Wunderkind hat Roman im Internet geklaut

Die Literaturwelt feierte die 17-jährige Helene Hegemann als Wunderkind. Jetzt kommt heraus: Ganze Passagen ihres Romans sind kopiert. Peinlicher als für die Autorin ist dies für die Kritiker.

Ertappt: Helene Hegemann, 17 Jahr alt.

Ertappt: Helene Hegemann, 17 Jahr alt.
Bild: Edgar Herbst

Angst, Sex, Drogen, die Suche nach Liebe – alles was ein Teenager-Mädchen bewegt, hat Helene Hegemann in ihren Roman «Axolotl Roadkill» gepackt. Die junge Berlinerin verdrehte damit den Kritikern den Kopf, die Feuilletons waren voller Lobeshymnen. Die «Zeit» verkündete einen «literarischen Kugelblitz», die Frankfurter Allgemeine meinte, «Axolotl Roadkill kann man als grossen Coming-of-age-Roman der Nullerjahre lesen», im «Magazin» war zu lesen: «Sie hat ein Buch geschrieben, das einen überfährt, schnell, hart, geradeaus und praktisch ohne zu bremsen (..), das mich berührt hat, nicht weil es eine 17-Jährige geschrieben hat, sondern weil es eine Sprache für die Verzweiflung findet, die ich so noch nicht von einer deutschen Autorin gelesen habe.»

«Total gedankenlos und egoistisch gewesen»

Wie der Blog «Die Gefühlskonserve» enthüllt, ist Hegemanns Text keineswegs so einzigartig, wie von den Kritikern beschrieben. Im Gegenteil. Ganze Passagen sind aus dem im Internet veröffentlichten Roman «Strobo - Technoprosa aus dem Berghain» geklaut. Mittlerweile gibt dies auch die Autorin zu: Sie habe «regelrecht abgeschrieben», schreibt sie in einer Stellungnahme, sie sei «total gedankenlos und egoistisch gewesen», weil sie nicht alle Menschen erwähnt habe, deren Gedanken und Texte ihr geholfen hätten. Allerdings meint sie auch: «Inhaltlich finde ich mein Verhalten und meine Arbeitsweise aber total legitim und mache mir keinen Vorwurf, was vielleicht daran liegt, dass ich aus einem Bereich komme, in dem man auch an das Schreiben von einem Roman eher regiemässig drangeht, sich also überall bedient, wo man Inspiration findet.» Ihr Verlag meint kleinlaut, dass man über die Verantwortung einer Autorin, die mit der Sharing-Kultur des Internet aufgewachsen sei, streiten könne.

Peinlich ist die Affäre nicht nur für die Autorin, sondern vor allem für die Kritiker-Gilde. Doch wie konnte es so weit kommen? Der «Tages-Anzeiger» konnte in seiner Kritik das überschwängliche Lob für den Roman nicht ganz nachvollziehen, suchte aber trotzdem nach einer Erklärung: «Es scheint, als habe Helene Hegemann mit all ihren wie rasend hergestellten, ausgekotzten kleinen Werken wirklich einen wahren Kern gefunden. So etwas wie den hässlichen Bodensatz der Berliner Bohème, mit dem sich die Kinder der Generation Selbstverwirklichung herumschlagen müssen.» Spätestens jetzt weiss man: Zu der Selbstverwirklichung jener Generation gehört auch das Kopieren. (rb)

Erstellt: 08.02.2010, 11:12 Uhr

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87 KOMMENTARE

Ben Müller

19.02.2010, 09:44 Uhr

@Luzia Keller: sie sprechen mir aus dem Herzen! Der Wertezerfall unserer Gesellschaft zeigt sich eben auch hier (obwohl ich andere Bereiche doch als wesentlicher erachte)..


Marco Lardi

18.02.2010, 22:48 Uhr

@Dominik Fitze; Sie haben vollkommen Recht. Auch DJ BOBO hat ja seinen ersten Hit bei Michael Jackson abgekupfert. Aber damals waren alle Schweizer stolz auf den BOBO. Und ich nehme mal an, dass 3/4 der Krtiker hier, das Buch nicht mal gelesen haben, geschweige wissen, welche Sätze oder Abschnitte den gestohlen wurden und ob sie abgeändert wurden oder wortwörtlich widergegeben wurden!!.


Dominik Fitze

18.02.2010, 10:55 Uhr

Gemäss Heise Online seien es nur einige Sätze, etwa zwei Dutzend, die kopiert wurden. Deshalb verstehe ich die Aufregung nicht: im Musikbusiness ist das doch gang und gäbe; ebenso bei Filmen! Käme irgendjemand auf die Idee, z.B. die Band Tocotronic so niederzumachen, weil sie einen Song nach einem bekannten Buchtitel benannte? Im Hiphop gäbe es nur Plagiate; fast jeder Song enthält Beats ausandern


Luzia Keller

18.02.2010, 10:23 Uhr

@Cedric Meury: anscheinend können Sie nicht nachvollziehen, wie man sich fühlt, wenn eigene hart erarbeitete Texte von anderen einfach kopiert und als eigenes Produkt verkauft werden. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie eine Erfindung machen würden, an der Sie monatelang getüftelt haben und ein anderer kopiert ungeniert Ihre Erfindung und vermarktet/verkauft sie dann als seine Erfindung?!


