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Faule Geisteswissenschafter: Weshalb Blocher recht hat
Von Rico Bandle. Aktualisiert am 02.03.2010 133 Kommentare
Rico Bandle, Leiter Kultur und Unterhaltung baz.ch/Newsnet.
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Christoph Blocher bei Roger Schawinski auf Radio1:
Die vielen Soziologen und Geisteswissenschafter nehmen den Weg des geringsten Widerstandes, am Schluss kann man die Horden von Absolventen für nichts gebrauchen. So der Vorwurf von Christoph Blocher auf Radio 1. Diese Bequemlichkeit sei die Ursache für die grosse Nachfrage nach deutschen Spezialisten, nach Chemikern und Ingenieuren.
Wir, die das kulturelle Erbe der Menschheit pflegen, sollen faul sein? Eigentlich wollten wir es ja für uns behalten: Doch Blocher hat recht.
Der Weg des geringsten Bildungs-Widerstandes beginnt bei der Wahl des Gymi-Typs. Vor der Maturitätsreform waren D und E (neusprachiges und Wirtschaftsgymnasium) die mit Abstand meistgewählten Typen. Nicht etwa, weil sich besonders viele junge Leute für Wirtschaft oder Sprachen interessierten, sondern weil diese Typen versprachen, am lockersten die Matura zu erlangen. Wem Latein zu anstrengend und Mathematik zu kompliziert war, dem blieben nur noch diese Typen übrig. Die Lehrer bestätigten einhellig: Das Niveau dieser Typen war im Vergleich mit den anderen wesentlich tiefer. Als Gymnasiast befiel einen an freien Nachmittagen zuweilen ein schlechtes Gewissen, wenn man hörte, welcher Arbeitsbelastung die Kollegen ausgesetzt waren, insbesondere jene, die eine Berufslehre absolvierten.
Bei der Studienwahl teilte sich die grosse Gruppe der Faulen in zwei Hälften: In jene, die trotz aller Bequemlichkeit an Karriere und Geld dachten und jene, denen Karriereaussichten egal waren. Erstere studierten Wirtschaft oder Recht, die anderen Soziologie oder Geisteswissenschaften. Anstrengende, zumeist technische Studiengänge bleiben der kleinen Minderheit der Fleissigen und Hochbegabten vorbehalten.
Die schönste Zeit des Lebens
Doch sind geistes- oder sozialwissenschaftliche Studiengänge wirklich so locker, wie das gesagt wird? Seit der Bologna-Reform sollen die Zügel dem Vernehmen nach etwas gestrafft worden sein, früher jedenfalls brauchte man bei den Geisteswissenschaften den Geist in erster Linie um auszuhecken, wie man sich durchmogeln kann; wie mit dem kleinstmöglichen Aufwand die maximale Anzahl an Punkten zu ergattern waren. In den Seminaren ging es eher darum, wer mehr Fremdwörter in möglichst verschachtelten Sätzen aneinanderreihen konnte, als wer sich mit dem Thema tatsächlich auseinandergesetzt hat.
Unter den Studenten kursierte der Witz: «Weshalb stehen Geisteswissenschafter täglich um sechs Uhr auf? – Weil um halb sieben die Läden schliessen.» Ganz falsch war dies nicht, man konnte selbst Nachmittagsvorlesungen verschlafen – das Testat erhielt man schon noch irgendwie. Nur: All die Philosophen, Germanisten, Soziologen etc. lagen bei Uni-Abwesenheit und in den langen Ferien nicht dauernd im Bett herum, die meisten engagierten sich anderweitig. Sei es, dass sie einem Job nachgingen, unbezahlte Projektarbeit machten, sportlich oder musikalisch durchstarteten oder was auch immer. Genau: Was auch immer. Denn in der Studienzeit war man kaum Zwängen ausgesetzt. Wusste man seine Freiheiten zu nutzen, war die Studienzeit die schönste Zeit, die man sich vorstellen kann. Dass einem dies Blocher Jahre später als Faulheit vorhält, damit kann man gut leben.
(baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.03.2010, 10:17 Uhr
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133 Kommentare
Kaum ein Kommentar scheint die Zusammenlegung der Sozial- und der Geisteswissenschaften in eine Kategorie zu thematisieren; sowie die Tatsache, dass quantifizierende Sozialwissenschaftler sowohl sprachlich-interpretative als auch höhere rechnerische Kompetenzen schulen können - was wohl keine so schlechte Mischung auf einem diesbezüglich halbwegs informierten Arbeitsmarkt wäre? Antworten
@Sacha Saxer 02.03.: ich pflichte Ihnen bei, dass die Selektion bereits in der Sek-Stufe beginnt und wirklich vernachlässigt wird. Mein Sohn wäre beinahe am Französisch gescheitert bei der Aufnahmeprüfung ins Gymi und erst nach dem zweiten Anlauf klappte es. Er brillierte bei Mathe und ging als einziger seiner Wirtschaftsklasse nach der Matura an die ETH, Elektrotechnik, macht jetzt den Bachelor. Antworten
Langsamkeit & Gründlichkeit sind mit der Bolognareform passé. Dafür gilt es innert kürzester Zeit Informationen aufzunehmen, zu analysieren und aufzubereiten. 5 Referate, 2-3 Arbeiten plus Prüfungen sind normal, der Druck - v.a. wenn man nebenher arbeiten - ziemlich hoch. Vorbei die Zeiten des süssen Nichtstuns. Gerade deshalb denke ich, dass die GW meiner Generation Jobs finden. Antworten
Die vergleichende Fragestellung, die hier vorgenommen wird, zielt an der Sache vorbei, ja verkennt die Grunddifferenz zwischen den klassischen Phil. I Fächern & wirtschaftlich-technisch oder mathematischen Disziplinen. Wer Philosophie oder Geschichte studiert, traniert sich im Studium die Tugend einer - wohlverstandenen - Langsamkeit & Gründlichkeit an, die sich oft nicht sofort monetär auszahlt. Antworten
Wieso soll in diesem Fall die "marktwirtschaftliche" Selbstregulierungskraft nicht Lösung genug sein? Schliesslich ist die Attraktivität die Summe verschiedener Faktoren. Sollte sich in den nächsten Jahren die Jobsuche weiter erschweren, wird die Attraktivität für dieses Studium eber wieder abnehmen. So einfach ist das! Das "Problem" löst sich von selbst. Antworten
