Kultur
Über die Geheimloge der Banker
Von Lukas Hartmann. Aktualisiert am 25.02.2009 33 Kommentare
Lukas Hartmann, geboren 1944, ist freier Schriftsteller und lebt in Bern. Gerade ist bei Diogenes sein Roman «Bis ans Ende der Meere» erschienen. (Bild: Keystone)
Warum äussern sich die Intellektuellen nicht zur Finanzkrise? Weil sie befürchten, dass ihre Meinung als inkompetent gilt? Oder weil ökonomische Zusammenhänge jenseits ihres Interessenhorizonts liegen?
Ich habe mich lange selbst nicht getraut, hier mitzureden. Immer wieder strengte ich mich im Lauf der Jahre an, mir das ökonomische Grundwissen anzueignen, und kam, alles in allem, über die Anfängerstufe nicht hinaus. Ich empfand es als Mangel, so wenig von wirtschaftlichen Zusammenhängen zu verstehen. Natürlich las ich die Zeitungen und bekam mit, was für unwahrscheinliche Gewinne am Finanzmarkt gemacht wurden. Manchmal schalt ich mich einen Narren, dass ich nicht selber irgendwelche gewinnversprechenden Derivate erwarb. Aber die Vorsicht überwog; ich verstand einfach zu wenig, worum es da konkret ging und was mit meinem Geld geschehen würde.
Nun aber, seit dem Fast-Kollaps des ganzen Systems, habe ich begriffen, dass auch die Sachverständigen, die den unaufhaltsamen Gewinnzuwachs predigten, letztlich nicht verstanden, was sie taten. Und es wird immer klarer, dass sie noch heute nicht verstehen wollen, was ihr Handeln oder ihr Wegschauen bewirkte. Mir scheint, nicht nur hier – aber auch hier – kann der Blick von aussen erfassen, was Insider ausblenden oder verdrängen, und ich greife darum drei Punkte auf, die nach meiner Meinung in der ganzen Diskussion zu kurz gekommen sind.
1. Das System in Frage stellen
Das geltende Finanzsystem als Ganzes wurde bisher kaum ernsthaft in Frage gestellt. Es geht offensichtlich bloss um seine Reparatur und darum, möglichst rasch wieder möglichst viel Geld verdienen zu können. Ich meine hier keineswegs, dass der Slogan von der «Überwindung des Kapitalismus» aus der marxistischen Mottenkiste hervorgeholt werden soll. Aber es wäre dringend nötig, die Anreize und die Wirkungsweise der heutigen Zinswirtschaft genau zu analysieren und nach Alternativen zu fragen.
Der Zins, von vielen mit der Rendite gleichgesetzt, ist eine der Antriebskräfte im real existierenden Kapitalismus. Es sind die völlig unrealistischen Renditeversprechen, die das Kredit- und Investitionssystem unmässig aufgebläht haben. Wenn Berater und Kunden sich in gemeinsamer Gewinngier verbünden, dann wird offensichtlich der Verstand ausgeschaltet. Nach aller Erfahrung – und einem Blick auf die Wirtschaftsgeschichte – wissen wir, dass ein Renditeziel, das über 5 Prozent hinausgeht, auf längere Sicht hoch riskant ist. Dennoch will bei uns niemand darüber nachdenken, was es zum Beispiel bedeuten würde, hier prozentuale Obergrenzen – oder zumindest Bandbreiten – vorzuschreiben.
Einer der bedeutenden Ökonomen des 20. Jahrhunderts, Silvio Gesell, hat über solche Zusammenhänge gründlich geforscht. Er sah das Geld als Tausch- und nicht als Hortungsmittel, er forderte die Einführung von «Freigeld» und glaubte, dadurch Konjunkturausschläge verhindern zu können. Gesell wurde zu seiner Zeit von links und von rechts verlacht. John Maynard Keynes allerdings, der grosse Theoretiker der Nachfragepolitik, der heute wieder viel zitiert wird, forderte 1944 für das Bretton-Woods-Abkommen, ganz im Sinne Gesells, eine «umlaufgesicherte» internationale Währung. Das Horten, das spekulative Zurückhalten von Geld sollte mit einer Nutzungsgebühr belegt werden, der Zins bis auf null sinken.
So würde «neutrales» Geld entstehen; und weil dadurch der Geldbesitz nicht mehr im gleichen Mass belohnt würde, hätte dies positive Auswirkungen auf den Geldumlauf. Diese «Umlaufsicherung» würde den ungerechten Vorteil des Geldes gegenüber verderblichen Sachgütern und dem Gut der Arbeitskraft vermindern. Keynes nannte seine Weltwährung «Bancor»; er fand dafür keine Mehrheit. Im Licht der neusten Entwicklungen wäre es an der Zeit, wieder ernsthaft über seine Vorschläge zu diskutieren.
2. Die Psychologie der Banker
Zu wenig nachgedacht wurde bis heute auch über die kollektiven Denk- und Verhaltensweisen der Investmentbanker. Zwar brachte der «Spiegel» eine Titelgeschichte über ihre Schamlosigkeit; er begnügte sich aber damit, Beispiele individueller Masslosigkeit aufzuzählen und damit die allgemeine Empörung zu schüren, und er versäumte es, die sozialpsychologischen Gründe dafür zu durchleuchten. Ich fände es erhellend, die obersten Schichten der Bankenwelt mit Geheimlogen zu vergleichen, die untereinander in komplizierten Codes kommunizieren und gegen aussen das, worum es ihnen wirklich geht, systematisch vertuschen und abstreiten.
Ein solches Verhalten führt, sobald es genügend verinnerlicht ist, früher oder später zu einer Art Autismus, der bewirkt, dass die Aussenwelt nur noch verzerrt oder gar nicht mehr wahrgenommen wird. Was Logenbrüder für richtig halten, wie sie leben, was sie für sich anhäufen, wird zum alleinigen Massstab. Was tut jemand mit zehn, zwanzig, vierzig Millionen Franken, die er pro Jahr erhält? Diese Frage stellt sich gar nicht, solange solche Einkünfte, innerhalb des geschlossenen Zirkels, als normal gelten.
Um die Logenbrüder (auf den Führungsetagen fehlen die Frauen völlig) mit der Realität zu konfrontieren, gibt es nur ein Mittel: Transparenz. Sie müssen, ganz ohne Floskeln und Verschwommenheiten, den «Normalbürgern» erklären, was sie tun und wie sie es tun, sie müssen deutsch und deutlich erklären, wohin das Geld fliesst, das ihnen anvertraut wird, sie müssen nachweisen, woher ihr Lohn kommt und wie sie ihn begründen.
3. Verständlichkeit fordern
Das ist ja, drittens, mein eigenes Bedürfnis: Ich will verstehen, ich fordere Verständlichkeit auf jeder Ebene; und das sollte auch die Politik tun, wenn die Banker nicht fähig sind, ihre Sprache – und damit ihr Verhalten – zu ändern. Verstehen setzt voraus, dass Wörter und Sätze wirklich meinen, was sie bedeuten; Verstehen heisst: Sachverhalte und Zusammenhänge eindeutig erfassen. Verträge und Geschäftsbedingungen, in denen Begriffe wie Credit Default Swaps und Forward Rate Agreement unerklärt bleiben, gehören in den Papierkorb. Auch gegen dieses Bankenkauderwelsch, das zum Jargon der Begehrlichkeit geworden ist, müsste die Finanzmarktaufsicht eigentlich einschreiten. Sie wird es nicht tun; ihre Mitglieder sind Gefangene der Bankeninnensicht und ebenso wenig in der Lage, den Entrüstungssturm über Boni zu begreifen, wie die Führungsgremien der Grossbanken.
Meine Hoffnung, dass unbequeme Ideen von aussen etwas bewirken, ist offengestanden gering. Je verständlicher und einleuchtender sie sind, desto heftiger werden die Insider sie als «unqualifiziert» und «naiv» abtun. Es braucht einen noch grösseren Leidensdruck, bis der Kulturwandel, nach dem jetzt viele rufen, tatsächlich einsetzt.
Die Mitschuldigen werden sich eine Zeitlang hinter rhetorischen Abwehrmauern ducken. Wenn ihre PR-Berater ihnen raten, Zerknirschung zu zeigen, werden sie es tun und allenfalls Sündenböcke opfern, nie aber die Grundlagen eines mit falschen Anreizen gestützten Systems in Frage stellen. Die bankennahen Politiker – es sind viel zu viele – werden in die alten ideologischen Gräben zurückkehren und griffige Massnahmen verhindern, die in ihrer Sprachregelung «den Finanzplatz Schweiz gefährden».
