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«Club»-Kritik: Guru-Ärzte und Schmerz-Ignoranten
Von Michèle Binswanger. Aktualisiert am 01.09.2010 43 Kommentare
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Eine Diskussion ums Schleudertrauma kann schnell selber ins Schleudern kommen. Das zeigte sich im gestrigen «Club», wo die Frage diskutiert wurde, ob ein Schleudertrauma zu jahrelangen Folgeschäden führen kann, oder ob die Leiden der Betroffenen mit dem Unfall selber nichts mehr zu tun haben. Auf der einen Seite sassen mit Carolina Bono und Peter Neuwiler zwei Schleudertrauma-Patienten, flankiert von der Präsidentin des Schleudertraumaverbands, Evalotta Samuelsson. Auf der anderen Seite die Partei der Versicherer, vertreten durch Rechtsanwalt Rolf Steinegger und Erwin Murer, Professor für Sozialversicherungsrecht, die von «Schleudertrauma-Kultur» sprachen. Schon von Anfang an war abzulesen, dass es nicht zu einer Verständigung zwischen den Parteien kommen würde, zu blasiert selbstgerecht waren die Mienen der Versicherer, zu sehr von Frustration und unterdrückter Wut gezeichnet die der Betroffenen.
Chaos im Kopf
Dazu kommt, dass Einigung in grundsätzlichen Fragen auch schwer zu erzielen ist. Das Problem ist nämlich nicht nur hochkomplex und von Fall zu Fall wieder anders, sondern allem Anschein nach auch medizinisch umstritten. Nicht zuletzt ist viel Geld im Spiel. Konflikte zwischen den Beteiligten Parteien waren also programmiert und tatsächlich zitierten die Diskussionsteilnehmer Studien um Studien, die einander allesamt zu widersprechen schienen, je nachdem, wer sie in Auftrag gegeben hatte. Zweifellos glaubwürdig waren jedoch die Berichte der Betroffenen. Peter Neuwiler erzählte, wie sein Leben von einem Moment auf den andern nur noch ein grosses Chaos gewesen sei, wie er mit Konzentrationsschwierigkeiten kämpfte, keinen Lärm mehr ertragen und auch nicht mehr rechnen konnte. «Das Chaos drückte von allen Seiten auf mich ein», sagt er.
Gut möglich, dass auch die anwesenden Skeptiker Neuwiler glauben, dennoch beharren sie auf dem zentralen Problem, dass chronische Beschwerden nach Schleudertraumata weder objektivierbar sind, noch eindeutig auf den Unfall als Ursache zurückgeführt werden könnten. «Etwas, was man nicht beweisen kann, daran kann man glauben, oder nicht.» sagt Rolf Steinegger. Die langfristigen Beschwerden vieler Betroffener würden vielmehr durch private oder berufliche Probleme ausgelöst. «Die Frage ist nicht, ob Opfer leiden. Die Frage ist, warum sie leiden», sagt Sozialversicherer Murer. Und wenn es nicht wegen des Unfalls ist, warum sollten die Versicherungen zahlen?
Katastrophisierungen
Doch ob der Unfall die Ursache ist oder nicht, sei eben nicht so einfach feststellbar, schaltet sich der einzig anwesende Mediziner ein. Andreas Siegenthaler, Oberarzt Schmerztherapie Inselspital Bern versucht die Sache zu differenzieren. 90 Prozent der Schledertrauma-Opfer seien nach einem Jahr beschwerdefrei. Bei den verbleibenden 10 Prozent spielten eine Vielzahl von Faktoren mit, warum die Beschwerden chronisch werden: Mikro-Verletzungen an der Wirbelsäule, aber auch die so genannte Katastrophisierung des Traumas durch Therapeut und Umfeld des Patienten sowie erbliche Veranlagung.
Wo die Sachlage zu undurchsichtig ist, liegt natürlich auch die Gefahr des Missbrauchs. Wie man sich denn erkläre, dass es in Frankreich oder der Westschweiz so viel weniger Betroffene gebe, als in der Deutschschweiz? Dies sei, so Murer, auf «Guru-Ärzte» zurückzuführen, die sich mit den Phantom-Leiden identifizierten und die Patienten in ihrem Leiden auch noch bestärkten.