Severin Haller

18.02.2010, 01:58 Uhr

Einleuchtend, dass Airden seine Diebin lobt. Schliesslich besteht deren Machwerk ja aus seinen Zeilen. Schockierend, wie in den meinen vorangegangenen "Kommentaren" geradezu geistlos auf das Urheberrecht eingedroschen wird. Wer solche Äusserungen von sich gibt, der hat noch nie die Mühe auf sich genommen, etwas Eigenes zu erschaffen und outet sich als purer Konsument ohne eigene Meinung.


Beat Kohlhaas

18.02.2010, 00:58 Uhr

Mal angenommen, jemand kopiert das Werk von Hegemann. Das pdf davon verscherbelt er auf Books on Demand. Wa meint der Suhrkamp wohl dazu, dass sein Buch komplett runiert ist. Oder noch besser. Alle Suhrkamp-bücher werden als Scans gratis an alle verschickt, die sie haben wollen. Wäre mit gleicher Münze bezahlt. Fakt ist: Hegemann ist eine üble Diebin, die hart bestraft gehört. Ende der Geschichte.


hanna zweig

17.02.2010, 21:00 Uhr

dieser Axolotl entwickelt sich zu einem typischen Medienhype, ob nun von einer oder von zwei jungen Damen ohne Deutschkenntnisse ein sogenanntes Werk in Fäkalsprache verfasst wurde ist eigentlich so gleichgültig wie das ganze Opus.


Marco Lardi

17.02.2010, 20:44 Uhr

Dann wurde auch aus dem Buch "Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" abgeschrieben. Auch dieses Buch handelt von einer Tenagerin, Drogen und Sex und wickelt sich in Berlin ab. Das Buch erinnert mich auch an die "Stücki" Zeit.


Beat Keller

17.02.2010, 19:25 Uhr

Schon eine seltsame Idee, aus Mangel an eigenen Worten einfach etwas aus dem Netz zu kopieren. Heutzutage bleibt aber auch wirklich nichts mehr tabu. Fair wäre wenn der Ullstein Verlag das Werk gratis im Internet bereitstellen würde. Wer so dumm ist, sollte auch etwas bestraft werden. An den Kosten dürfen sich auch gerne die Damen und Herren Literatursachverständigen beteiligen.


Philippe Barbier

17.02.2010, 19:21 Uhr

Hat eigentlich Google mit Buzz nicht auch eine Art geistiges Urheberrecht verletzt? Twitter und Facebook waren erst da - ich sehe kein Quellenverzeichnis. Bei einem Buch geht es um ein Werk, das als Ganzes wirkt - oder eben nicht. Ob da einzelne Seiten abgekupfert wurden, ist zweitrangig. Wäre natürlich UMWERFEND NEU UND TOLL gewesen, wenn in der ersten Ausgabe ein Quellenverzeichnis gewesen wäre.


Rolf Schumacher

17.02.2010, 18:38 Uhr

Lieber anonymer Blogger. Es gibt die Kämpfer im Licht und jene im Schatten. Im Schatten kämpft es sich ehrlich und ritterlich. Der Preis des Lichts ist die Aufgabe der Intimität, ein billiger Ausverkauf der Seele. Das Licht trägt tote Klamotten zur Schau. Schattenkämpfer werden beklaut und enden auf dem Scheiterhaufen des Lichts. Das muss so sein. Der Poenix steigt aus der Asche. ;-)


Christian Schelbert

17.02.2010, 17:54 Uhr

Es besteht scheinbar der Verdacht das fast alle Wörter aus dem Duden kopiert wurden und in einen neuen Zusammenhang gebracht wurden. Dreist aber auch.


Stefan Hager

17.02.2010, 17:18 Uhr

und wer weint, wenn da diese sogenannten kunstwerke gratis heruntergeladen und kopiert werden?


Cedric Meury

17.02.2010, 17:11 Uhr

Das Remixen bestehender Werke ist eines der zentralen Leistungen, welche die kreativen Köpfe hervorbringen. Unsere ganze Kultur beruht auf der Inspiration und dem Abkupfern! Wer dies nicht versteht, ist auf die Gehirnwäsche der modernen Content-Industrie hereingefallen.


Theodor Boder

15.02.2010, 09:30 Uhr

Ein typisches Beispiel für den langsamen aber steten Untergang der Kultur. Wer Werke und Eigentum anderer nicht schätzen kann, muss sich nicht wundern, wenn ihm gleiches widerfährt. Schade auch für den Verlag, dass er auf eine solche Hochstaplerin reingefallen ist. Wer Eigentum (auch geistiges) anderer klaut, sollte hart bestraft werden. Und diese Autorin nicht mehr rezensiert und gelesen werden.


