Kultur
Das sind die Schweizer Filme des Jahrzehnts
Von Philippe Zweifel. Aktualisiert am 17.12.2009 9 Kommentare
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Marktanteil Schweizer Film
Absurd, aber wahr: Der Film des Jahrzehnts war wohl «Sennentuntschi». Zwar kam der Mysterythriller von Michael Steiner nicht wie angekündigt ins Kino, dennoch sorgte er wegen Finanzierungsproblemen über Monate für Schlagzeilen. Genauso wie Nicolas Bideau, der oberste staatliche Filmförderer. Er wollte den Schweizer Film mit «Lokomotiven», also grossen, massentauglichen Produktionen, weiterbringen.
Gelungen ist ihm das bisher nicht. Das Schweizer Filmwunder im Jahr 2006 war ein Strohfeuer. Über 1,3 Millionen Zuschauer sahen sich in jenem Jahr Schweizer Filme an – das entsprach einem Marktanteil von 9,6 Prozent. Zu den Kassenschlagern gehörten «Eugen», die «Herbstzeitlosen» und «Vitus». Doch 2007 brach der Marktanteil auf 5,3 Prozent ein, danach waren es gar nur noch knapp drei Prozent - gleichviel wie zu Beginn des Jahrzehnts.
Keine Trends
Während international gewisse Nuller-Trends festzustellen sind (düstere Stoffe, abgekämpfte Helden), blieb das Schweizer Filmschaffen unverbindlich-divers. Gewiss, wir hatten auch kein 9/11 zu verdauen. Höchstens ein Grounding - was Michael Steiner in seinem gleichnamigen Film tat.
Einen sicheren Wert boten wie immer die einheimischen Dokumentarfilme. Zu nennen sind hier unter anderen «War Photographer» (2001) von Christian Frei (der dafür eine Oscar-Nomination erhielt) sowie «No more Smoke Signals» oder die Mani-Matter-Doku «Warum syd dir so truurig?».
Einige der genannten Filme finden Sie in der Bildstrecke in unserer Top-Ten - wobei wir die Auswahl auf fiktive Filme limitiert haben. Welche Filme haben wir vergessen? Ihre Favoriten gehören unten eingetragen. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.12.2009, 12:03 Uhr
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