Kultur

Der See, der 1762 Bauern vertrieb

Aktualisiert am 18.03.2011 4 Kommentare

Jeden Freitag präsentiert baz.ch/Newsnet Fundstücke aus dem Archiv der Fotostiftung Schweiz. Heute: Hans Staubs «Sihlsee»-Reportage.

1/15 1932 hat man mit dem Bau des Stausees begonnen, 1937 wurde das Tal geflutet. Die Kühe beobachten das Schauspiel. Im Hintergrund das Viadukt von Willerzell.
Bild: © Hans Staub / Fotostiftung Schweiz

   

40 Jahre Fotostiftung Schweiz

Die Fotostiftung Schweiz, 1971 gegründet, setzt sich für die Erhaltung, Erschliessung und Vermittlung von fotografischen Werken ein. Sie betreut ein Archiv und eine Sammlung, organisiert jährlich drei bis vier Ausstellungen in ihren eigenen Räumen in Winterthur, gibt Publikationen zur Schweizer Fotogeschichte heraus und unterstützt das aktuelle Fotoschaffen durch Ankäufe.
www.fotostiftung.ch

Im Jubiläumsjahr präsentiert baz.ch/Newsnet in Zusammenarbeit mit den Kuratoren der Fotostiftung jede Woche eine Bildstrecke mit Fundstücken aus dem Archiv.

Stichworte

Hans Staub ist einer der grossen Schweizer Fotoreporter, der mit seinen Fotoreportagen in der Zürcher Illustrierten zahlreiche Facetten des Schweizer Alltags dokumentierte.

Besonders angetan hat es ihm der Sihlsee, ein Stausee im Hochtal von Einsiedeln. 33 Meter hoch und 124 Meter lang ist die Staumauer, die die Sihl bändigt. Würden die Talsperren zerstört, wären Teile der Stadt Zürich binnen zweier Stunden teilweise acht Meter unter Wasser.

Die Reportage zur Umsiedelung von etwa 1800 Menschen und 250 Güter auf dem Gebiet des heutigen Sihlsees sowie die Entstehung des Stausees in den 1930er-Jahren hat Hans Staub über Jahre hinweg begleitet. 1762 Menschen mussten dem See weichen, 55 Landwirtschaftsbetriebe sind vollständig verschwunden, bevor das Tal 1937 geflutet wurde. Die ausgewählten Bilder dieser Strecke zeigen Szenen des Auszugs und Umzugs von Familien sowie die Veränderung der Landschaft durch das Stauseeprojekt.

(dj)

Erstellt: 18.03.2011, 14:51 Uhr

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4 Kommentare

Ulrich Kaiser

20.03.2011, 14:14 Uhr
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Eben, und solch eine VERTREIBUNG könnte, geht es nach dem Willen von gewissen Parteien, bald wieder geschehen, wenn neue Staudämme gebaut werden sollten, um die AKWs zu ersetzen. Ist ja entsetzlich, wie man so etwas tun konnte. Antworten


Maya Ryser

20.03.2011, 19:29 Uhr
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@Ulrich Kaiser: Nun ja Herr Kaiser - auch ich lasse mich lieber atomar verstrahlen als in ein neues Heim einzuziehen... entsetzlich, wie man so etwas tun kann. Antworten




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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.