Horst Müller

15.02.2010, 09:22 Uhr

Das Problem ist nicht, dass sich eine junge Frau aus den Schilderungen anderer von deren real durchlittenem Wahnsinn einen Text bastelt, der ihre eigenen inneren Abgründe womöglich gut beschreibt, sondern dass ein Verlag ihr dafür einen sechsstelligen Vorschuss zahlt und der Feuilleton sie für ihre Authentizität lobt.


Markus Moser

12.02.2010, 15:11 Uhr

Herr Eichhorn; auch ich als bereits etwas lebenserfahrenen und Vater von zwei erwachsenen Kindern muss davon Kenntnis nehmen, dass ohne Betrügereien und Mauscheleien in der heutigen Zeit kein Staat mehr zu machen ist. Von Ihrer studierten gesellschaftlichen Leitkultur will ich nun gar nicht reden. Trotzdem geniesse ich Literatur immer noch und verzichte weiterhin auf sogenannte fachliche Analysen.


Anton Erni

12.02.2010, 00:14 Uhr

Noch mehr als dieses Wunderkind hat sich das Feuilleton blamiert. Habe mit Vergnügen den Artikel Willi Winklers in der Süddeutschen Zeitung gelesen; die heutige Rezension Thomas Steinfelds in der gleichen Zeitung, erfasst auf brillante Weise, wie hier eine Autorin durch den Zeitgeist verheizt wurde. Gut auch die Kritik Simone Meiers im Tages Anzeiger.


Luzia Keller

11.02.2010, 17:31 Uhr

@Nadine Binsberger: 'Informations-Copyrights sind ungeeignet, ja sogar innovationshemmend!' Ich kann Ihnen in diesem letzten Satz nicht beipflichten, da es sich hier um Litaratur handelt und nicht um Kunst. In der Kunstwelt gilt eine Collage als eigenständiges Kunstwerk, auch wenn z.B. Fragmente/Fotos von anderen Kunstwerken als Vorlage dem Künstler dienten. Ist bei Copy-Textpassagen illegal!!!


Richard Marti

11.02.2010, 16:20 Uhr

Der Zeitgeist wiederspigelt sich auch im heutigen Kulturbetrieb: Wichtig sind vor allem Oberflächlichkeiten: Jung müssen sie sein, schön müsen sie sein - Hauptsache die Verpackung stimmt! Inhalte? Fehlanzeige! Es lässt sich ja mit dem Schein schon genug Kasse machen, ob das ganze am Ende nur geklaut ist, interesiert wenig!


Alex Herzog

11.02.2010, 14:59 Uhr

.......ich finde es traurig und armselig nicht mehr fähig zu sein, nicht mehr den mut zu haben, oder vielleicht sogar einfach aus faulheit die kompromisslose kreativität zu wagen und was ganz eigenes zu erschaffen - @roman praxus.....die wirklich leidenschaftlichen werden bestehen!!! man/frau muss alles geben und zwar das eigene, um mehr als nur eine eintagsfliege zu sein


Alex Herzog

11.02.2010, 14:53 Uhr

@et al......ein zeitphänomen? also geklaute daten werden ja auch für mehrere millionen gehandelt, ganz offiziel. gesamplet werden 'geklaute' klangschnipsel schon lange - 'cut up' als schreibtechnik ist ebenfalls schon ein alter hut, aber meines wissens doch immer nur auf die authentisch erzeugten texte des/der jeweiligen autors/autorin angewandt.....


e. sch.

11.02.2010, 13:51 Uhr

Diese junge Dame hat uns allen gezeigt wie die Welt heute funktioniert. Jedes Mittel ist recht um in den Zeitungen auf der Titelseite zu erscheinen. Ist man nicht Model oder Miss muss man halt andere Wege finden um ans Ziel zu gelangen. Verdammt ist der, der ehrlich versucht sein leiben zu meistern.


Christian Manfred

11.02.2010, 13:46 Uhr

Wer nichts zu sagen vermag und dennoch Mundstuhl machen muss, vergreife sich ungeniert am Gesagten Anderer und drückt dazu ein munteres Copy-Paste: "Stehlen von einem Autor nennt man ein Literatur-Plagiat. Stehlen von zwei Autoren nennt man einen Literatur-Abgleich. Stehlen von drei oder mehr Autoren nennt man eine Literatur-Studie" - Willy Meurer, kopiert am 11-2-2010 um 13:41, www.aphorismen.de


Michael Meier

11.02.2010, 13:42 Uhr

Wir lernen also: Wenn das Internet klaut ist das schlimm, wenn man vom Internet klaut ist das, naja, irgendwie ok. Im aktuellen Beispiel geht es nicht einfach um den Klau von Ideen, sondern auch um fast identische Sätze, welche die Autorin verwendete, ohne den Urheber dafür zu erwähnen oder zu fragen. Das Internet ist, anders also viele behaupten, kein rechtsfreier Raum, wo man alles tun darf.