Hätte Herr Blocher sich mehr mit der Geisteswissenschaftt beschäftigt, würde er eventuell nicht immer solche pauschalen Aussagen von sich geben. Der Mensch als Gesellschaftswesen funktioniert leider meistens etwas komplexer als eine Maschine. Und gerade für die Verarbeitung gesellschaftlicher Prozesse, wie der sog. "Überdeutschung" sollten vermehrt differenzierte Aussagen miteinbezogen werden. Antworten
Rico Bandle hat offenbar selbst nicht Soziologie studiert, sonst wüste er, dass es bei statistischen Auswertungen relevant ist, sämtlich Daten abzubilden. Sie sollten erwähnen, dass Ihre Statistik nur fürs erste Jahr nach dem Studium gilt. Fünf Jahre nach dem Studiumsabschluss sind sogar weniger Geistes und Sozialwissenschaftler arbeitslos als Naturwissenschafter (siehe http://bit.ly/9deTX5). Antworten
Gerade eine Gesellschaft, die sich hauptsächlich nach wirtschaftlichen Normen richtet, braucht Geisteswissenschaftler dringender denn je. Die Wirtschaftskrise,Klimawandel, "Konflikte" mit islamischer Welt etc. sind Probleme, die nicht nur wirtschaftlich oder politisch gelöst werden können. Unsere Gesellschaft braucht Leute, die die Fehler, die der Mensch seit Jahrhunderten wiederholt, erkennen. Antworten
Nur eine kleine Randbemerkung: Personen mit einem Tertiärabschluss - egal ob technisch, sozial- oder geisteswissenschaftlich - sind in der Schweiz ganz generell am wenigsten von Arbeitlosigkeit betroffen. Bei manchen Kommentaren könnte ja direkt der Eindruck entstehen, also ob sich im RAV vor allem Ethnologen und Soziologen die Klinke in die Hand gäben. Antworten
Ich stehe kurz vor meinem Psychologiemaster. Mein Studium habe ich nicht wegen des später zu verdienenden Geldes oder eines weissen Kittels gewählt, sondern (oh Wunder) aus INTERESSE! Ich hätte genausogut Architektur studieren können, aber wozu wenn es mich nicht interessiert?! Der Aufwand ist dank Bologna nicht mehr viel kleiner bei uns Geisteswissenschaftlern, das Argument hinkt stark! Antworten
Blocher&Co übersehen gerne was denen nicht passt.Vielfalt und verschiedene Ansichten in einer Branche sind bereichernd.In der IT kenne ich Biologen,Physiker,lic.phils und viele mit handwerklichen Hintergrund ('angelernt').Die technischen Hintergründler sehen sehr selten Zusammenhaenge,das grosse Bild.Und denken ausserhalb ihres Metiers können sowieso nicht.Die Zukunft ist (auch) interdisziplinär. Antworten
Die Welt ist gross und weit und wer sich heute daran macht, festzulegen, wieviele Sozial- und Geisteswiss. "es braucht", beginnt mit dem planwirtschaftlichen Blödsinn! Relevant ist eben, was man daraus macht. Ein selbstbestimmtes Berufsleben beginnt mit kreativen Ideen und konstruktiven Lösungen und nicht mit der Frage, wieviel "es (im Moment gerade aus Sicht der SVP) braucht". Antworten
C.B. ist für Marktwirtschaft: Firmen müssen sich behaupten oder untergehen. Mit der Berufsausübung soll es nun anders sein, der Staat soll eingreifen, wie in den Diktaturen? Wenn schon Vorgaben, dann in der Bergrenzung der Stundenansätze von Juristen und den Taggeldern von Politikern. Wie länger sie ein Problem ungelöst lassen, umso mehr Geld kassieren sie. Das weiss jeder Bürger ohne zu studieren Antworten
Ich studiere Geisteswissenschaften, arbeite mehr als 50% um mein Studium vollständig zu finanzieren, habe mich jahrelang in Jugendverbänden engagiert und empfinde den Vorwurf als Beleidigung und Frechheit gegenüber allen, die nicht Tochter/Sohn von Beruf sind ... Bezügl. Technik: Wie wäre es, bereits in der Primarschule Mädchen in Bereichen Technik und Mathe zu fördern, statt zu lamentieren? Antworten
"Die grosse Allgemeinbildung ist tatsächlich ein Plus der Geisteswissenschafter" Das ist ein Mythos, der ja vom ursprünglichen Tagi-Artikel selber widerlegt wurde: Immer schön nichts tun und dann geschickt minimal abschliessen. Da sammelt sich keine Allgemeinbildung an. Und: Die Ingenieure, die ich kenne, haben die bessere Allgemeinbildung als die Gesteswissenschaftler. Die lesen nebenher mehr. Antworten
Finde diese Behauptung das absolut Letzte! Musste mir mein Studium selber finanzieren und habe mich als Kassensklave zu einem Hungerlohn abgeschuftet, um dann Abends nachhause zu kommen und zu büffeln! Von wegen faul! Im gegensatz zu anderen Fachrichtungen (bsp. Wirtschaft) gibt es für Geisteswissenschaften keine Fachhochschulen und dergleichen, was den hohen Prozentwert erklärt! Antworten
Mal nur ein Gedankenanstoss: In jeder Sozial- oder Geisteswissenschaftlicher Klasse findet man Leute die nicht dahinter stehen, die es einfach mal machen, aus Faulheit oder Interesse sei mal dahingestellt. Ein Ingenieurstudium macht keiner nur als "bessere Alternative" oder aus persönlichem Interesse, da man zu sehr in eine Richtung gedrückt wird. Ich bin trotzdem gerne Ingenieur :-) Antworten
@Hagspiel--bin mit ihnen absolut einverstanden---ich glaube blocher zielt eher auf leute in sozialdepartementen etc, evt auch juristen wie Bolzli, die im asylwesen etc "kohle" machen (urteil weiterziehen, ist ja eh immer bezahlt, rechnen sie mal wenn der nur 100/std hätte)--klar dass da viele auf ingenieur verzichten (der kann nicht einfach 450/std verlangen) Antworten