Sobald der nächste Boom an den Börsen einsetzt, wird alles vergessen und verziehen sein; die nächste Spekulationsblase wird in zehn oder fünfzehn Jahren platzen, mit möglicherweise noch schlimmeren Folgen als heute. C'est ça. Auch darum wohl ziehen die Intellektuellen es vor, zu schweigen. Die «durchschlagende Wirkungslosigkeit» ihrer Interventionen ist ihnen allzu bewusst. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 25.02.2009, 22:29 Uhr
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33 Kommentare
Danke für den klaren Worte. Sie fordern also die Abschaffung einer Grundkonstanten menschlichen Handelns: die Gier. Deshalb werden alle Menschen, welche sich eigenständiges Denken erlauben, auch künftig als Kommunisten und Gegner des Kapitalismus abqualifiziert. Zu erwähnen wäre das weltweite Ponzi-System, welches schon bei der Ausgabe auf Betrug der Anleger durch "toxische Papiere" angelegt war. Antworten
leider ist ihr ehrlicher und wahrer kommentar nur ein tropfen auf dem explodierendem vulkan, da die "freie unzensurierte presse" in unserer westlichen "demokratur" nicht einmal im ansatz bereit ist darüber zu schreiben geschweige denn eine diskusion zu entfachen. ich möchte sie ermutigen weiterhin aufklärende berichte verständlich zu verfassen und möglichst breit zu publizieren!!! Antworten
Stimme voll und ganz zu. Man sollte über neue Geld-/Wirtschaftsmodelle wie das "Kaufkraftmodell" (www.das-gibts-doch-nicht.info) diskutieren. Ich gehe darin ebenfalls von zinslosen Krediten aus und sehe den Geldumlauf durch die Einführung von Grundeinkommen als gesichert an. Um den unverschämten Einkommenserhöhungen der Manager Einhalt zu gebieten, bin ich ferner für eine Einkommensobergrenze Antworten
Nachtrag: interessanter Bezug zum Kommenar von Hans Willi: Herr Grübel bestätigt heute dass im Bankensektor aus seiner (aktuellen !!!) Sicht das Geld regiert und nicht die Ethik. Ich frage mich mittlerweile ob der Begriff oder die Disziplin 'Wirtschaftsethik' nicht ein Widerspruch in sich ist und was die Konsequenz für mich sein könnte. Hilfe ! Ein Tip: DVD 'The Corporation' Antworten
Hallo Mirko Varchmin: Die Regeln des Geldes sind nur von Menschen gemacht. und können jederzeit geändert werden. Im Gegenteil - sie funktionieren heute ja völlig anders, als die ganze Schöpfung: es kommt aus dem Nichts und verlangt dafür noch Privat-Steuern (Zins), es verrottet nicht und braucht keinen Lagerplatz. Aber der Wert wird ihm AUSCHHLIESSLICH durch Arbeit oder Beraubung der Natur gegeben Antworten
Silvio Gesell wollte durch Vernunft eine ideale Gesellschaft konstituieren, in der Geld nur Tauschakte vermittele. Geld ist aber keine menschliche Erfindung, sondern ein Gut das entdeckt wurde. Es unterliegt natürlichen bzw. göttlichen Ordnungen, denen wir gehorchen müssen. Gesells Geld ist wie unser babylonisches Geld ein Versuch Naturgesetze zu überwinden und damit nur ein Aufstand gegen Gott. Antworten
Dieser Mann hat mehr kapiert als ein mancher Ökonomieprofessor! Im Grunde alles einfach, aber der Faktor Mensch und seine Abgründe eben. Nun, Leute, wisst ihr wie moderne Kriege entstehen und was eines jeden einzelnen Tat dazu beiträgt oder hilft zu verhindern. Denkt nach und wollet weniger! Antworten
Kurz, es braucht nach all den Humankatastrophen mit den immer noch vorherrschenden Versagermodellen auf Grund von intellektuellen Denkkatastrophen, an Stelle reelle Menschen verachtender Organisationsformen, LebensErfüllende Plattformen - http://lepch.think-systems.ch/web_log.htm Antworten
Herzlichen Dank, Lukas Hartmann, für den hervorragenden Artikel. Ebenso dem Tagi für dessen Publikation. Wie lange wird es noch dauern, bis auch die "allergrösste" Presse (NZZ, Weltwoche) es wagt, derart grundlegende Kritik zu publizieren, und nicht nur im Kultur- sondern im Wirtschaftsteil? NB: Kennen Sie Thomas Brändle und seinen Kriminalroman: "Das Geheimnis von Montreux"? Sehr zu emfehlen! Antworten