Bernd Nigglin

11.02.2010, 13:12 Uhr

@Ramon Paxus: mag sein, das das Urheberrecht verschwindet. Mag aber auch sein, dass damit auch die besten Autoren und Künstler ihre Arbeit umlagern, keine Tonträger oder Bücher produzieren, halt live auftreten und Eintritt verlangen. Und für solche wie Ramon, bleibt dann das Wiederkauen von alten Büchern, immer wieder schon gehörter Musik. Viel Spass bei den Geistverkümmerungsprozess.


Thomas Sieberg

11.02.2010, 12:35 Uhr

Angenommen ich lasse ein Hause bauen. Maurer, Bodenleger, Maler machen das. Ich verkaufe das Haus für eine Million. Wenn dann die Handwerker bezahlt werden sollen, sage ich, Sorry: habe euch nur ausgelehnt. Eure Leistung honorieren, hab ich keinen Bock. Was nennt man so ein Haltung: Diebstahl! Frau Hegemann ist simpel und einfach eine unverschämte Diebin, die hart bestraft gehört.


Marcel Zufferey

11.02.2010, 12:34 Uhr

Sehr gut: Nun wird diese "Autorin" auch noch für den Preis der Leipziger Büchermesse nominiert- für was eigentlich? Für's Klauen? Am besten wäre es wohl für alle, Verlag, "Autorin", Rezensenten und Feuilletonisten, wenn man diese Person vergessen würde- und zwar für immer und ewig!


Ben Müller

11.02.2010, 12:33 Uhr

Wie immer wenn es um Urheberrechtsdiskussionen geht und ich die Kommentare der 'alles gratis Menschen' lese, frage ich mich wie und mit was die ihr Geld verdienen.. sind wohl alle in der Landwirtschaft tätig oder was?


Rolf Iseli

11.02.2010, 12:31 Uhr

Gehet hin und kontrolliert eure Bibliotheken. Seid nicht enttäuscht wenn da das eine oder andere Buch erscheint, dessen Inhalt nicht ganz der Feder des Autors entspricht (Im Nachhinein). Es war trotzdem lesenswert. Im übrigen hat da Frau Hegemann offensichtlich ein literarisches Eigentor geschrieben. Wer liest schon ihre Folgewerke wenn da solche folgen sollten ?


Nadine Binsberger

11.02.2010, 12:28 Uhr

Es ist eine grosse und wunderbare Leistung, Ausschnitte aus verschiedenen Quellen so zusammenzufügen, dass sie ein neues Ganzes ergeben. Der Mensch funktioniert ganz grundsätzlich so. Schon von Kind an kopiert er Verhaltensweisen von Erwachsenen und setzt sie zu einer neuen, eigenen Identität zusammen. Informations-Copyrights sind ungeeignet, ja sogar innovationshemmend!


Bruno Waldvogel

11.02.2010, 12:22 Uhr

Es gibt hier eigentlich nur eine Reaktion: Rausschmiss und Rückzug des Preises. Als Autor weiss ich, wie schmerzhaft es ist, wenn man beklaut wird. Wenn das nicht klar als Exempel statuiert wird, macht sich die ganze Branche lächerlich. Wobei es nicht zu leugnen ist, dass das Ganze ohnehin ein Filz ist.


Daniel Eichhorn

10.02.2010, 15:56 Uhr

@ Lucie Braun: Ich verstehe ihre Einwände, habe Wirtschaft studiert und mitbekommen, wie das da laufen kann(!). Aber wenn ich Sätze höre wie: "ganze lügen und betrügen fängt schon in der kindheit an und zieht sich durch's ganze leben, wer nicht mitmacht, bleibt auf der strecke.", so mache ich mir grosse Sorgen um unsere Zukunft. Wie kann man nur eine so pessimistische Sicht auf die Welt haben?


alex bauer

10.02.2010, 14:11 Uhr

Mal sehn was passiert wenn sie mich wegen meinen Raubkopien anklagen und ich sage: "Ich selbst empfinde es nicht als geklaut" ...


Luzia Keller

10.02.2010, 11:32 Uhr

@oliver keller: Ihre Antwort ist eine einzige Bereicherung und rettet diesen Wintertag für mich!


Marco Schiller

10.02.2010, 05:49 Uhr

Plagiats und Piraterievorwuerfe im Zeitalter der digitalen Revolution welche exakte Kopien beliebig erlaubt. Waehrend frueher die Bibel noch von Hand kopiert und verbreitet wurde kopiert man heute mit zwei mausklicks enzyklopaedien oder andere digitale dateien. Sampling in der Musik laesst sich da auch einordnen. In Ordnung geht das schon nur angemerkt und gecleart muss das copyright sein.


Isabel Wirth

09.02.2010, 17:17 Uhr

@Ramon Paxus: Okay, es ist ein Zeitphänomen sich einen Feuchten um die Urheberschaft zu kümmern. Aber es geht hier nicht um "Branchen", sondern darum, dass der Eindruck entsteht, dass junge Leute keinen Skrupel mehr haben und über Leichen gehen, nur um berühmt zu werden. Die Beiläufigkeit, mit der die Ertappte die Untat als "normal" bezeichnet, verschlägt einem geradezu die Sprache.


