaft zeigte sich GERADE in seinen Soaps. Doch die waren zu genial um bei den Salonlöwen des Fötongs als Kunst zu gelten. Dann lieber irgendwelche FDP und CVP Söhne sponsern. Der Schriftsteller als "ehrbares Handwerk"? Gotthelf und Kurt Marti sind Pfarrer, Frisch Architekt, Keller Staatsschreiber. Antworten
Richtige Künstler ticken anders , aber muss man so ein Vokabular gleich benützen ? Ich glaube NEIN. Es gibt nur eine Wahrheit , aber tausend Meinungen. Respektieren wir alle das Land in dem wir Leben und arbeiten. Gute und konstruktive Kritik ist gut aber im Rahmen. Antworten
In der Form von Sprache kann man sich anschliessend über diesen INPUT " Kunst" auszutauschen, schweigen geniessen oder auch befreien. Kunst ist doof - Kunst ist arrogant - Solche Sätze sind wie Instantpulver, ohne Nährwert aber auch Teil des Gesprächs und gehören zum Prozess dazu, Sinn dahinter ist vielleicht einfach nur das, was jeder individuell einzigartig erfahren Kein richtig oder falsch Antworten
Kunst fällt nicht pfannenfertig vom Himmel, ist ein Prozess beginnt endet immer im Kopf. Wen Kunst etwas Fleisch am Knochen hat verschwindet sie nicht in Versenkung. Sekundär ist ob man es verstehen kann. Ergebnis davon ist ein OUTPUT. Kunst bewegt Menschen gefällt gefällt nicht, wühlt auf, erschreckt und wer was sonst noch alles. Antworten
Künstler sollen und müssen provozieren, das ist wohl klar und das sollte kein Problem für ein Land wie die Schweiz sein. Kritik ist wichtig und auch richtig, denn es ist nicht alles Gut bei uns. Was nicht geht, wenn dieselben Kritiker des Bürgertums Hemmungslos am Tropf des Staates hängen! Da ist klar, dass es vor allem Links denkende Künstler sind, denn wer will deren Schrott hören,oder sehen?? Antworten
So ein Kästchen. Wäre es nicht machbar, jedes mal wenn ein Künstler ein Interview gibt, mit der Frage " Was ist Kunst" zu beginnen. Denkbar wäre auch ein fixes Kästchen am Rande mit dieser Frage und des Künstlers Antwort. So würde sich das was der Künstler macht auch erklären lassen, ohne dass man wissen muss was er kann. Antworten
Ja ja,die Minarett-Initative! Vermutlich billigen Sie auch noch Hani Ramadans Thesen zum Thema Steinigung. Und noch etwas: Kunst kommt bekanntlich von Können! Akzeptieren Sie endlich, dass immer noch wir bestimmen, wen wir als
Aussage von Herrn Krneta: "Ich selbst würde mich aber nicht als Intellektuellen bezeichnen, ich bin Schriftsteller, das ist ein handfester Beruf." Aha. Damit haben Sie auch gleich den Beweis mitgeliefert, dass Sie tatsächlich nicht dazu gehören! Ärzte und Architekten - durchaus intellektuelle Berufe - machen also nichts, was Hand und Fuss hat? Antworten
Jeder Handwerker muss für seinen Lohn hart arbeiten. Dabei macht er etwas Nützliches, er produziert etwas, was wir zum Leben brauchen. Die versnobte Künstlergilde bildet sich ein, etwas besonderes zu sein. Besonders ist, dass sie ihre zweifelhaften "Kunstwerke" nur verkaufen können, wenn dabei die öffentliche Hand viel Geld dafür gibt. Darum: Abschaffen der Kultur-Subventionen! Antworten
@ Heinz Frey: Die Länder sind alle schön ohne Menschen drin. Es gibt Menschen, die diese mit ihrer Anwesenheit verschönern und bereichern. Oder auch kritisch betrachten. Das hilft, sein eigenes Tun zu reflektieren. Es hat auch Menschen darunter, die Hass, Neid, Missgunst und Egoismus schüren, um ihrer eigenen Macht willen. Diese sind es jeweils, die ein Land besonders hässlich machen! Antworten
schade, andere beleidigen (freysinger ist kein künstler) und auf der anderen seite müssen wir uns alles mögliche an kunst-schrott gefallen lassen. kunst ist relativ, aber fast alle künstler die ich kenne überheblich. ... und übrigens, wenn das minarett ja völlig unwesentlich ist, verstehe ich nicht, warum man sich soooo aufregen kann, dass es keine mehr geben wird??!! ich bin froh darüber.. sehr. Antworten
Wann, wenn nicht am 1. August wäre die Gelegenheit, sein Land auch einmal zu loben. Aber Nestbeschmutzer und Ewignörgler können der Schweiz nicht einmal am 1. August etwas positives abgewinnen. Kritik mag manchmal gut und nötig sein. Wer aber nur kritisiert zeigt seine Abscheu vor dem eigenen Land. Antworten
Ein Schriftsteller ist ein Schriftsteller, ein Maler ist ein Maler. Kunst ist was auch in 100 Jahren noch Bestand hat, oder zumindest während Lebzeiten dem Schaffenden einen Unterhalt bietet. Viele Selbsdarsteller geben sich den Künstler eigentlich selber, und merken nicht wie sehr sie dieses Wort in die Bedeutungslosigkeit bringen. Für Leere gibts aber kein Geld, Leute. Antworten
Die Texte und Aussagen dieses Herrn sind wertvoller als die des Herrn Mörgeli oder des Herrn Köppel. Die bisherigen Kommentare bestätigen ihn in seiner These. Aber im Internet kann man ja so schön anonym rumpöbeln und "seine wahre" Gesinnung preisgeben. Bücherverbrennung? Nie wieder! Antworten