Auf dem Buckel des Steuerzahlers
Caroline Bono, Schleudertrauma-Patientin und Buchautorin führt an, dass sich die Verletzungen eines Schleudertraumas durchaus nachweisen liessen, nur fehlten die geeigneten Diagnoseinstrumente. Beziehungsweise würden die meisten Opfer eben zunächst nicht von Spezialisten, sondern von Hausärzten behandelt. Dies wiederum gebe den Versicherern die Möglichkeit, die Kosten auf die IV und die Sozialversicherungen zu schieben, also auf den Buckel des Steuerzahlers.
Die Situation ist wahrlich vertrackt. Da kann Siegenthaler als einziger Spezialist der Runde noch lange fordern, dass man «endlich vom mechanistischen Denkweisen wegkommen» müsse. Es bleibt ein frommer Wunsch in Anbetracht des Geldes, um das es hier geht. Trotz der hoch gehenden Emotionen behält Christine Maier die Diskussion im Griff und es ist verdankenswert, dass sie das Gespräch nicht auf die Missbrauch-Ebene kippen lässt, sondern beharrlich der Frage nachspürt, wie sich die Situation lösen liesse. Das Schlusswort überlässt sie denn auch Neuwiler. Was er anderen empfehle würde, wie sie mit der Krankheit umgehen sollten, will Maier wissen. «Ich hab es richtig gemacht und mir einen Rechtsanwalt geholt. Ich hatte Glück, dass meine Versicherung schliesslich gezahlt hat. Sonst hätte ich alles verloren. Und zwar wirklich alles. Das wichtigste ist, dass man sich wehrt.» (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.09.2010, 09:43 Uhr
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43 Kommentare
Ich erlebe es momentan selber, nicht wegen einem Schleudertrauma, aber wenn den Ärzten/Sachverständigen das Krankheitsbild nicht genau in ihr Schema passt, hat man es einfach nicht, oabwohl man täglich Schmerzen hat. Wenn man es dann noch mit Ärzten zu tun hat, die ihre eigene Meinung vertreten und den Patienten nicht ernst nehmen, ist man fast ganz aufgeschmissen. Antworten
Die chronische Schleudertraumakrankheit bleibt mysteriös. Die Neuropsychologie könnte hier einen wichtigen Beitrag leisten. Sie hat dies beim Phantomschmerz oder bei Hirnschäden nach Schlaganfällen gezeigt und die Rehabilitation dieser Fälle massgebend beeinflusst. In dieser Richtung gehen schwedische Publikationen, wo von Besserung des coping und Steigerung der "self-efficacy" die Rede ist. Antworten
Es ist die Menschenwürde, die eine betroffene Person spüren muss, wenn sich das Leben nach einem Unfall oft schlagartig verändert. Ob Spitzensportler oder einfacher Mitmensch. Hierauf reagieren alle Menschen gleich. Die Menschenwürde ist die Grundvoraussetzung für einen positiven Heilungsverlauf. Es ist die Pflicht unserer Gesellschaft diese allen Betroffenen zur Verfügung zu stellen. Antworten
Naja, ich weiss nicht so recht - vermutlich werden Schleudertrauma-Opfer schlecht beraten. Natürlich ist nach einem Ereignis eine sorgfältige medizinische Untersuchung Pflicht, danach ab zur Craniosacral-Therapie. Und nach 3 Monaten Wartezeit nach dem Ereignis kann eine Atlantotec-Behandlung gebucht werden, nach meinen Kenntnissen ist dann für die allermeisten Opfer die Leidenszeit vorbei... Antworten
Als selber betroffene kann ich sagen, dass seit meinem Unfall Mitte Dezember 2010 die Welt ganz anders aussieht. Voller Energie habe ich als Bäuerin voeehwe meine ganz verschiedenen Aufgaben gemeistert. Zufrieden mit dem Leben und Umgebung, einfach erfüllt mit Freude. Ein Auto fuhr ungebremst mit 40 kmh in mein stehendes Auto. Resultat Totalschaden am Auto. Gedächtnisverlust, Kopfschmerzen also.? Antworten