Luzia Keller

09.02.2010, 17:05 Uhr

@Ramon Paxus et al: wie kommen Sie auf die Idee, dass das Urheberrecht vorbei sei? Geistiges Eigentum bleibt immer dem Autor oder Verfasser vorbehalten und Abdrucke/Verwendung muss genehmigt, erwähnt und/oder bezahlt werden! Wer nicht fähig ist, eigene Kreativität und Phantasie zu entwickeln, soll die Quelle seines 'Geistesblitzes' gefälligst angeben. Alles andere ist ethisch nicht vertretbar.


Flavio Frei

09.02.2010, 17:03 Uhr

@Lucie Braun: Hallo?! Ich bin 18 Jahre alt und nich einmal ein dritel so begabt wie die Autorin. Was würden Sie denn sagen, wenn ich in meinem "zarten Alter" der Gesellschaft den Spiegel vorhalten würde. Ein bisschen anmassend finde ich. Ausserdem ist dies doch nur eine Ausrede einer jungen Autorin, die vielleicht ein bisschen unter Druck steht...


Lucie Braun

09.02.2010, 16:59 Uhr

@daniel eichhorn: gut das sie nicht in meiner welt leben müssen, da bin ich doch froh . um mich herum nehmen viele menschen das leben so wahr - menschen die mit offenen sinnen und augen durch's leben gehen und nicht in einer traumwelt leben wie sie offensichtlich! schön das es ihnen dort so gut geht - ich wünschen ihnen noch viel spass. mir gefällt es in meiner welt, aber ich bin auch realistisch


Marco Zoppi

09.02.2010, 16:51 Uhr

@ramon paxus. Sehr bedenklich ihre Aussage. in welcher Branche arbeiten Sie? Wie wäre es für Sie, wenn sie ab morgen für ihre Arbeit nicht mehr bezahlt würden? Hier geht es ja nicht einfach um die Vervielfältigung von allgemeinen Informationen. Hier klaut jemand etwas und verkauft es weiter.


oliver keller

09.02.2010, 16:36 Uhr

@Luzia Keller: es sind eben die unbequemen Nichtmainstreamer, die faszinieren! Wie sonst konnten eine Harper Lee, Jane Austin, ein Heine, Keller (yes!) Saint-Exupéry, Hugo, Gogol, oder Fontenelle ('nouveau dialogues des morts', mein Lesetipp an Sie) die Welt verzaubern, und alle erst noch keine Plagiate? ;-)


Christine Anderegg

09.02.2010, 16:17 Uhr

@Daniel Eichhorn: Dann träumen Sie mal schön weiter von Ihrer heilen und gar nicht so bösen Welt. Ich beneide Sie regelrecht...!


Max Faes

09.02.2010, 16:12 Uhr

Ich bin 18 Jahre alt. Es fällt mir auf, dass die Autorin Argumente verwendet, die für ältere Generationen (zu denen annahmsweise die meisten von euch gehören) schwer nachzuvollziehen sein können. Es ist so, dass für Menschen in meinem Altersbereich, tendierend zu den Jüngeren, das Internet eine neue Ansicht von Besitz im Textbereich hervorgebracht hat.


hugo kunz

09.02.2010, 16:01 Uhr

wen interessiert's? wenn der leser spass daran hat und dafür zu bezahlen bereit ist, ist es ihm doch piepegal ob geklaut oder nicht. der streit zwischen original und fälschung braucht dann ja nicht mein problem zu sein! typisch kultur-probleme!


Ramon Paxus

09.02.2010, 15:50 Uhr

Na und, die Zeiten des Urheberrechts sind vorbei. Gewisse Branchen haben's noch nicht gemerkt, aber das Exklusivrecht auf vervielfältigung und weiterverbreitung von Information jeglicher Art muss verschwinden. Klar werden viel weniger 'Künstler' sich ihren Lebensunterhalt mit Ihrer Kunst verdienen können, aber die wirklich guten, und die wirklich leidenschaftlichen werden trotzdem bestehen.


Daniel Eichhorn

09.02.2010, 15:47 Uhr

@ Lucie Braun: Vielleicht nennen sie mich naiv, aber es muss furchtbar sein in ihrer Welt! Hier bei mir in der Schweiz siehts viel schöner aus. Wo leben sie? Da will ich nicht in Urlab fahren.


Gerhard Schnitzler

09.02.2010, 15:40 Uhr

Das klingt jetzt aber wirklich saublöd ,,, Auch wenn ein anderer Kontext vorliegt, die verwendeten Texte sind von jemand anderem geschrieben. Das ist geistiger Diebstahl, und der ist verboten! Grüsse! GS


Dante Eggenberger

09.02.2010, 15:27 Uhr

Besten Dank, Rico Bandle, fuer dieses erhellende Interview. Interessante Debatte. Man darf gespannt sein, wie sich das entwickelt.


Robert Müller

09.02.2010, 14:59 Uhr

Wenn das Internet so toll und frei ist, dann muss man das "Buch" auch nicht einem Verlag bringen. Dann veröffentlich man seinen Text im Internet und lässt ihn dort für alle gratis und ohne Einkünfte (ausser dem einen oder anderen Werbebanner) zum Lesen und für alle anderen zum weiterkopieren!