Herr Kmeta, bringen Sie etwas positives dem Volk der A.......? Nein, Sie sind unnötig, etwa so wie Hirschhorn. Kunst ist etwas Schönes zu kreiern. Aber Sie und Hirschhorn produzieren nur Exkremente und Ihr seid noch stolz darauf. Kunst kann man nicht essen und man sie nicht anziehen und nicht wohnen drin. Und was ihr Kunst nennt ist dekadent. Ihre Aussagen bringen wieder einige SVP-Stimmen! Antworten
Gerne würde man erfahren, was Herr Krneta unter einem "Intellektuellen" versteht. Ein "Schriftsteller" soll keiner sein?! Da scheint jemand grossen Respekt zu haben vor der Intellektuellenfeindlichkeit und liefert unfreiwillig einen "handfesten" Beweis, dass diese tatsächlich existiert. Antworten
Ich mag Kunst, manchmal gefällts, manchmal nicht. Was ich nicht schätze ist staatlich gesponsorte Kunst. All diejenigen, die nicht am Tropf des Staates hängen, sollen doch genau wie SVP oder SP ihre Meinung äussern dürfen. Dasselbe gilt übrigens für alle Menschen, solange sie finanziell eigenständig sind, sollen sie ihre Wege zum Paradies Kund tun. Aber bitte nicht durch erzwungene Umverteilung. Antworten
Na, das ist sehr intressant.....Künstler...Raum schaffen, um schwammig irgendwelche Halbwahrheiten zu verbreiten, aber selber noch keinen Nagel eingeschlagen. Und mit 65 müssen wir Ihnen über die Sozialhilfe dann eine Rente zahlen damit sie nicht die eigenen Pinsel und Farbe verspeisen müssen.......das ich nicht lache.... :O) un verschämt find ich das. Antworten
Herr Krneta leidet. Aber: Seit Kunst ist, was ein "Künstler" als solche bezeichnet, muss dieser damit rechnen, dass er als frustrierter Unverstandener durch die Welt torkelt. SVP-Bashing ist halt kein Programm und Krnetas Text zum 1. August Schrott.. Antworten
Klar doch, müssen Guy Krnetas Worte zerzaust werden, weil er eben recht hat. Nur eins kann ich aus meinem Alltag nicht nachvollziehen: Krneta trägt einen ausländisch klingenden Namen und kritisiert genau jene, mit denen ich deutlich bessere Erfahrungen machen durfte als mit Schweizern: Ausländer. Antworten
Das Problem vieler Künstler heute ist, dass sie mit Ihren Thesen so weit neben der Realität liegen, dass diese nicht einmal mehr als vage Visionen brauchbar sind. Die Vorwürfe, die Herr Krneta an die SVP richten, treffen auf seine Äusserungen noch viel stärker zu; und heute scheint sich sog. Intellektualität hervorragend mit Realitätsverweigerung zu paaren. Solche Kunst kann mir gestohlen bleiben. Antworten
Ich finde den A...-Text von Herrn Krneta sehr lesenswert, er hat, zumindest abschliessend, etwas sozialisierendes, er meint mit diesem Ausdruck nicht zuletzt auch sich selbst. Ich finde ihn deshalb auch nicht ignorant, eher souverän, jedenfalls offen. Dass die SVP auch von Krneta nur in abgedroschenen Mustern dargestellt wird, widerspiegelt die aktuelle Situation: Die SVP hat die Künstler überholt Antworten
Dieser Künstler ist unnötig und seine Aussagen unbrauchbar. Obwohl îch ein Intellektueller bin,halte ich von der Mehrzahl dieser Zunft (inkl.Künstler), vor allem wenn sie sich stillschweigend bereichert und das Volk verhöhnt, gar nichts.Sie würden sich lieber ihrem Metier widmen und die Politik Berufeneren überlassen.Das Niveau v. K mit Aussagen,die häufig "Arschlöcher" verwenden, ist widerlich! Antworten
"Freysinger ist kein Künstler", klar als Beleidigung gemeint. Logisch ist er es nicht, denn "ich bin Schriftsteller, das ist ein handfester Beruf". Ich bin sehr froh, dass es Intellektuelle gibt, Kreative, Progressive. Leider gehören viele Künstler nicht zu diesen, obwohl sie sich dazu zählen. Ein Missverständnis und eine Fehleinschätzung des eingenen Seins. Antworten
Merken die Künstler eigentlich noch, wie widersrüchlich sie sind? Da schreibt Hr. Krneta: "Wir wollen Raum schaffen, in dem man diskutieren kann, ohne dass es nur schwarz oder weiss gibt". Gleichzeitig sagt er: "Von der SVP werden in den letzten zehn, fünfzehn Jahren auf primitivste Art Ängste geschürt". Ist nicht genau dies eine schwarz/weiss Sicht? Einmal darüber nachdenke, Hr. Krneta! Antworten
Da kritisiert er die angeblich so primitive Art der SVP und gleichzeitig meint er, sein Text in dem er das Wort "Arschloch" in all seinen Formen verwendet, sei lesenswert. Ich hoffe, dass sich die SVP weiterhin Tabuthemen aufs Tapet bringt. Aber sicher nicht in einer so primitiven Form wie Guy Krneta seine Meinung publik macht. Antworten






Aliki Panayides
Sind Künstler Intellektuelle? Und sind Intellektuelle Künstler? Ich staune etwas über die in dieser Diskussion automatisch gemachte Korrelation, die es nicht gibt. Es mag etwas antiquiert erscheinen, aber in der Antike war der Unterschied noch klar: Plato war kein Künstler, sondern ein Intellektueller bzw. Denker und Phidias kein Denker, sondern ein Künstler. Und heute ist man beides? Antworten