Habe Phil I studiert & genügend Praktikas & Nebenjobs absolviert & habe nach dem Abschluss nun mehrere Jobangebote aus der Finanz- und Beratungsbranche vorliegen. Phil I verpflichtet zur Selbstverantwortung, wer dies nicht auf sich nehmen will/kann; soll ein strukturiertes naturwissen. Studium wählen. Aber bitte nicht klagen wenn man nach dem Phil I Studium kein Job findet. Selber Schuld! Antworten
Bei 20-Jährigen ist es zu spät, um sie in die Ingenieurwissenschaften zu locken. Ich meine, dass man dafür schon als Kind ein Interesse entwickeln müsste. Ich habe einen technikorientierten Vater, der es jedoch verpasst hat, mich schon sehr früh dafür zu begeistern. Mein frühes Interesse an Geschichte und fremden Ländern hat dazu beigetragen, dass ich Geistes- u. Soz.wissenschaften studiert habe. Antworten
Jugendliche haben ein gesundes Interesse an Gesellschaftlich-Geistigem. Im Gymi kommen diese Fächer zu kurz, da schon lange probiert wird, das Technische zu forcieren. Das ist wohl kontraproduktiv. Drum plädiere ich für eine Umgewichtung: Im Gymi mehr Geistiges! Man weiss dann bald genug darüber und studiert anschliessend gerne ein solides Ingenieur-Handwerk. Das wär entwicklungspsychologisch klug Antworten
Ingenieure, Techniker und Chemiker werden schlecht bezahlt, weil es genug davon hat. Das ist Marktwirtschaft! Hätte es zu wenige würden die Löhne steigen. Also gilt: NIdriger Lohn von technischen Spezialisten, ergo hat es genug davon, ergo muss man nicht mehr ausbilden oder aus dem Ausland holen, ergo braucht es das PFK nicht, also muss man es sofort künden, da es keinerlei Vorteile verspricht. Antworten
Leider ist es so, dass heute auch ein naturwissenschaftliches Studium keine feste Anstellung mehr garantiert. Ich kenne massenweise Biologen und Physiker, die arbeitslos sind, oder in gebietsfremden Stellen vor sich hinwerkeln und darauf hoffen, dass es doch noch iergendwann mti einer "richtigen" Stelle klappt. Es hat auch nicht jede/r die Begabung zum Ingenieur. Antworten
Wir haben zuwenig Ingenieure, weil technische Berufe geringeres Ansehen haben und auch schlechter bezahlt sind. Ein Ingenieur kriegt oft einen Werkvertrag und wird für den Erfolg bezahlt, macht er Fehler kriegt er sein Geld nicht oder wandert gar ins Gefängnis. Ein Jurist hat diese Probleme nicht, er muss keinen Erfolg garantieren, es wird auch niemand mit ihm über die Stunden diskutieren wollen. Antworten
Ein weiterer Bereich, in dem das Land völlig gespalten ist. Was ist Arbeit? Für den Grossteil wohl, sich ausbeuten zu lassen. Für den kleinen Teil der Geisteswissenschafter wohl eher sich positiv einbringen. Das bringt in einem Land wie der Schweiz kaum Geld, aber Essentielles, das verwertbar ist. Wie arm sind wir, die wir uns fast alles verbieten lassen, wenige lesen ein Buch, spielen Schach? Antworten
@D. Wunderli: Ich behaupte, dass die heutige Krise nicht so ausgefallen wäre, wenn mehr Historiker und Soziologen auf Kosten der übermässig vielen Wirtschafter ein Wort mitzureden gehabt hätten. Die gesellschaft braucht alles. Und dass sie behaupten, man studiere fast gratis, ist schlicht ignorant. Antworten
wie wäre es mal mit einer etwas differenzierten Sichtweise des Tagis und der meisten selbsternannten Schreiberlinge hier? Ohne Geisteswissenschafter keine Journalisten, keine Presse, keine Pressefreiheit, keine Demokratie. Wie sehen die Arbeitslosenzahlen bei Architekturstudenten aus? Antworten
Diese Statistiken sprechen eine eindeutige Sprache und das schon seit Jahren. Jeder weis, dass es in der Schweiz vor allem an Ingenieuren und Chemikern mangelt und deswegen solche Leute zu Hauf im Ausland rekrutiert werden müssen. Da frag ich mich schon was der Grund sein kann, ein Studium zu absolvieren von dem man schon zum vornherein weis dass nachher kaum eine entsprechende Arbeit zu finden is Antworten
Betrachte ich die Statistik mit den % Zahlen sind die Sozialwissenschaftler knapp dopplet so viel arbeitslos wie wirtschaft,Nat.Wissenschaft oder Technik. Rechne ich hingegen die Anzahl der Studierenden um so sieht es drist aus: Etwa 3300 arbeitslose Soziale zu 750 Wirtschaft, 730 Nat.Wiss. und 435 Techniker. Da sieht man wer die Arbeitslosenkasse am meisten belastet. Antworten
Es ist die berühmte Diffamierung der Intellektuellen von rechts. Hatten wir das nicht schon einmal? Wann war das? In den dreissiger Jahren? Und was geschah danach? Dass dies nicht mehr geschieht - genau dazu braucht es die Geisteswissenschaften. Heute, in einer Zeit, in der sich faschistoide Tendenzen in gewissen naturwissenschaftlich orientierten Unternehmen breit machen - mehr denn je. Antworten
Schaut euch doch mal die Grafiken an. Da stimmt doch tatsächlich etwas nicht. Kann mir jemand schlüssig erklären, weshalb wir mehr als doppelt soviele Menschen in Geistes- und Sozialwissenschaften ausbilden als in den exakten Wissenschaften? Ist das ein gesellschaftliches Phänomen? Hat Blocher am Ende doch irgendwie recht? Antworten
Ach, sie denken also die Geisteswissenschaftler soll man dazu zwingen Ingenieure zu werden? Kein halbwegs intelligenter Mensch macht ein technisches Studium, und daran sind die netten Chefs wie Blocher schuld. Ein technisches Studium ist aufwendig, genauso wie der Beruf, aber der Lohn ist vergleichsweise zu JUS oder Wirtschaftsstudenten gering. Zahlt den Ing. mehr und es wird wieder mehr geben. Antworten
Blocher diffamiert sich wieder einmal selbst: Geistes- und Sozialwissenschafter tragen durch ihr Denken, durch ihre Theorien viel zur Gesellschaft bei. Und übrigens wird, wer sich gut verkauft auch in der Wirtschaft gebraucht. Zu unseren Kernkompetenzen gehören Kommunikation, Präsentationen (also Verkauf..), riesige Datenmengen in kurzer Zeit zu verarbeiten, kritisches Denken, Sozialkompetenz etc. Antworten