Lucie Braun

09.02.2010, 14:59 Uhr

diese junge frau sagt ,tut und zeigt uns doch ganz einfach nur das was rund um sie herum gelebt wird. leider ist es doch so, dass wir rundum belogen, betrogen und über's ohr gehauen werden. ganze lügen und betrügen fängt schon in der kindheit an und zieht sich durch's ganze leben, wer nicht mitmacht, bleibt auf der strecke.


tom rubli

09.02.2010, 14:53 Uhr

wenn es eigenständig, einer eigenen logik und geschichte folgt, ist das doch gut so, der inhalt muss doch nur spannend sein und gefallen....(wen intressiert schon langweilige Lyrik....sorry).....wenn von mir stellen kopiert würden wäre das ja toll, für mich eine bestätigung , dass mein text gut und spannend war.....!


Robin Haegele

09.02.2010, 14:28 Uhr

wenn man sagen will, dass es normal sei, andere texte zu klauen, dann soll man doch so konsequent sein und diese texte kostenlos in einem blog oder webseite zur verfügung stellen. aber einerseits texte klauen und copyright - excesse anzuprangern, und gleichzeitig den verleger um copyright und tantiemen bitten, geht nicht auf.


Sibylle Weiss

09.02.2010, 14:22 Uhr

Frau Lanz. Wenn jemand Material klauen will, kann er/sie dies auch ohne Internet tun. Glaube nicht,dass an allem das Internet schuld ist, zumal es im Internet auch sehr viel Lehrreiches zu lesen gibt.


thomas schweizer

09.02.2010, 14:21 Uhr

Hört doch auf mit diesem Moralismus!


Albert Muri

09.02.2010, 14:07 Uhr

Jedes weitere Beharren auf Details, jedes weitere halblegitimatorische Winden des genasführten Feuilletons macht diese Hochstaplerposse noch peinlicher. Zuerst hat das Lektorat versagt, danach sämtliche Kulturredaktionen. Was dauerhaft bleiben wird: Gelächter.


Moni Sigrist

09.02.2010, 13:57 Uhr

Als ich die Kritik zu ihrem Buch las, dachte ich mir - ah wow - ein neues Talent. Wunderschön! - Schade nun diese Nuller Meldung zu diesem Neulingswerk. Ich selber schreibe Lyrik und alles von mir ist echt, ich muss nicht extern nachgucken. Eines ist: Es ist nur peinlich im Auge des Betrachters oder der Leserin oder der Kritiker. Schaut e bissi besser vorher, sie wird es nie mehr tun!


Luzia Keller

09.02.2010, 13:41 Uhr

@oliver keller: herzlichsten Dank, dass Sie meine Zeilen richtig interpretiert haben :-)) Wieso dies jedoch jetzt so hohe Wellen wirft, erscheint mir geradezu bigott zu sein. Die Medien und vorallem das www sind nicht unschuldig an dieser verwerflichen Entwicklung und die Wenigen, welche sich noch an die Regeln halten, werden vom Mainstreamdenken an die Wand gespielt. Wer zieht hier die Grenzen?


Pablo Haller

09.02.2010, 13:25 Uhr

ojehmine! erstens ist ein roman keine seminararbeit, sondern eine auseinandersetzung mit der gegenwart, zweitens, da muss man hegemann recht geben, wären viele grosse werke der neuen literatur ohne plagiate nicht entstanden. burroughs & gysin wurden damit genervt & bellten den kleingeistern entgegen: writers don`t own their words.


Isabel Wirth

09.02.2010, 13:17 Uhr

In der Schweiz machen jährlich tausende von gleichaltrigen Gymnasiasten eine Maturarbeit. Da gibt es einige Talente drunter, die zum Beispiel ein Lyrikband, eine Erzählung oder ein Drama verfassen – nebst dem obligaten Journal, die Zusammenfassung etc. Richtet doch den Fokus auf diese Jugendliche, denn das ist allemal interessanter als die peinliche Rechtfertigung dieser literarischen Diebin.


Dante Eggenberger

09.02.2010, 12:51 Uhr

"Autsch, hab ich jetzt voellig vergessen...!", sprach die ertappte Diebin. Und: "Ich habe nicht, die andern haben auch..." Fast ruehrend, diese Teenager-Ausfluechte. Dies Argument ist auch suess: "Urheberrechtsexzess." Aha! Na dann war's ja hoechste Zeit, dass da mal jemand mit solch ungesunden Angewohnheiten aufhoert und neue Standards setzt. Bin gespannt auf weitere Erklaerungen...