@ Ruedi Burkhard: Auch ein IV-Rentner ist verpflichtet AHV zu leisten, wenn sie im AHV-Alter keine Einbussen haben möchten (wie übrigens auch andere Nichterwerbstätige). Insofern gibt es da wohl nichts abzugleichen, ausser Sie meinten den Arbeitgeber-Anteil. Antworten
Wieso ist es bei uns möglich, dass Juristen medizinische Argumente in öffentlich-rechtlichen Sendungen abwehren und Stellung beziehen, während kein Pfleger zuworte kam, der doch täglich mit diesen Menschen zu tun hat und die entsprechende Fachqualifikation dafür jahrelang erwerben musste ? Die Lösun kann wohl nur EINHEITSKASSE heissen, mensxchliche Empfindungen lassen sich nicht mehrteilen. Antworten
@Schuhmacher 2: In bildgebenden Verfahren kann sehr wohl eine Schädigung nachgewiesen werden: Bis 2 Wochen nach Verletzung kann ein spezial-MRI in der sog. STIR-Sequenz kleinste Muskelverletzungen darstellen. Die verletzten Stellen können langfristig "verfetten", auch im MRI darstellbar, eine Studie dazu lief vor Monaten im Inselspital Bern glaube ich, vielleicht wurde sie inzwischen abgewürgt... Antworten
Wer einen Tag nach dem Unfall ein MRI machen lässt, kann schlüssig ein Schleudertrauma nachweisen. Und wer weiss, dass solche "Druckstellen" von wenig bis sehr starke Nachwirkungen haben kann, der kann das Schleudertrauma nicht einfach negieren. Das ist dumm und diskriminierend. Aber mich ärgert natürlich auch, dass viel Missbrauch betrieben wird. Antworten
Was mich an der ganzen Sache stört, ist die grassierende Grundhaltung "ich habe irgend einen Nachteil - Gesellschaft, bitte zahlen!". Wenn man weiss, dass rund ein 1/5 der Reha-Patienten nicht gesund werden will, weil sie dann weniger Versicherungsleistungen erhalten, tun mir die echt Leidenden doppelt leid. Tatsache ist, dass unsere heutige Gesellschaft Versicherungen nicht mehr als das wahrnimmt Antworten
@Schuhmacher 14.39: Sie liegen falsch. Ein Schleudertrauma (=Peitschenhiebverletzung=Halwirbelsäulen-Distorsionstrauma) wird immer durch einen äusseren Krafteinfluss, u. a. einen Schlag verursacht, Daraus ergeben sich Muskel-Sehnen- und Gelenk-Verletzungen z.T. dch. Überdehnung, aber auch Hirnverletzungen (=mild traumatic brain injury). Muskel-Sehnen-Zerrungen sind gem. UVG gleich Unfall. Antworten
Wenn etwas nach formalen Beweisregeln nicht bewiesen werden kann, heisst das für Murer und Steinegger: „Gibt es nicht !“. Diese Beweisregeln dienen m.E. aber weniger der Wahrheitsfindung als dem Bemühen, Dämme gegen drohende Kostenlawinen aufzurichten. Vielleicht sind solche Dämme unverzichtbar. Dann aber sollten sie klar deklariert und nicht "rechtswissenschaftlich" verbrämt werden! Antworten
@Wirth. Es handelt sich nicht um ein Trauma (Schlag) sondern um eine Ueberstreckung der Halswirbelsäule. Leider kann in Bildgebendenverfahren nicht nachgewiesen werden, ob wirklich eine Schädigung vorliegt. Deshalb ist das Feld frei für lukrative/teure und langwierige Streitereien. Fakt ist, dass es viele Länder gibt in denen die Krankheit Schleudertrauma unbekannt ist und nicht gestritten wird Antworten
Nichts Genaues weiss man nicht - aber die einzigen, denen man gestern zuhören konnte, waren Neuwiler und Siegenthaler. Impertinent: Frau Samuelsson. Jedes mal, wenn es spannend wurde, meinte sie, dass wir Zuschauerinne "das nicht verstehen" würden, handkehrum schmiss sie mit medizinischen Fachausdrücken nur so um sich und hinterliess den Eindruck, dass sie uns bevormunden will. Antworten
Fahre ich mit einem Auto in einen Gemüseladen, wird der Schaden nicht so hoch sein, wie wenn ich in ein ein Porzellangeschäft fahre. Auch muss meine Versicherung ein teureres oder billigeres Auto ersetzen, welches ich mit meinem Auto zu Schrott fahre. So sind Mensche auch unterschiedlich eingerichtet inbezug auf Schmerzfolgen. Der Nachweis ist einfach vertrackter.Höhnen hüben wie drüben nützt nix. Antworten