Während dem Gymnasium wurde einem gesagt, man solle die Ausbildung machen, die einem Freude bereitet und so sah ich von einem (dazumals) lukrativen Bankenpraktikum ab. Um das geisteswissenschaftliche Studium zu finazieren habe immer 50% und mehr gearbeitet und stehe nun trotz super Abschlussnoten trotzdem arbeitslos da. Und jetzt soll ich auch noch FAUL sein? WIE BITTE? Antworten
Wir sollten in der Schweiz eher die Ausbildung zu Investment-Bankern und die gesamte Uni St. Gallen mal genau unter die Lupe nehmen. Dann sähe man mal, wo die "faulen Säcke" wirklich sitzen, die sofort Geld sehen wollen, kaum haben sie einen Strich gemacht! Antworten
Herr Blocher, beschränken Sie ihre Kommentare auf Dinge, von denen Sie auch etwas verstehen. Solche Aussagen haben absolut nichts mit der Realität dieser Wissenschaften zu tun. Nur ein Ignorant misst den Nutzen einer Wissenschaft an ihrer wirtschaftlichen Eignung oder der härte des Studiengangs. Betreiben Sie weiterhin billige Politik, das können Sie am besten. Antworten
@ Dan Wunderli: "Studieren ist praktisch gratis...": Das stimmt vieleicht für diejenigen Studis, welche Sohn/Tochter von Beruf sind. Für alle Studierenden, die sich ihr Studium mit einem 50%Job(oder mehr) finanzieren müssen und dabei noch 30 Vorlesungen in der Woche besuchen, ist ihre Aussage eine Frechheit und ein Schlag ins Gesicht. Sie sollten sich besser über die heutige Realität informieren! Antworten
@Mustafa Deli: Niemand verordnet Studien. weien sie aber dann nicht erstaunt, wenn der heutige Arbeitsmarkt fuer gewisse Leute kein Interesse mehr hat. Zu Muslimen: Wie steht es mit Kirchenbau in Saudiarabien, Christenverfolgung in Aegypten etc?? ich erwarte, dass sich Muslime gegen diese Verfolgungen stellen, wenn sie denn ernst genommen werden wollen. Ansonsten ist es Doppelmoral. Antworten
Als pensionierter Handwerker würde ich den Neuanfängern eher empfehlen Psychiatrie zu studieren. Wenn dem Chemiker der Reaktor hochgeht, oder dem Ingenieur die Brücke einstürtzt kommt er in die Kiste. Wenn beim Psychiater sein Patent Vergewaltigung und Mord begeht heisst es man konnte nichts machen,leider. Von Strafverfolgung keine Rede. Antworten
@patrick ryf: Das Internet in der heutigen Form, über welches Sie ihren Beitrag an eine offene Gesellschaft leisten (und Regierungen die Möglichkeit nimmt, die freie Meinungsäusserung zu unterdrücken), entstand aus einem militärischen Forschungsprojektes heraus. Das Projektteam bestand natürlich nur aus Soziologen. Antworten
Wenn man einem Hund auf den Schwanz tritt , dann bellt er ! Interressant , wieviele nicht einverstanden sind mit dem Bericht . Ist halt einfacher das zu lernen und zu studieren , was 100 000 andere auch schon studiert haben . Man muss so nichts selber dazu tun . Und mit Latein hilft man mit , das Bruttosozielprodukt zu steigern . Speziell in der heutigen Krisenzeit ist das wichtig ! Antworten
Plakative Demagogie à la Blocher. 1. wird in den klassischen Phil. I Fächern eine A- oder B-Matur verlangt, also auf jeden Fall eine mit Latein, auch heute noch. Mit D oder E (oder Entsprechendem nach neuer M-Typologie) steht später das Kleine Latinum an. 2. erlebte ich mein Germanistik- , Philosophie- & Geschichtsstudium absolut nicht als sooo easy, auch wenn man das ein Haus weiter anders sah. Antworten
Offenbar ist Blocher wieder mal einigen "Intelligenzprotzen" tüchtig auf die Füsse getreten.Die Wahrheit zu ertragen ist nicht immer leicht.Jeder der sich scheut bei der Arbeit dreckige "Pfoten" zu bekommen will heutzutage studieren.Wie wäre es, wenn man die Berufslehre endlich aufwertet indem für gute Handwerker höhere Löhne bezahlt werden als für das Ueberangebot von Geisteswissenschaftern? Antworten
Schlimmer finde ich, dass man motivierten und zielstrebigen Erwachsenen, die auf dem zweiten Bildungsweg studieren wollen, mit Bologna-System und Verschulung Knüppel zwischen die Beine wirft. Wer keinen reichen Papa oder Erspartes hat, kann Beruf und Studium nicht unter einen Hut bringen. Stipendien gibt es ab einem gewissen Alter auch keine mehr. Folge: Ich zahle heute meine Steuern im Ausland. Antworten
Mein Germanistik-Studium war enttäuschend: --- ungemütliches Gebäude --- abgeschottete Professoren --- entrückte Themen in den Vorlesungen --- konservativer Lehrplan --- l'Art pour l'Art-Mentalität --- Bücklingskultur --- und pampiges Mensa-Essen. Faulheit war nicht mein Problem, sondern (vom Gymi mitgebrachte) Orientierungsschwierigkeiten, die nicht nur mich, sondern das ganze Fach einnebelten. Antworten
In gewissen Schlussfolgerungen hat Herr Blocher sicher recht. Der Import qualifizierter Arbeitskräfte aus dem Ausland hat ganz sicher damit zu tun, dass ein grosser Teil des schweizer Nachwuchses die Lust am Lernen verloren hat. Nur dies einseitig auf gewisse Studienfächer zu schieben, ist schon etwas merkwürdig. Vielleicht ist das Geldverdienen in unserem Land zu einfach geworden.... Antworten
@patrick ryf: Irrtum Herr Ryf! Der Beitrag der Wissenschaft zu Aufklärung und Demokratie ist vie grösser als die Geisteswissenschaft eingesteheh wollen. Während die Geisteswissenschaftler sich beliebige Meinungen und Thesen und auch Religionslehren um die Ohren hauen, bestehend die Wissenschaftler auf Validierbarkeit und seriösem Handwerk. Ohne Wissenschaft hätte es keine Aufklärung gegeben. Antworten