Roland Burkhard

09.02.2010, 12:46 Uhr

Da muss ich Bernadette Hauert recht geben. An jeder seriösen Uni werden die Studenten auf die Plagiats-Problematik aufmerksam gemacht. Copy/paste ist verlockend, es gibt aber auch Software welche die Arbeiten von Studenten mit anderen Publikationen abgleichen. Den Studenten wird das kommuniziert. Von 100 Studenten geraten vielleicht 2 in den Plagiatsverdacht. Ghostwriting ist viel problematischer


Louise Lanzn

09.02.2010, 12:40 Uhr

Es ist absolut normal, dass Blogs/Freunden das Leben einer 17jährigen und somit auch ihr Werk beeinflussen. Es ist natürlich peinlich, dass nicht alle Quellen genannt wurden. Jedoch finde ich es nicht in Ordnung, dass Hegemann hier in vielen Kommentaren in die "will-berühmt-sein"-Ecke abgeschoben wird. Ich will ja dann sehen, welche jungen Autoren der Zukunft NICHT vom Internet beeinflusst sind...


Alex Kleinberger

09.02.2010, 12:35 Uhr

Ich hab ihr Buch zwar noch nicht gelesen, aber ich bin voll begeistert von ihr. Wieder hat die Gesellschaft etwas bekommen, wo sich die Geister scheiden. Im Gegensatz zum Grossteil der Bevölkerung: Anstatt zu kritisieren kreiert sie (mit welchen Mitteln auch immer...) Sie ist der Quentin Tarantino der Literatur.


Marcel Bider

09.02.2010, 12:33 Uhr

In einer Zeit, da nicht nur Studenten, Wissenschaftler und Journalisten ihre Texte und "Recherchen zusammengooglen" wundert es nicht, dass sich ein junges Ding dieser Mittel bedient, um auch ein bisschen Prominenz abzukriegen. Erstaunlich nur, dass wir trotz mondernster Kommunikations- und Informationsmittel keinen Deut gescheiter sind. "Sit dir öpper oder googlet dir euch durchs Läbe?"


Andre Lebon

09.02.2010, 12:08 Uhr

Wunderbar dass die deutschsprachige Welt im Moment kein groesseres Problem wie dieses hat.


Peter Bieler

09.02.2010, 07:34 Uhr

Scheinbar muss klauen eben doch voll OK zu sein. Warum sollte eine kleine, geistig und gesellschaftlich noch nicht Erwachsene kennen müssen, was sich gehört? Die sogenannt Grossen und Gescheiten leben ihr doch vor, dass man am schnellsten ans Ziel kommt, wenn man alle Mittel einsetzt. Legalität lässt sich biegen. Ob Daten- oder Ideenklau... wo liegt der Unterschied?


rosa weinheim

08.02.2010, 23:53 Uhr

versteh ich da etwas falsch, oder müssten denn die kritiker ALLE geschriebenen werke (analog und digital) kennen, oder jeden satz eines buches zuerst mal bei google eingeben?? ou mann, so macht ja lesen dann gar keine freude, wenn man zuerst mal alles in frage stellen und allem misstrauen muss.


hanna friedli

08.02.2010, 21:17 Uhr

Haha, da kommt mir nur "Lila Lila" in den Sinn. Wie verzweifelt muss dieses "Mädchen" auf der Suche nach Anerkennung sein. La pauvre...


bernadette hauert

08.02.2010, 20:39 Uhr

@ Susanna Kim: Zur Berichtigung: Heutige Studis kennen die Problematik mit den Plagiaten sehr wohl und sehr gut (z. B. auch die Gefahr von Plagiaten beim Übersetzen von fremdsprachigen Texten..). Und nichts mit copy-paste: In der Bibliothek sitzen & sich die Zähne ausbeissen an Texten, Klassikern & Wälzern jeglicher Art, ist nach wie vor DIE Arbeitsweise. Viele Grüsse aus der UB...


Alfred Wankdorf

08.02.2010, 18:53 Uhr

Schön. Verlage schreien, wenn Google auch nur eine einzige Seite aus einem ihrer Bücher ins Netz hängt. Aber klaut die Vertrags-Autorin ein Buch AUS dem Internet zusammen, um dann gedruckt zu werden, kann man «darüber streiten». Doppelmoral, einmal mehr perfekt in Szene gesetzt.


Pirmin Meier

08.02.2010, 16:40 Uhr

Vollkommen bedeutungslos, wie sehr viel, was in diesen Nullerjahren als Literatur verzeichnet wird. Jede Zeile Dürrenmatt, selbst wenn sie alkoholisiert geschrieben war, bringt mehr. Mit dem Debütanten oder Kinderbonus sollte nun mal definitiv aufgehört werden. ¨Was ist vom französischen Wunderkind Minou Drouet geblieben?


Hans Brecht

08.02.2010, 15:33 Uhr

Ein Skandal, dass man nun so tut als sei Stehlen eine normale Erscheinung der jungen Generation, mit der man eben leben müsse. Klauen ist nicht Inspiration, sondern Klauen! Das weiss die Diebin selbst am allerbesten. Raison: Wenn in den Medien eine Person hochgejubelt wird, sollte beim Leser eine Alarmglocke schrillen.


