Michael Moore startet «Trumpileaks»

Zu viele Whistleblower werden in den USA von der Justiz verfolgt, findet Michael Moore. Er möchte dies ändern und stellt ihnen eine Plattform zur «sicheren Übertragung von Daten» zur Verfügung.

Der eine ist Präsident, der andere möchte dies so schnell wie möglich ändern: Donald Trump und Michael Moore.

Der eine ist Präsident, der andere möchte dies so schnell wie möglich ändern: Donald Trump und Michael Moore. Bild: AP/Keystone

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Unverzüglich reagierte der US-amerikanische Filmemacher und politische Aktivist Michael Moore auf die Verhaftung von Reality Winner mit einer Internetsite für Whistleblower. Die 25-jährige Winner wurde am Wochenende vom FBI festgenommen, weil sie Journalisten ein internes Dokument des Geheimdienstes NSA zugespielt hatte.

Als nun besagte Reality Winner am Wochenende vom FBI festgenommen wurde, weil sie ihren Zugriff auf interne NSA-Dokumente benutzt und diese Journalisten des US-Online-Magazins «The Intercept» zugespielt hatte, schlug Moores Gerechtigkeitssinn wieder aus. Das oft erwähnte First Amendment der amerikanischen Verfassung soll unter anderem die Meinungs- und die Pressefreiheit gewährleisten – und genau dieses sieht Moore bei der Festnahme eines Whistleblowers als gefährdet.

Ein Screenshot der von Michael Moore aufgeschalteten Site Trumpileaks.

Ehemalige Unterstützung von ganz oben

Michael Moore liess es sich nicht nehmen und schaltete auf seiner Internetsite eine Seite mit den Kontaktdaten seines Teams auf, über welche Personen Informationen über die Trump-Regierung gesichert kommunizieren können: Trumpileaks. Darauf zu finden sind seine Nummern für die Messaging-Dienste mit End-to-End-Verschlüsselung Signal, Peerio und Whatsapp, aber auch der PGP-Schlüssel für die Verschlüsselung von E-Mails und seine Postadresse.

Die in Anlehnung an Julian Assanges Wikileaks – die wohl berühmteste Internetsite für Whistleblower – benannte Site wurde in einem offenen Brief, den Moore am Dienstag in der «Huffington Post» publizierte, gerechtfertigt und begründet.

In diesem offenen Brief spricht Moore unter anderem von einem ehemaligen Kongressabgeordneten, der die Wichtigkeit von Whistleblowern enthusiastisch verteidigt und Thomas Jefferson zitiert: «Unsere Freiheit kann nur durch die Pressefreiheit geschützt werden, und sie einzuschränken würde heissen, Gefahr zu laufen, sie zu verlieren.» Moore hofft inständig, dass gerade dieser ehemalige Kongressabgeordnete Trumpileaks unterstützen wird, was in Anbetracht seiner heutigen Position wohl schwierig wird.

Denn bei diesem Kongressabgeordneten handelt es sich um niemand Geringeren als den heutigen Vizepräsidenten Mike Pence. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.06.2017, 12:04 Uhr

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