Treffende Analyse und, oh Schreck, das Fazit schon Tatsache. Bankenpraesident Aussage; "Causa UBS Einzelfall", von neuem UBS Boss Gruebel uebetroffen; "Die Banken trifft keine Schuld". Vorwaerts wie bisher! Wen interessiert Volksmeinung?! Kasten setzen sich ueber alles weg.Bis es brennt, wie in Athen.Lebe in GR und kenne die Gruende.Wer stiehlt wird bestraft. Ja? Nicht die im Nadelanzug.Weltweit. Antworten
wie soll denn das funktionieren ohne zins? mein erspartes nimmt dann immer ab, wenn es teuerung hat. ich werde also bestraft fürs sparen? wie soll ich mir dann je ein eigenheim leisten können? und wenn ich eine firma gründen will, zuerst aber forschen möchte und dann ein medi gg. zb. krebs entwickle, was ein risiko ist, wer soll mir dann geld geben, wenn ich keinen zins bezahlen soll? Antworten
„Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.“ Rothschild, 1863 Antworten
das Problem scheint mir auch dass es schlicht unmöglich dass dasselbe System das uns in diese Situation geführt hat sich quasi selber heilen könnte. Nur wenige in unserer Regierung und Parlament dürften Massnahmen unterstützen die grundsätzliche Änderungen bewirken würden (Macht und Geld sind Geschwister). Und die Frage ob wir es fertig bingen die Gier zu kontrollieren . . na ja , wohl kaum Antworten
Es wird sich nie etwas aendern. Mensch bleibt Mensch. Und jeder, der vom "slumdog" zum Topdog verwandelt wuerde, wuerde wie ein Topdog handeln. Im Uebrigen sind die Finanzleute und ihre Geschaefte sehr einfach strukturiert, weshalb sie mit nichts sagenden Flosken blenden und taeuschen. Ab/Zocken ist nichts mehr als Ab/Zocken. Wir ueberschaetzen diese Branche und ihre Exponenten vollkommen. Antworten
Die KIrche hat sich mit Papst Benedikt XIV. und seiner Enzyklika "Vix Pervenit" aus dem Jahre 1745 zum letzten Mal vehement gegen den aufkommenden Superkapitalismus gewehrt. "Jeder Gewinn, der die geliehene Summe übersteigt, ist deshalb unerlaubt und wucherisch." Vorbehalten sie die erlaubten Unternehmensbeteiligungen. Antworten
Danke Herr Hartmann. Um aus dem Schlamassel zu kommen gibt's Ansätze: Offenlegung aller Parteienfinanzierungen, Abhängigkeiten von Politikern, Eindämmung des Lobbyistentums (Schmiergelder), Wahl von Persönlichkeiten welche Vertrauen erwecken (wie zB. Schneider Ammann, Jean Ziegler, Somaruga, Widmer-Schlumpf usw.), Frauen in Politik und Wirtschaft. Nur 10% der Verbrecher sind Frauen. Antworten
hallo, ich selber bin berufsmässiger theaterschaffender in baden. dass die "gescheiten" und die kulturleute nicht auf die kriese reagieren stimmt nicht. zumindest in meinem fall. wir haben bereits letztes am 1. märz mit unserem stück "the money the woman and the banker" premiere gehabt. soeben wieder aufgenommen in baden. leider hat der tagi nie darau reagiert. marc palino Antworten
Herr Hartmann. Gratulation zu Ihrer Intuition. Nicht nur die oberen Schichten der Bankenwelt, sondern viele Banker und unterrangige Händler sind tatsächlich Mitglieder von Logen. Dor werden zum Teil sehr abstruse, esoterische Weltentwürfe gezeichnet. Forschen Sie mal nach! Antworten
Die Intellektuellen schweigen, da sie selbst von der Krise und deren Heftigkeit überrascht worden sind. Zudem scheint mir, dass sie immer noch in jener geistigen Kluft stecken, die das Ende des Kommunismus gebracht hat. Einen wesentlichen Punkt hat Herr Hartmann jedoch vergessen: Die Ausbildung der zukünftigen Generation der Elite. Solange hier kein Umdenken stattfindet, sehe ich schwarz. Antworten
Das System in Frage stellen! Welch ein grosser, aber längst fälliger Tabubruch. Systemkritische Stimmen gab und gibt es viele, aber Medien, die den Mut haben sie abzudrucken fast keine. Stattdessen empört man sich über Boni. Danke Tagi. Und Danke Herr Hartmann für einen hervorragenden Aufsatz. Siehe auch Wikipedia: Bernd Senf oder Wörgler Geldexperiment Antworten