Mir macht folgendes mehr zu schaffen: Das man eine Elektroniker-Lehre (4 Jahre), später Informatik FH absolvierte (4 Jahre)und ein Nachdipl. nicht aus lies (2 Jahre). Dann folgten endlose Weiterbildungen.... Insgesamt ca. 12 Jahre ackerte man und am Ende festzustellen, dass man ca. 500.- mehr verdient, als eine gewöhnliche Sekretärin. Fazit: Lerne nie etwas technisches! Antworten
@Mustafa Deli: Es war und ist nicht Blocher, der bestimmt, wie die Moscheen auszusehen haben. Es waren 57% der Stimmbürger, die wollten, dass der Islam unser Land nicht mit Minaretten übersät. Wer vor der Abstimmung den vielen lieben Muslimen Glauben schenkte, sah sich nach der Abstimmung durch die aggressive Haltung vieler Muslime eines Besseren belehrt! Es ging nicht um Moscheen; um Minarette!! Antworten
Nur weil man sich hindurchmogeln könnte, heisst nicht, dass dies alle tun - es gibt auch gewissenhafte Geisteswissenschaftler, die krampfen. Ausserdem ist die uni Zürich kein Mass für alle Unis - da gibt es lokal riesige Unterschiede. Die Aussagen haben wohl auch viel damit zu tun, dass die Gesellschaft technische Berufe höher wertet- weniger mit wirklichem Können/Begabung doer Anstrengung zu tun. Antworten
Und die Schweinerei ist ja, dass die Faulsten unter den Geistes- und Sozialwissenschaftsstudenten (sprich Jus und Wirtschaft) nach dem Studium noch am meisten verdienen wollen. Im Ernst, wenn man mehr Ingenieure und Naturwissenschaftler will, sollte man dafür sorgen, dass diese nicht weiterhin weniger Lebenslohn haben, als jemand, der eine Bürolehre macht (auch ein Weg des geringsten Widerstandes) Antworten
Man hat seine Begabungen, dem einen fällt Mathe leicht, dem anderen Sprachen. Auch der Artikel ist nicht gut informiert: für die meisten "Geisteswissenschaften", zumindest jene mit Sprach/Literaturwissenschaften brauchte es nämlich eine B-Matur mit Latein. "in der Studienzeit keinen Zwängen" ausgesetzt : nur für jene aus reichem Haus. War bei mir anders - hab das ganze Studium hindruch gearbeitet. Antworten
@Barbara Stucki: aha, und weil jemand jetzt ab 20 bereits arbeitet sollen Menschen die studieren und deshalb beispielsweise erst ab 25 arbeiten weniger oder zumindest nicht mehr verdienen? Können sie mir bitte den Ursprung ihrer Logik vermitteln, ich komme da nämlich nicht draus... Antworten
@Barbara Meier: Selbstdisqualifizierend! @Werner Hueppi. Wer weltweit Handel treiben und sich in fremden Kulturen zurechtfinden möchte sollte tunlichst mehr als das Pidginenglisch der Wissenschaft sprechen. Das möchte ich Ihnen als Naturwissenschaftler auf den Weg geben. Antworten
Unser Freund und gelernter Jurist (Nicht-Chemiker, Nicht-Ingenieur) Dr. Christoph Blocher muss es wissen. Er gehört als Jurist einem Berufsstand an, der von den Fehlern und der Dummheit anderer Leute lebt. Sogar seine Frau hat seinetwegen ihr Mathematikstudium abgebrochen, damit er seinen Abschluss machen konnte, während sie Geld verdiente und dann zur Familie schaute! Antworten
Herr Blocher! Die Welt dürfen nur Sie und die SVP interpretieren. Alle anderen, die es versuchen, sind überflüssig. Und insbesondere die, welche es noch studieren. Macht weiter, liebe Geisteswissenschaftler, und zeigt uns die geistigen Widersprüche der Gegenwart auf! Antworten
In der DDR hat man Leute dazu gezwungen, das zu studieren, was das System gerade brauchte, in China immer noch. Blocher auf Abwegen? Zum Glück gibt es noch geistig fitte Geisteswissenschafter und Nichtstudierte, die seine Spielchen und Phantastereien durchschauen. Antworten
König Blocher trifft immer den wunden Punkt. Er hat einen guten Riecher. Nach der Minarettinitiative, wo er und seine SVP bestimmten wie die Gotteshäuser der Moslems auszusehen haben, will er nun verordnen, welches Studium wir zu studieren haben. Immer dieses besserwisserische. Passt eigentlich nicht zur Schweiz. "Ohne König Blocher = mehr Demokratie in der Schweiz" lautet meine Formel. Antworten
gedanken sind worte - und worte sind taten...! so ähnlich funktioniert evtl. auch "feuerlaufen" (heil und unversehrt über glühende holzkohle schreiten...) metaphysik...? raum & zeit...? - zwischen himmel und erde mögen kräfte und energien wirksam sein, die wir vielleicht intuitiv erahnen dürfen, wenn ...? ...dem altbundesrat christoph blocher sein vater (selig) war ja pfarrer, also...! :-) Antworten
Sacha Saxer. Siesprechen mir aus dem Herzen. Die Selektion in der CH führt in der Grundstufe über die Fremdsprachen. Weder in den USA, Russland, Japan, China oder Deutschland muss man so viele Fremdsprachen lernen, wie in der Schwez. Diese Länder sind führend in der Wissenschaft u. Technik. Englisch reicht völlig für ein erfolgreiches Studium. Antworten
Nicht unbedingt, Herr Müller. Technikerberufe werden durchs Band schlechter entlöhnt, darum haben viele keinen Bock darauf. Zudem ist die Verantwortung höher. Schauen wir uns doch mal die Manger an. Die können Firmen zu Tode reiten und schlechtenfalls sind sie nach 2 Jahren Verbannung wieder dabei und verdienen gross. Stürzt eine Brücke ein ist der Ing für den Rest des Lebens weg vom Fenster. Antworten
Der Tagi hat endlich begriffen, dass Blochers grösster Feind die Gelassenheit ist. Wir müssen ihm einfach gelegentlich sagen, dass seine Weltvorstellung nur eine unter vielen ist und dass es gut ist, so wie es ist. Der alte Mann ist süchtig nach dem Volk und muss überall mitreden. Vielleicht braucht einen Geisteswissenschaftler, der ihm etwas über Konstruktivismus erzählt. go home, Blocher! Antworten
