Kultur
Landhof-Anwohner wehren sich gegen Kunstmesse Scope
Von Christian Mensch. Aktualisiert am 15.04.2009 7 Kommentare
Umfrage
Soll die Scope auf dem Landhof-Areal stattfinden?
Die Anwohner wehren sich dagegen, dass die Kunstmesse Scope während der Art auf dem Landhof-Areal über die Bühne geht. Soll die Scope dort stattfinden?
Ja.
Nein.
245 Stimmen
Juristisch ist der Fall abgehandelt: Der Vertrag, den das Erziehungsdepartement mit der Kunstmesse Scope abgeschlossen hat, ist rechtsgültig. Der kommerzielle Messeveranstalter darf während der kommenden Art das Landhof-Areal nutzen. Politisch gewinnt der Fall jedoch erst an Fahrt: Die IG Landhof und weitere Anwohnervertreter des kleinen Sportstadions im Kleinbasel möchten die Veranstaltung verhindern.
Zum einen sehen sie nicht ein, weshalb die Kinder des Quartiers während einiger Wochen ihrer Spielwiese beraubt werden sollen. Zum anderen fürchten sie vor allem den Präzedenzfall. Denn der politische Entscheid über die künftige Nutzung des Landhofs steht aus.
Vor zwei Jahren reichte der «Verein zur Erhaltung des Landhofareals» eine Volksinitiative ein, mit der eine ursprünglich geplante Wohnüberbauung verhindert werden soll. Im vergangenen November präsentierte die Regierung einen Gegenvorschlag, der eine reduzierte Überbauung des Areals vorsieht.
Baugesuch eingereicht
Für die Initianten ist der regierungsrätliche Vorschlag nicht akzeptabel, deshalb halten sie an ihrer Initiative fest. Wann die beiden Vorlagen zur Abstimmung kommen, ist derzeit noch ungewiss. Entgegenkommen, wie eine zeitlich begrenzte Kunstmesse Scope auf dem Areal, will der Initiativ-Verein derzeit nicht signalisieren.
Die Kunstmesse Scope hat in einem Schreiben an die Anwohner ihre Pläne geschildert und zu einem runden Tisch geladen. Mirko Ulbl, Jugendarbeiter auf dem Landhof, sagt jedoch, Scope müsse erst Ideen vorschlagen, bevor man sich eventuell treffen könne. Eine gütliche Einigung scheint derzeit kaum vorstellbar. Auf dem Landhof würden «niederschwellige Angebote für Kinder gemacht», sagt Ulbl. Sollten diese auch nur für kurze Zeit ausfallen, so daure es Wochen, bis die Kinder wieder im gewohnten Rhythmus auf dem Platz auftauchten.
Trotz der Rechtmässigkeit des Vertrags steht Scope noch ein Hürdenlauf bevor. Denn die Kunstmesse braucht noch eine Baubewilligung, um während der Art vom 10. bis 14. Juni auf der alten Sportanlage eine Zeltstadt aufzubauen. Das Gesuch ist im heutigen Kantonsblatt publiziert. Möglichen Gegnern stehen deshalb bis zum 4. Mai rechtliche Einsprachemittel zu.
Hafenmiete müsste trotzdem bezahlt werden
Ungemach droht der Scope auch noch von anderer Seite. Im vergangenen Jahr gastierte die Messe im Rheinhafen und hat dafür mit den Schweizerischen Rheinhäfen einen Zweijahresvertrag abgeschlossen. Scope hat den Vertrag nach der Landhof-Zusage zwar gekündigt, die Hafenverwaltung ist allerdings der Ansicht, Scope müsse auch für dieses Jahr noch die Miete entrichten. Hans-Peter Hadorn, Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen, bestätigt die Ausgangslage. Entschieden sei jedoch noch nichts. (Basler Zeitung)
Erstellt: 15.04.2009, 16:32 Uhr
Kommentar schreiben
7 Kommentare
Grandioses Berg-Erleben.
Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!