@FBaum: "Das Geld muss aber erst noch verdient werden." Ist es doch schon. Sie brauchen sich nur 1. die Bilanz- Gewinn-Rechnungen und 2. die Bauten der Versicherungen anzusehen. Ein MIttel gegen den Missbrauch wäre halt schon der Datenaustausch zwischen AHV und IV Kassen. Wenn ein (unechter) IV- Bezüger arbeitet, so zahlt er AHV Prämie, was leicht festzustellen sein sollte. Antworten
Seitdem der Gesundheitsbegriff als vollkommenes körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden definiert wird und sozusagen jeder selbst bestimmt, ob er gesund oder krank ist, zahlen die Versicherungen praktisch für jegliche denkbare Lebenssituation unter dem Deckmantel der Krankheit. Nach dieser Definition ist auch Stress, Frust und Langeweile Krankheit und jeder bestimmt, ob es ihm gut geht Antworten
Ich bin auch eine Schleudertrauma Betroffene und empört, und es ist unglaublich, mit welcher Arroganz die Herren Murer und Steinegger in Ihren Clubsesseln Ihre Meinungen zum Besten gaben. Ich möchte auch eine Antwort auf meine Leidensgeschichte. Die Frage von Herr Neuweiler, wie denn die Herren ihm erklären möchten, warum es ihm so gehe wurde geflissentlich überhört!! UNGLAUBLICH!!! Antworten
da gebe ich frau latita vollkommen recht. ich wünschte mir, dass genau diese gruppe von skeptikern und allmächtig besserwissenden studierten dasselbe wiederfährt was einem betroffenem schleudertrauma patienten durchmachen tut und muss. die gutachter von der iv? naja, das ist eine profitcenter-denkende institution die nur im interesse der iv handelt um ihre präsenz und zukunft sicher zu stellen. Antworten
@ Gianin May Wie das Wort SchleuderTRAUMA schon sagt handelt es sich um ein Trauma. Ein Trauma ist eine Schädigung oder Verletzung die durch Gewalt von außen entsteht. Also genau die Suva definition von Unfall. Ich kann auch ein Schleudertrauma erleiden wenn mir ein Koffer von der Gepäckablage auf dne Kopf fällt etc. Antworten
Eigentlich war eine spannende Diskussion, wie immer hervorragend geführt. Wie schon bemerkt nervten aber einige Teilnehmer...der Zeigefinger war zu drastisch, aber meines Erachtes noch viel schlimmer war das Auftreten von Frau Samuelsson: Soviel Überheblichkeit auf eine Person konzentriert war für den Zuschauer eine Zumutung! Antworten
Kann nur sagen, dass es zu hoffen ist, dass solche Personen keine Versicherungsleistung einfordern können... Meiner Ansicht nach, haben die allermeisten dieser angeblich Schwerverletzten mit Dauerschaden andere Probleme, es hat nichts mit dem Unfall zu tun. Bzw. höchstens wird ein psychischer Zustand damit ausgelöst. Frau Bono sollte nicht länger eine Plattform geboten bekommen. Antworten
@ E. Thoma: Ich erlitt vor Jahren ein Schleudertrauma 3 mit HWS Fraktur etc und bin heute frei von Beschwerden. Das heisst nicht, dass andere auch so glimpflich davon kommen; Viele, die als Schleudertrauma 2 diagnostiziert sind, haben schwerwiegende Folgen und leiden enorm unter dem Verlust ihrer Arbeitsfähigkeit. Es ist billig, von sich auf alle anderen zu schliessen! Antworten
Die alt68er wollen gerne alle zu Opfern machen und ihen ungesehen Geld hinterherwerfen. Das Geld muss aber erst noch verdient werden. Bevor es jedem hinterhergeschossen wird, muss man fragen dürfen, ob es berechtigt ist. Wir reden hier von einem medizinischen Phgänomen, wofür es nicht einmal einen Beleg gibt, was die Ursache war. Dagegen wehren sich die Versicherungen zu recht. Antworten