@Barbara Stucki: Ich weiss echt nicht von was sie reden. Es gibt genug Untersuchungen die das Gegenteil zeigen. Zu meiner Zeit war das Gesamtverdienst (vielleicht zurecht) eines Chemielaboranten über die Jahre zusammengezählt höher als von promovierten Chemikern. Die Bankangestellten mit KV-Abschluss verdienen mehr als Ingenieure. Ich hatte mal als Chemiker 5000 Netto, ein Bauarbeiter hat mehr! Antworten
Blocher der grosse Populist. Seine besten Parteisoldaten (Mörgeli, Freysinger, Schlür) sind alles waschechte Geisteswissenschaftler. Und sein Schreiber, Roger Köppel, ebenfalls. Wenn die alle so nutzlos wären, hätte er sie nicht gutgeheissen. Aber Blocher weiss wie doof das Volk ist. Einfach mal drauflos poltern und der wache Geist wird dann schon gebrochen... Antworten
@Barbara Stucki: Akademiker verdienen mehr, richtig - sie finanzieren dafür mittels höherer Steuerabgaben auch die staatlichen Institutionen, insbesondere die Sozialwerke. Eliten-Bashing der Unterschichten und von SVP-Wählern hat daher immer einen leicht komischen Beigeschmack... Antworten
@joachim:Geisteswissenschaften kann man auch an der FH studieren. Und ob ein Studium an einer Wirtschaftsschule sinnvoll ist, ist die andere Frage. Gibt doch schon genügend Wirtschaftsheinis.(Achtung Ironie) Wer an der ETH studiert, kann sich aus Zeitgründen selten einen Nebenjob leisten. Liegt also gezwungenermassen Staat oder Eltern auf der Tasche. Das passt aber der SVP auch nicht. Verzwickt! Antworten
Lieber Rico Bandle Ich war etwa 1972-1980 an der Alma Mater und sogar als Redaktor bei der "rechten" Studenten-Zeitung tätig. Vieles kann ich bestätigen, doch faul war ich nicht. Mein Studium habe ich durch journalistische Nebenjobs finanziert, dann als Assistent meine Professoren ersetzt und wollte nichts wie weg. Was erleben heute die phil. I Party-Girls, die Bars jobben? Das Gleiche wie ich. Antworten
Blocher glaubt immer alles besser zu wissen. Er ist und bleibt ein Provokateur. Muss denn immer alles nach seiner Vernunft geleitet sein? Am Ende bestimmt er, was wir studieren (ETH), wohin wir nicht gehen (EU) und welche Staatsform wir haben (Diktatur). Als Physiker freue ich mich, wenn wir wieder weniger Blocher in der CH haben. Denn weniger ist mehr. Antworten
Es ist leider so, dass wir in einer Gesellschaft leben, wo Naturwissenschaften und Technik kaum etwas zählen. Die Technik soll bitteschön einfach funktionieren, aber wehe man reisst in der Gesellschaft mal ein technisches Thema an... Vermutlich liegt die Abneigung einfach daran, dass Technik im Gegensatz zu Wirtschaft oder Geisteswissenschaften halt tatsächlich viel schwieriger ist. Antworten
Eine Uni muss ganz einfach Raum bieten fürs freie Denken. Da ist diese ganze Bologna-Geschichte meiner Ansicht nach sowieso nicht der richtige Weg. Faule Säcke hat es immer und überall gegeben. Das wird sich auch nicht ändern. Aber es hat auch immer die andern gegeben. Musse kann auch zum Nachdenken genutzt werden. Antworten
Eigentlich amüsant: Gerade die SVP, die ansonsten die individuelle Freiheit predigt, will hier quasi von "oben herab" - schon fast in sozialistischer Manier - bestimmen, wer was wo und wie zu studieren hat. Und: Würde immer nur das Argument von Angebot und Nachfrage auf dem Markt zählen, dann müsste man wohl zuallererst die Subventionen für die Landwirtschaft streichen... Antworten
Mir ist in diesem Zusammenhang weiter rätselhaft, warum Hochschulabsolventen später derart viel mehr verdienen, als jene mit Berufslehre, die bereits mit 20 für unser Land schuften. "Dreckarbeit" sollte unbedingt besser entlöhnt werden. Man stelle sich vor, Top-Manager oder Professoren müssten ihren "Dreck" selber waschen, entsorgen, schaufeln usw. Die Lohnschere muss dringend kleiner werden! Antworten
Die Geisteswissenschaftler werden nicht ernst genommen und haben mit ihrem Werdegang genügend Probleme. Ich wünsche ihnen viel Glück. Was mich aber wirklich stört, ist der immense Zuwachs der Psychologen. Brauchen wir diese Seelenreiniger? Sie kosten dem Staat viel Geld und im Arbeitsleben kommt das Geld wieder vom Staat. Ein Auswuchs, kann ich da nur sagen. Antworten
Die Geisteswissenschaftler kann man nicht wirklich brauchen. Was können Sie? Einige weltfremde Theorien aufsagen und etwas paraphrasieren. Lieber eine Lehre und dann ein Fachhochschulstudium, sagt die Stimme der Vernunft. Die Lust will jedoch an die Uni, wo Fest und Weib warten. Die Frage ist: Wollen wir Hedonismus in der Jugend fördern, oder soll wieder Pflicht an erster Stelle sein? Antworten
Es ist klar, dass die schweizer Wirtschaft nach dem alten Motto aus der Saisonnier-Zeit handelt. Wir brauchen heute den und morgen wieder einen Anderen. Das würden die Ausbildungen in der Schweiz nie aus eigenem Boden liefern können. Zudem sind die Ausbildungskosten ja von anderen Ländern bezahlt worden. Das rechnet sich - Mobilität eben und unsozial dazu. Antworten
Wer das Gymnasium besucht hat, der weiss doch selber, dass nur ca. 10% der Schüler eine Affinität für Physik und Mathe haben. Von denen bekommen dann nur einige das heissbegehrte ETH-Diplom. Vermutlich gehörte Blocher auch nicht zu diesen 10% und hat als Jurist viele Paragraphen auswendig gelernt und das logische Denken anderen überlassen. Antworten
