Vor ihm zitterten die US-Präsidenten

Aktualisiert am 06.09.2010

Der Karikaturist Paul Conrad, der US-Zeitungen ein halbes Jahrhundert lang mit Skizzen zu politischen Ereignissen bereichert hatte, ist tot. Eine Homage in Bildern.

1/12 Ein grosser Zeichner ist tot: Paul Conrad hat das politische Amerika humoristisch begleitet. Nachfolgend eine Auswahl seiner Karikaturen.
Bild: Keystone

   

Ausstellung

Die in der Bildstrecke gezeigte Karikaturen stammen aus der Ausstellung «I Con, The Brilliant Work of Paul Conrad»
in der College of the Canyons Art Gallery.

Conrad starb nach einem Bericht der «New York Times» am Samstag im Alter von 86 Jahren zu Hause im kalifornischen Rancho Palos Verdes.

Während des Watergate-Skandals zeichnete Conrad den damaligen US- Präsidenten Richard Nixon mit einem selbstgezimmerten Kreuz. Der spätere Vizepräsident Dick Cheney stand, von Conrads spitzer Feder skizziert, auf einem riesigen Soldatenfriedhof und erklärte unter Bezug auf den Irakkrieg: «Sieben Jahre haben wir alles dafür getan, dass ihr sicher seid.»

Er brachte Politiker zum Zittern

«Niemand hat mich je beschuldigt, objektiv zu sein», pflegte er dem Blatt zufolge zu sagen. «Der Name Conrad versetzt Männer rund um die Welt in Schrecken», schrieb der Humorist Art Buchwald einmal. «Überall dort, wo Korruption, Gier und Heuchelei vorherrscht, heisst es, «hier wird Conrad gebraucht», fuhr Buchwald fort.

Schon Harry Truman musste vor ihm zittern. Der letzte Präsident, den Conrad verschmitzt-bissig in seinen Zeichnungen wiedergab, war George W. Bush. Unter den vielen Auszeichnungen, die Conrad im Laufe der Jahre gewann, sind auch drei Pulitzer-Preise. (rb/sda)

Erstellt: 06.09.2010, 08:12 Uhr

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