Kultur
Einmal selber Wetter machen
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«2 Grad. Das Wetter, der Mensch und sein Klima» wurde vom Deutschen Hygiene-Museum Dresden gestaltet und bereits gezeigt. Für das Gastspiel in Basel wurde die Ausstellung mit Schweizer Aspekten ergänzt; etwa ein Drittel der Exponate stammt aus der Schweiz oder hat einen Bezug zu ihr, wie die Aussteller am Donnerstag in Basel mitteilten.
In der Ausstellung sei kein Platz für Weltuntergangsszenarien, es gehe vielmehr um Information, sagte Albert Kesseli vom Trägerverein vor den Medien. Szenisch dargestellt werden etwa Versuche des Menschen, sich dem Wetter anzupassen und dieses zu beeinflussen. Oder es werden Sturmjäger, die Tornados folgen und filmen, vorgestellt.
In verschiedenen Installationen ko?nnen die Besucher mit einfachen Armbewegungen selbst Wolken formen, Wind erzeugen, einen Tornado auslo?sen und Blitze entstehen lassen.
Vom Wetter zum Böög
Auch historische Aufzeichnungen des Basler Wetters ab Januar 1755 sind zu sehen. Von der Kraft des Blitzes gezeichnet ist eine 100 Jahre alte Weisstanne, ein weiteres Exponat. Der ebenfalls präsentierte Kopf des Zürcher Böög ist Beispiel für die Bedeutung, die das Wetter in den Traditionen der Menschen hat.
Der Ausstellungstitel wählten die Macher, da die globale Klimaerwärmung laut Experten nicht mehr als zwei Grad erreichen darf, weil sonst unvorhersehbare Prozesse drohten. Informationen zu Klimapolitik, -forschung und -wandel werden auch in zahlreichen Begleitveranstaltungen vermittelt.
Die Veranstalter erwarten in den rund sechs Ausstellungsmonaten bis zu 70'000 Besucher. Die Schau im Kunstfreilager Dreispitz im Basler Dreispitzareal dauert bis zum 20. Februar 2011. (stu/sda/)
Erstellt: 19.08.2010, 15:51 Uhr