Es sind wohl auch die mangelnden Perspektiven, die in Europa Naturwissenschaftlern zu schaffen machen. Was nutzen all die gut Ausgebildeten, wenn danach Chemiker, Biologen etc. in der Informatik landen, weil partout keine Projekte zu finden sind? Anders in den USA, welche die Grundlagenforschung systematisch betreiben. Das Schulsystem ist das Problem, nicht die Studenten. Antworten
Habe das Gymnasium vor 10 Jahren abgeschlossen. Drei von 21 Lernpersonen haben ein ETH-Studium begonnen und alle drei sind durchgefallen. Sie hatten in Mathe und Physik zwischen 5.5 und 6.0. Als ich davon hörte, staunte ich nicht schlecht. Ich frage mich, ob im Ausland Naturwissenschaften nicht einfacher zu studieren ist. ETH gehört weltweit zu den strengsten Hochschulen. ETH: Segen oder Fluch? Antworten
@ Heiner Galtinger: Dass man die Wahl seines Studiums danach richten soll, möglichst viel an das Bruttosozialprodukt beizutragen, kann nicht Ihr Ernst sein. Für das Funktionieren einer Gesellschaft ist mehr nötig als ein hohes Bruttosozialprodukt. Meiner Erfahrung nach studieren die faulsten Studenten Jus. Ich muss das wissen - ich bin Jurist. Antworten
Es wird heute leider immer noch nicht unterschieden zwischen Intelligenz und Empathie. Das letztere wird in keinem Studium vermittelt, egal ob ETH oder Geisteswissenschaften. Deswegen leidet unsere Gesellschaft, ob links oder rechts. Und daher, Blocher, aber auch dieser Beitrag ist lächerlich und zeigt bei beiden fehlende Empathie und Menschlichkeit.Daher was bedeutet schon Intelligenz und Bildung Antworten
Auf den Punkt gebracht! Niemand sagt, dass ALLE Geisteswissenschaftler so sind. Aber sicher die grosse Mehrheit. Und kein Geisteswissenschaflter kann ernsthaft behaupten, dass es soviele Historiker, Politologen, Soziologen etc. braucht, wie ausgebildet werden. Studieren ist praktisch gratis, warum also nicht auf Staatskosten "die schönste Zeit, die man sich vorstellen kann" haben? Antworten
Der Mangel an Ingenieuren lässt sich viel besser mit unserem Schulsystem erklären. Da werden den Kindern 3 Sprachen eingetrichtert. Wer es nicht so mit den Sprachen hat, der wird schon früh von der Schule frustriert und auch Höchstleistungen in Mathematik reichen nicht aus, die drei Sprachfächer zu kompensieren. Dadurch kommen viel gar nicht ans Gymnasium und folglich auch nicht an die Unis. Antworten
Ich hatte immer Mühe den Bedarf an Ingenieuren und Naturwissenschaftern zu erkennen. Vor nicht allzulanger Zeit gab es eine Untersuchung, dass ein KVler am Bankschalter mehr verdient als ein Ingenieur. Da gibt es absolut keinen Grund dieses Studium zu ergreifen. Wieviele meiner Studienkollegen (Chemie) tatsächlich als Chemiker in der Industrie arbeiten weiss ich nicht, viele sind es sicher nicht. Antworten
Wissenschaftliche Disziplinen gegeneinander auszuspielen ist einfach nur kindisch und inetwa auf demselben Niveau anzusiedeln, wie wenn zwei Erstklässler darüber streiten, welche Automarke oder welcher Fusballclub nun der/die "coolere" ist. Antworten
@Glorreich Idea Nicht vergessen: Die Leute, die sich in dem menschenverachtenden System engagnieren, bezahlen den grössten Teil der Ausbildung für die äusserst wertvollen Geisteswissenschafter (und auch für die, die diese Richtung aus Faulheit gewählt haben). Ich hätte absolut Nichts gegen mehr gut qualifierte und motivierte Schweizer Chemiker, Physiker, Mathematiker, Ingenieure etc. Antworten
Wer verstehen will, warum Ch Blocher hier so Erfolg hat, muss den obigen Unsinn lesen. Am Ethnologischen Seminar der Uni Zürich hat es mittlerweile auch nur noch Profs aus Deutschland. Wohl hat das mit Bequemlichkeit zu tun, nicht aber mit derjenigen der Studenten. Im Ggs zur CH investiert eben D seit Jahren in Forschungszentren und macht enorm viel mehr zur Förderung des akad. Nachwuchs. Voilà! Antworten
Besonders gut an der Geschichte finde ich den Umstand, dass Herr Blocher als Jurist ebenfalls kein naturwissenschaftliches Studium absolviert hat und dass sein Vasall Mörgeli als Historiker ein Parade-Geistesstudium abgeschlossen hat (und erst noch vom Staat angestellt ist), ganz zu schweigen von der Tatsache, dass Blocher bekanntlich Professor für Ethik werden wollte... Lasst ihn blöken. Antworten
@ Suter - ist klar das der Frust tief sitzt. Wer wird schon gern entlarft. Das Interview mit Blocher zeigt wieder einmal klar, dass der Mann weiss wovon er spricht. Das höhren natürlich die Linken und Grünen der Schweiz nicht gerne - aber was solls. Frust ist neben Neid die beste Bestätigung. Antworten
"Nach einer Ausbildung zum Landwirt bestand der Pfarrerssohn aus dem zürcherischen Laufen auf dem zweiten Bildungsweg die Matura und schloss sein Jurastudium ab." Leider war dort wenig Geisteswissschaft dabei. Vielleicht würde dann Herr Blocher über seine eigenen Unsätze mehr nachdenken. Antworten
Die These Blochers wird doch voll gestützt durch den gravierenden Mangel an gut ausgebildeten Technikern und Ingenieuren in unserer Industrie, denn nur solche bringen die Wirtschaft vorwärts und schaffen Arbeitsplätze. Dass wir Spitzenleute aus dem Ausland "importieren" müssen spricht nicht für die geistige Elite unseres Landes.@F.Brunner, Ihr Kommentar ist absolut zutreffend Antworten
blödsinn! geistes und sozialwisenschaften gegen ingenieurwissenschaften auszuspielen ist einfach dumm. fähigkeiten und neigungen haben nichts mit faulheit zu tun. dummes gewäsch von einfach denkenden menschen. was dankt ihr, haben ingenieure demokratie, freiheitliches denken und offene gesellschaften erfunden? einfach dummes gewäsch.... Antworten
als student eines sozialwissenschaftlichen faches kann ich bestätigen, dass sich der aufwand in grenzen hält. es ist infantil darüber zu streiten, ob die uni anspruchsvoller ist als die eth. gewisse abschlüsse gibt es auch heute noch fast geschenkt und wir studenten sind gut informiert über das aufwand-punkte-verhältnis. blocher hat recht, aber es ist mir egal :-) Antworten
Bologna fördert, was leider schon länger gilt: Es gibt auch unter den Studenten Klassen! Bravo...die Gesellschaft (wir alle) sind mitverantwortlich am heutigen System! Ich bewundere gesiteswissenschafter, die trotz schlechten Perspektiven aus INteresse studieren und nicht weil die Gesellschaft es verlangt!!! Antworten
Sollten jetzt sämtliche Geisteswissenschaftler dem menschenverachtendem System zu liebe technische Richtungen vorziehen, obwohl die Vorlieben ganz wo anders liegen? Eigentlich freut es mich, dass nicht alle nur auf Profit und Gewinnmaximierung aus sind. Die beiden letzten Jahre verdeutlichten schön, wer dafür verantwortlich war - sicherlich nicht die unbrauchbaren Geisteswissenschaftler.... Antworten
"Wir, die das kulturelle Erbe der Menschheit pflegen" - was fuer ein hehrer Auftrag! Doch der ist selbstgegeben, Kulturpfleger verstanden als Gutmenschen und urbane Zeitgeistsurfer mit ein bisschen linkem Geschwafel. Doch ich frage: was ist deren Beitrag zum Bruttosozialprodukt? Wie rechtfertigen diese "Erb-Pfleger" ihr Dasein auf Kosten der Chrampfer? Wie waers mit ehrlichem Handwerk? Antworten
Ich habe an der Uni ZH Geisteswissenschaften studiert. Blocher irrt. An der Uni studieren nicht solche, die auch in der 1. Liga sprich ETH studieren könnten. Sondern die Mehrzahl der Geisteswissenschaftler sind durchschnittlich Begabte, ohne Chancen auf ein ETH- Wirtschafts- oder Jus-Studium. Es braucht auch eine zweite Liga, die sich übrigens dann im Berufsleben der Realität wieder stellen muss.. Antworten
@ Pedro Ruegg. "Weil es früher keine Prüfungen gab..." Dann haben sie vor sehr langer Zeit studiert und stehen sicher unmittelbar vor der Pensionierung. Ich habe mein Studium Ende der 80iger Jahre begonnen und da waren Zwischenprüfungen fester Bestandteil eines jeden Semesters! Lassen wir uns doch von C.B nicht provozieren und gegeneinander ausspielen. SVP-Taktik vom unteren Niveau. Antworten
ob nun die einen studenten etwas "fauler" waren als andere scheint mir gar nicht das wesentliche zu sein--viel wichtiger ist doch zu wissen, wo denn all diese "überflüssigen" akademiker nach dem studium arbeiten--soziologen etc werden wohl kaum in schaaren bei ABB oder Novartis gebraucht---schon eher beim staat, oder? deshalb will man ja die bundesämter auch nicht nach sparpotenzial durchleuchten Antworten
Einen dümmeren Artikel habe ich selten gelesen. Ich meine, will ich z.B. von einem "fleissigen" durchstudierten Psychologen behandelt werden, der den Freud rauf und runterrezitieren kann aber keinen Blassen hat was Leben überhaupt heisst weil es sich nur ins Kämmerlein sperrt und lernt ? oder besser von einem der weltoffen, gesellschaftnah und sich mit Alltagsproblemen von Menschen reflektiert ? Antworten
Na ja Hr. Bandle. Da lässt aber der gute alte Iwan Petrowitsch Pawlow nachträglich schön grüssen. Kaum äussert sich der alte Mann aus Herrliber, fühlt man sich gedrängt, eine Replik zu schreiben. Man ist ja intelektuell gereift durch die langen Studienjahre. Das eigentlich Problem liegt aber in der Tatsache, dass man in diesen Tagen etwas von Klimaänderung verstehen sollte. Da braucht es Tiefgang. Antworten
Durchmogeln geht heute nicht mehr. Mit Prüfungen nach jedem Semester werden die Faulen und Unfähigen direkt abgestraft. Trotzdem ist es nicht falsch, dass die "Techniker" der ETH einen viel grösseren Aufwand für den Master betreiben als wir Phil. 1 Studenten. Antworten
Faulheit ist ein happiger Vorwurf. Sagen wir, es hat noch Potential zu Effizienzsteigerungen, wobei auch dieses stetig kleiner wird: Prüfungen und Job haben schon vor der Bologna Reform einiges abverlangt. In meiner "freien" Zeit habe ich übrigens viel Militär gemacht, um selber etwas gegen den Kadermangel in der Armee zu tun; viele Bekannte haben sich in Jugendverbänden engagiert. Antworten
Weil es früher lange keine Prüfungen während des Studiums gab, gab es In den Geisteswissenschaften halt auch viele Nieten, die an der ETH nach den dauernd stattfindenden Prüfungen schneller rausfaulen sind. Natürlich braucht es mehr Energie ein "sinnloses Studium" der Geisteswissenschaften ohne Kontrolle durchzuführen und sich zudem dauernd rechtfertigen zu müssen. Durchmogler sind zu verachten! Antworten
Nörgeln, proleten, den anderen beschuldigen... das ist immer einfach und darin war er schon immer gut, der Herr Blocher. Doch wer sämtliche Bildungsreformen verhindert und für die Senkung von Bundesbeiträgen votiert, muss sich nicht wundern, dass es immer weniger gut ausgebildete und motivierte Absolventen gibt in der Schweiz. Kehren Sie vor Ihrer eigenen SVP-Tür, guter Herr... Antworten
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Ich habe schon einen


































































Kay Eskes
@Ben Müller: Ihre "posts" zeugen davon, dass sie von Vorgestern sind. Zwischen ein bisschen Sackgeld verdienen und der Selbstfinanzierung des Studiums (inkl. Miete, KK, Bücher, Studiengebühren) liegen Welten. Ich gehe davon aus, dass sie nicht wissen, dass an der phil.hist. Fakultät Anwesenheitspflicht besteht, was bedeutet, dass man schon nur durch den Studienplan 50 - 60% gebunden ist... Antworten