Ella Lurino

08.02.2010, 15:06 Uhr

Dies ist nur die logische Fortsetzung dessen, was in der Zeitungsbranche schon lange gang und gäbe ist.


oliver keller

08.02.2010, 15:02 Uhr

@Luzia Keller: mit Ihrem Statement und dem Ausdruck 'Narzissmus' treffen Sie voll ins Schwarze, vielen Dank! Oft kommt es mir so vor, egal, wie lächerlich man sich macht, Hauptsache, einige Tage 'berühmt' zu sein.


Christian Breuss

08.02.2010, 14:46 Uhr

Sie hat einige Passagen vom Internet verwendet, aber das Buch hat Sie geschrieben. Es werden immer wieder Ideen kopiert und weiterverwendet. Und da bitte ich zu unterscheiden. Es werden oft Ideen weiter verwendet. Sie ist eine sehr gute Autorin. Und ich denke das Buch ist für dieses Alter einzigartig. Die meisten Kritiker sind Kreaturen, die es selbst nicht geschafft haben erfolgreich zu schreiben


Lukas Orellano

08.02.2010, 14:37 Uhr

Was für eine Frechheit! Ich habe "Axolotl Roadkill" letzte Woche bestellt und ärgere mich jetzt so darüber, dass ich "Strobo" gleich auch noch bestellt habe. Der Autor hat Unterstützung verdient.


Mario Stankovic

08.02.2010, 14:25 Uhr

In DER "Internet-Community" wird sehr wohl unterschieden, zwischen offenem und dankbaren Mitbenuzten von geistigem Gut und Falschmünzerei. Ich kann mir gut vorstellen, dass Fräulein Hegemann diesen Betrug bewusst gemacht hat.


Ricardo Adriansen

08.02.2010, 14:14 Uhr

Als 'unersättliche Lesseratte' wurde mir eher interessieren (bezugnehmend auf dem Kommentar von Frau Wunderli) welche anderen Tiefpunkte in der Literatur habe ich nicht mitbekommen (wann, wo, Autor, Verlag, Art des Verstosses). Danke im Voraus Frau Wunderli. Was die Kritiker lesen oder nicht zeigt sich deutlich in dem Fall. Meinung: In dem Geschäft die fachmännische Beurteilung hat ausgedient.


Patric Imhof

08.02.2010, 13:57 Uhr

Dumm gelaufen. Ich bin tatsächlich aufgrund den überschwänglichen Kritiken neugierig auf den Roman geworden. Doch hätte ich das Ganze auch ohne den aufgeflogenen Schwindel mit Vorsicht genossen. Wäre sowieso nicht überzeugt gewesen, klassische Underdog Literatur im Stile eines Charles Bukowskis oder Irvine Welsh, geschrieben von einer 17-Jährigen vorzufinden...


Susanna Kim

08.02.2010, 13:29 Uhr

@Wunderli: Eben nicht. Die heutigen Stundenten können praktisch keine Arbeit mehr selber schreiben und recherchieren, alles wird im Internet mit copy/paste abgekupfert. Das ist an Schweizer Unis ein grosses Problem. Zwar gibt es die Plagiat-Policy, aber die meisten Studenten kennen nicht mal den Begriff "Plagiarismus".


Kurt Aegeri

08.02.2010, 13:05 Uhr

Es lässt tief blicken und regt zum Schmunzeln an, und - so hoffe ich für viele Menschen: zum selber denken!


Nia Bee

08.02.2010, 13:04 Uhr

die Stimme eine Kritikers ist nur eine Stimme von vielen. selber lesen, selber urteilen


Luzia Keller

08.02.2010, 12:57 Uhr

Diese junge Frau und ihre 'Arbeitsweise' ist das Produkt der Nuller-Jahre. Wer in einer fast schon paranoid zu nennenden westlichen Gesellschaft voller Exhibitionismus, Gigantismus, Narzissmus etc. aufwächst, hat Mühe zu erkennen, wo die Grenzen von Ethik und Moral zu setzen sind. Die Erwachsenenwelt zeigt den Jugendlichen vermehrt eine Besorgnis erregende Ambivalenz im Sagen und Tun.


Anna Fritz

08.02.2010, 12:53 Uhr

Geklaut ist geklaut. Und ohne gennante Quelle finde ich das als Leser dann schon sehr enttäuschend . Finde es falsch dass das Klauen der Schriftstellerin nun gemäss diesem Artikel für eine ganze Generation herhalten soll.


Max Affolter

08.02.2010, 12:52 Uhr

Eine 17-jährige Wunderschriftstellerin? C'mon, da muss man doch den Kritikern keine Vorwürfe machen. Solche Kritiken liest man ja schon gar nicht. Bevor das zweite Buch erschienen und ein wenige Zeit verstrichen ist, interessiert sich doch kein anspruchsvoller Leser für so einen Quatsch.


Mari Wunderli

08.02.2010, 12:35 Uhr

eher peinlich?- Wenn Kritiker auch nicht mehr lesen und sich weiterbilden wie kann man dann etwas bewerten? An unserer Uni wäre ein Student glatt herausgeflogen wenn man ihn beim Plagiat erwischt hätte- jetzt wird die Authorin noch berühmt und gefeiert? Ein neuer Tiefpunkt in der Literatur.



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