Kultur

Gespreizt, gestreckt, gekreuzt

Aktualisiert am 20.03.2009

Das weibliche Bein ist und war immer schon ein Objekt der Begierde. Nun widmet der deutsche Taschen-Verlag dem Thema einen eigenen Bildband. Wir zeigen die schönsten Bilder.

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In den Fünfzigerjahren ging es betreffend der Frauenbeine erstmals zur Sache: Pfennigabsätze und Nylon standen hoch im Kurs. Hier kriegt Bettie Page einen Klaps, circa 1953. Courtesy of Movie Star News.

   

Das Buch

Dian Hanson (Hg.): The Big Book of Legs. Mehrsprachige Ausgabe. Taschen Verlag, 372 Seiten, ca 70 Franken. (In Kürze lieferbar)

Der deutsche Taschen-Verlag weiss, wie man Bildbände verkauft. Die jüngste Publikation aus dem weltweit grössten Verkäufer von Kunstbüchern widmet sich dem weiblichen Bein, dessen erotische Anziehungskraft so unbestritten wie geheimnisvoll ist. Dass Frauenbeine erotisch sind, ist nämlich keineswegs selbstverständlich: immerhin ist es weder ein Geschlechtsteil, noch unterscheidet es sich wesentlich vom männlichen Gegenstück – abgesehen von den Haaren. Dennoch wurden Frauenbeine quer durch die Kulturen bedeckt und tabuisiert. Die viktorianische Gesellschaft verpönte sogar das Wort Bein, da man befürchtete, allein sein Klang könne Männern vor Lust die Besinnung rauben.

Der Taschen-Verlag, bekannt durch seine schwergewichtigen Kunstbuchreihen, beschränkt sich in seinem Bildband jedoch nicht nur auf schöne Bilder. Herausgeberin Dian Hanson verfolgt dazu auch die Darstellung des weiblichen Beins durch die Geschichte – von den burlesken Beinshows des frühen 19. Jahrhunderts über die Popularisierung des Pfennigabsatzes in den Fünfzigerjahren bis zum goldenen Zeitalter der Leg Magazines in den 1960ern. (mcb)

Erstellt: 20.03.2009, 14:55 Uhr

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