Kultur

Paris – Stadt der Liebe und des Lasters

Aktualisiert am 23.12.2011

Der opulente Fotoband «Paris. Portrait d'une ville» zelebriert französische Fotografiekunst und versammelt Bilder von 1830 bis heute.

1/4 Selbstbespiegelung einer Stadt und ihrer Bewohner: Das Buchcover.
Bild: Taschen-Verlag

   

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«Wenn du das Glück hattest, als junger Mensch in Paris zu leben, dann trägst du die Stadt für den Rest deines Lebens in dir, wohin du auch gehen magst, denn Paris ist ein Fest fürs Leben.»
Ernest Hemingway, «Paris, ein Fest fürs Leben» (1964)

Paris ist eine gern gelobte, vielbesungene Stadt mit einer turbulenten Geschichte. Ihre zahlreichen Gesichter ausführlich dokumentieren will der nun erschienene Fotoband «Paris. Portrait d'une ville», der Bilder der letzten 180 Jahre versammelt. Die Auswahl reicht von einem von Kaiser Napoleon III. animierten Ballonflug der frühen 1860er-Jahre bis zur Errichtung des Eiffelturms 1889, von Hitlers Triumphfahrt durch die gedemütigte Hauptstadt bis zur sehnlich erwarteten Befreiung durch die GIs, von den Studentenunruhen im Mai 1968 bis zur fancy Modeszene der Gegenwart.

Und dazwischen immer wieder Alltagsbilder, die scheinbar zeitlos und zugleich irgendwie Paris-typisch sind: turtelnde Pärchen, verrauchte Bistros, Boulevards, kunstvolle Fassaden und Cabarets. Und so gerät die Lektüre von «Paris. Portrait d'une ville» flugs zur visuellen Schwelgerei.

Paris. Portrait d'une ville. Taschen-Verlag. 623 Seiten, circa 73 Franken. ISBN: 978-3-8365-0293-1. Die Bildlegenden sind dreisprachig, in Französisch, Deutsch und Englisch.

(lsch)

Erstellt: 23.12.2011, 10:16 Uhr

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