Kultur

«Katastrophale Lage» für Übersetzer

Aktualisiert am 19.12.2008

Die Übersetzer literarischer Werke können nirgendwo in Europa von ihrer anspruchsvollen Tätigkeit leben.

Eine vergleichende Studie beklagt «schlicht katastrophale» Lebensbedingungen in vielen Ländern.

Der Bruttolohn der literarischen Übersetzer beträgt nur rund zwei Drittel des Lohnes, den ein spezialisierter Arbeiter bekommt. In keinem der untersuchten Länder überstieg die Kaufkraft der Übersetzer 50 bis 60 Prozent des Durchschnittswerts, wie aus der Studie des Rates der Übersetzer-Verbände (CEATL) hervorgeht.

«Was sagt es aus über den literarischen Austausch zwischen unseren Gesellschaften, wenn die literarischen Übersetzer beginnen müssen, zu schludern, um überleben zu könnnen», schreibt der CEATL zu den Studienergebnissen vom Donnerstag.

Schweiz nicht ganz so schlecht

Untersucht wurde die wirtschaftliche und soziale Lage der Übersetzer in 23 europäischen Ländern. Die Schweiz befindet sich in einer Gruppe von Staaten, in denen es den Übersetzerinnen und Übersetzern nicht ganz so schlecht geht. Das Land liegt hinter Irland, Grossbritannien, Frankreich und Schweden auf Platz 5.

Nicole Pfister Fetz, Generalsekretärin des Verbandes der Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS), betonte auf Anfrage, wie klein der Schweizer Markt klein sei und wie hoch die Lebenskosten. Der Verband wolle vor allem die soziale Sicherheit und die rechtliche Lage der hiesigen Übersetzer verbessern. (rb/sda)

Erstellt: 19.12.2008, 08:19 Uhr

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