Kultur

Europeana: Kultur für die Generation Internet

Aktualisiert am 19.11.2008

Mit dem neuen Internetportal «europeana.eu» per Mausklick zu Kulturgütern Europas.

Die Schweizerische Nationalbibliothek lieferte europeana.eu digitalisierte Zeichnungen von Friedrich Dürrenmatt.

Die Schweizerische Nationalbibliothek lieferte europeana.eu digitalisierte Zeichnungen von Friedrich Dürrenmatt.

In der Online-Bibliothek von tausend Kulturinstitutionen, die am Donnerstag in Brüssel offiziell lanciert wird, sind derzeit zwei Millionen Objekte. Nach dem Willen der EU-Kommission sollen es bin in zwei Jahren zehn Millionen digitalisierte Werke aus Museen, Bibliotheken und Archiven werden. Dazu gehören auch Kopien der «grossen» Bücher der Weltliteratur.

Nationalbibliothek mit von der Partie

Institutionen vom Louvre in Paris über das Rijksmuseum in Amsterdam bis zu Staatsarchiven haben digitalisierte Gemälde, Dokumente, Audio- und Videomaterial zur Verfügung gestellt. Mit dabei ist auch die Schweizerische Nationalbibliothek (NB), sie lieferte digitalisierte Zeichnungen von Friedrich Dürrenmatt.

Andere Schweizer Institutionen seien ebenfalls an einer Kooperation interessiert, hätten aber noch keine Dokumente geliefert, sagte NB-Sprecher Hans-Dieter Amstutz auf Anfrage.

Die Nationalbibliothek, welche die Zusammenarbeit für die Schweiz koordiniert, sei zudem kurzfristig bereit, Plakate sowie gewisse bereits digitalisierte Werke zu liefern, fügte Amstutz an.

Derzeit dominieren mit mehr als der Hälfte aller Objekte Werke aus Frankreich die Bibliothek. Namhaft vertreten sind auch die Niederlande und Grossbritannien.

Europäische Antwort auf Google-Internetbibliothek

Finanziert wird europeana.eu primär von der Europäischen Union. Durch die Jahresbeiträge von 25'000 Euro an die europäische Bibliothek, welche Zugang zu 47 Bibliotheken bietet, beteiligt sich auch die NB indirekt finanziell am Projekt.

Europeana ist die europäische Antwort auf die Internetbibliothek von Google. Es handle sich aber um ein kulturelles Projekt und nicht ein kommerzielles Unterfangen, betonen die Verantwortlichen. Hauptaufwand ist und bleibt die Digitalisierung der Werke. Derzeit ist schätzungsweise ein Prozent der Bestände der europäischen Landesbibliotheken digitalisiert. Bis 2012 soll dieser Anteil auf vier Prozent steigen. (rek/sda)

Erstellt: 19.11.2008, 14:29 Uhr


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