Die Pensionskassen sind auf Anlagen bei den Banken angewiesen. Mit6 diesem Artikel wird gezeigt, dass normales Verwalten duch die Banken eigentlich gar nicht möglich ist. Ergo müssten jetzt auch die Pensionskassen zu denken beginnen. Die ganze BVG-Gesetzgebung it nämlich ein Schönwetterprogramm! Aber was machen die PK's in der Schweiz? Sie denken sich Sasnirungsmassnahmen aus, schön brav nach BVG! Antworten
Herr Hartmann, ich kann Sie beruhigen. Ich habe Ökonomie studiert. Deshalb weiss ich einerseits, dass ich nichts weiss. Ich weiss aber auch, dass es die anderen kaum besser wissen. Ihre Analyse ist im Grundsatz korrekt: Es gilt, auch im Bankensystem das öffentliche Wohl vor das private zu stellen. Die Generation der "psychologisch versauten Banker" müssen wir überwinden. Lesen Sie dazu "CITYBOY". Antworten
Mit Worten wie "Geheimloge" und "Codes" wird ein organisiertes Verhalten impliziert, das so nicht stattfindet. Die gemeinsame Triebfeder ist die Gier, sowohl auf der Finanz- als auch auf der Politik-Seite. Zugelassen wird sie vom Bürger, der sowohl Geldgeber als auch Wähler ist. In seiner Naivität "die wissen schon was sie tun" vernachlässigt er seine Aufsichtspflicht. Und bezahlt, und bezahlt... Antworten
Danke Herr Hartmann für diesen sehr guten Beitrag! Wichtig wäre noch hinzuzufügen, dass auch die Medien endlich verstehen lernen müssten, worum es eigentlich geht. Das sich Festbeissen an einer UBS verschafft dem Volk ein Gefühl von "Brot und Spiele". Es geht aber auch um das Gesundheitswesen usw. usf. Eine geschmierte Politik kann gar nicht gegen, die Hand die sie füttert, vorgehen. Antworten
Die Bankenwelt ist eine kriminelle Kravatten-Welt. Das kann jeder lernen, der in einem KV war. Die Banken finanzieren u.a. die Kriege dieser Welt, und Bankgeheimnisse schützen die Mafia und die Diktatoren. Diese Gedankengänge über die kriminelle Bankenwelt sind im KV und an der Handelsschule aber verboten. Es ist schon komisch, dass diese Massenmanipulation nie zur Sprache kommt. Antworten
Bravo! Nicht resignieren, aber auch nicht zurückwünschen, was nicht funktioniert, sondern innovativ nach vorne blicken, einen ökonomischen Pluralismus im Weltbild zulassen, diverse Alternativen zum Kapitalismus suchen, debattieren... und ausprobieren! Für eine ökologisch nachhaltige Wirtschaft, welche von der direktdemokratischen Vernunft des mündigen Bürgers selbst bestimmt wird. Antworten
Das kann jeder "normal denkende" Mensch unterschreiben. Ich glaube nicht, dass ich dazu Intellektueller sein muss. Es reicht gesunder Menschenverstand. Dieser ist den Insidern einfach abhanden gekommen oder er wurde ihnen in St. Gallen weg gebrannt. Es gibt da so viel ich weiss auch einen Lehrstuhl für "Wirtschafts-Ethik" ..... aber wohl leere Sääle bei den Vorlesungen. Antworten
Die meisten Menschen haben naive Vorstellungen von Wirtschaft. Es gibt kein System, das einen free lunch garantiert. Gesell ist interessant, aber betrachtet die Sache viel zu eng. Hier anfangen: http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/Der-Kapitalismus.pdf und hier weiter http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/Martin-Symp.pdf Antworten
Ich kann Herr Hartmann zu seinem Aufsatz nur gratulieren. Ich habe vor 15 Jahren an einer Fachhochschule Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft gelehrt. Das mir damals angeeignete Wissen hat mich damals und nun seit Jahren immer wieder daraufhinweisen lassen, dass das Gebaren unserer Banken und Geldinstitute die ganze Volkswirtschaft in den Ruin führen wird. Nun hilft nur ein völliger Neubeginn. Antworten





Karl Quartz
Alle Anfänger der Ökonomie kommen mit dem alten Silvio (ich damalas auch), trotzdem ist die Quelle und das Fundament des Zinses der kapitalistische Profit und nichts sonst und vorallem nicht umgekehrt. Nur mit dieser Einsicht lässt sich die gegenwärtige Krise überhaupt verstehen, auch wenn damit noch kein Bankgeschäft oder fiktives Kapital erklärt ist. Antworten