Navel: «Die Jury hatte wohl Erbarmen mit uns»
Interaktiv-Box
Artikel zum Thema
Navel – John Q. Public
Seit 2003 frönen Navel aus Erschwil (SO) dem rotzigen Rock. Navels Debüt «Frozen Souls» sowie die unlängst erschienene Single «John Q. Public» – eine Abrechnung mit den braven Bankern – zeigen, dass Navel kein Blatt vor den Mund nehmen. Entsprechend macht Jari Altermatt (25) in unserem Fragebogen seinem neuen Pseudonym Jari Antti alle Ehre.
BaZ: Jari Altermatt, was war Ihr bislang grösster Erfolg als Band?
Jari Altermatt: Die Deutschlandtour mit Queens Of The Stone Age, jeden Abend vor rund dreitausend Leuten. Und: Josh Homme Kaffee bringen.
Der grösste Tiefschlag?
Zu viele. Tourabbruch, der Ausstieg von Bassistin Eve Monney, Spital, dreimal Agentur verloren, so Zeugs. Aber beim Boxeo in Augusta Raurica, wo wir die Einlaufmusik für Arnold «The Cobra» Gjergjaj gespielt haben, gabs auch blutige Tiefschläge. Dank uns!
Ihre weiteste Konzertreise?
Austin/Texas und New York, diesen Frühling, fly high! Mit dem Bus: Kroatien, oder... Brighton? Oder die Surf-WM an der Grenze zu Ungarn. Das sind 1000 Kilometer am Stück im VW-Bus.
Ihr grösstes Ziel als Band?
Leben. In Ruhe gelassen werden. UBS-Bankern an die Hose pissen wie in unserem Video «John Q. Public» (siehe Box), da hat Patrick Meury, Navels erster Bassist, voll reingehauen.
Falls Sie den Basler Pop-Preis gewinnen: Wozu wollen Sie das Preisgeld von 15'000 Franken einsetzen?
Keine Ahnung. Noch lauter werden. Zweites Album? Steuern bezahlen? Instrumente kaufen. Aber unser Manager klaut eh alles ...
Was halten Sie von Pop-Förderung?
Die Schweiz hat kein Öl, also muss sie junge Leute fördern: Bauarbeiter, Studenten, Automechaniker und Musiker. Wie viel hat die UBS von Bundesrat Merz gekriegt? 60 Milliarden? Gab es da eine Jury?
Können Sie sich vorstellen, wieso Sie für den Pop-Preis nominiert wurden?
Die Jury hatte wohl Erbarmen mit uns armen Erdrockerschweinen. 225 Konzerte gespielt überall, harte Arbeit und Spass. Arbeiter haben mehr Spass als Banker. Wir spielen ja Baumwollfeldermusik, Blues 2.0.
Pro und kontra eines Lebens als – zukünftiger – Profimusiker?
Profitmusiker wäre besser. Im Ernst: Ich übe ein Handwerk aus, wie mein Vater in Erschwil auch. Er ist Spezialist für finnische Öfen. Spitzenqualität!
Am 11. 11. wird bekannt, welcher Künstler den mit 15 000 Franken dotierten Basler Pop-Preis erhält. Bis dahin stellt die BaZ den fünf Nominierten die gleichen Fragen. Nebenher gibt es ein Internetvoting für den Publikumspreis. (Basler Zeitung)
Erstellt: 03.11.2009, 14:36 Uhr
KOMMENTAR SCHREIBEN ( Mit Bestätigungs-E-Mail )
Kultur
Meistgelesen in der Rubrik Kultur
Hollywood-Ticker
Sommer- und Herbstausflüge
PublireportageMonumentales Bilderspektakel in Vevey
Der schnellste Popstar der Welt
Lucerne Festival
Wohnraumfenster aus Kunststoff
Kunststofffenster unterstreichen jede Architektur und eröffnen neue Lebensräume.
Wetter:












