Philip Roth: «In 25 Jahren sind Bücher verschwunden»

Kein Geringerer als Philip Roth hat das Ende des Romans prophezeit. Bücher, so der Star-Autor, könnten mit elektronischen Medien nicht mithalten.

Buch ist Fernsehen unterlegen: Philip Roth.

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Vielleicht schreibt er ja deshalb mindestens ein Buch pro Jahr. Philip Roth, Veteran der US-Literaturszene, gab sich in einem Interview äusserst pessimistisch, was die Zukunft des Romans angeht. In 25 Jahren würden Bücher nur noch von einer kultischen Minderheit gelesen werden. Vergleichbar mit Leuten, die heute lateinische Gedichte lesen.

Als Grund für den Untergang der Lesekultur gab der Schriftsteller den Aufstieg der elektronischen Medien an. «Statt sich auf Bücher einzulassen, werden die Menschen den Computer oder das Fernsehgerät anstellen», so Roth gegenüber Tina Brown vom «The Daily Beast». Dabei sei das eigentliche Problem die Konzentration; einen Roman müsse man in zwei Wochen lesen, sonst mache die Lektüre keinen Sinn. Doch genau diesen Aufwand scheuten immer mehr Leute.

Auf elektronische Bücher angesprochen, winkte Roth ab und verwies auf die Macht der Bilder: «Das Buch konnte nicht mit dem Kino mithalten, es konnte nicht mit dem Fernsehen mithalten - und es wird nicht mit dem Computer mithalten können.» (phz)

Erstellt: 27.10.2009, 15:37 Uhr

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