Sind Menschen kriegerischen Greueln, Naturkatastrophen, terroristischen Attaken, Vergewaltigungen etc. ausgesetzt, entwickeln sich bei einzelnen postraumatische Syndrome mit verheerenden Folgen, z. T. lebenslänglich, z. T. während Jahren, bei andern halten die Symptome "nur" Wochen oder Monate an. Wem würde es einfallen, die kausalen Zusammenhänge zu bezweifeln? Versicherungen vielleicht??? Antworten
Mir ist die sturheit und borniertheit von beiden Seiten aufgefallen, am negativsten Herr Siegenthaler, eine solche Arroganz hab ich schon lange nicht mehr gesehen. Auch Herr Murers Dauergrinsen ist mir negativ aufgefallen. Der einzige der mich überzeugt hat war der Artzt vom Inselspital. Antworten
Ein Wesentlciher Teil des Problems ist die unsinnige Aufteilung in unfallbedingte und krankheitsbedingte Leiden. Wäre in jedem Fall dieselbe Versicherung zuständig, würde sich zumindest der Streit erübrigen, ob es sich nun um eine Unfallfolge oder eine Krankheit handelt. Eine weitergedachte Einheitskasse müsste diskutiert werden. Antworten
Die Versicherer haben das Bundesgericht hinter sich. Die Sozialversicherungskammer des Bundesgerichts urteilt praktisch ausnahmslos zu gunsten der Versicherer, Krankenkassen und Sozialkassen. Warum sollen denn diese zurückkrebsen, wenn ihnen das Bundesgericht praktisch immer Rückendeckung gibt und diese die den Verunfallten vorenthaltenen Milliarden selbst in den Sack stecken können? Antworten
Als Selbstbetroffener eines Auffahrunfalls 1989 war ich nach der Sendung nur eines. Verunsichert und wütend. Die Arroganz der Fachleute ist für viele an den Unfallfolgen Leidende unerträglich. Seit 20 Jahren leide ich unter Schmerzen, welche trotz mehreren Operationen nicht verschwanden. Auch ich habe mein ganzes Vermögen und meinen Besitz verloren. Versuchen Sie mal von einer IV Rente zu leben ! Antworten
Vielleicht sollte man den Schleudertraum negierenden Versicherungsangest. wünschen, dass Sie selber zu spüren bekommen, wie schmerzhaft und grundlegend die körperlichen Verletzungen durch ein Schleudertrauma sind? Ganz zu schweigen von den sozialen und gesellschaftlichen Problemen, die darauf folgen. Ich nehme an, wären diese Leute selber betroffen würden ihre Ansichten ganz schnell ändern. Antworten
nach einem strassenverkehrsunfall sollten die jeweiligen opfer nicht zögern, die täter bei der polizei anzuzeigen und zwar unabhängig davon, ob die polizei ihrerseits auch noch anzeige erstattet und ein verfahren eröffnet. wenn nämlich die haftpflichtversicherung später nicht sofort zahlen will und das opfer geprellt wird, so kann das opfer dem täter noch an die gurgel, sonst bleibt es ungeschoren Antworten
Es geht doch immer nur darum, dass man die Leute von einer Institution/Versicherung in die andere abschieben versucht (von ALV ins Sozialamt oder die IV, von der IV ins Sozialamt usw.). Schlussendlich zahlen wir alle zusammen doch den Schaden. Die Frage ist nur, aus welchem Kässeli bezahlt wird. Und dass sich die Privatversicherungen stets drücken, wenns ums zahlen geht, ist hinlänglich bekannt. Antworten
opfer werden von den zahlungspflichtigen versicherungen systematisch diskriminiert, schikaniert und stigmatisiert : wenn ein schuldloses opfer invalide wird, so nimmt die suva (auch stellvertretend für die iv) regress auf die unfallversicherungen der schuldigen schadenverursacher, das opfer bleibt aber in der öffentlichen wahrnehmung ein krüppel im siechtum, ein tagedieb, ein unnützes ärgernis..!! Antworten
Frau Bono hat es auf den Punkt gebracht: Die Versicherungen schieben das Problem ab. Das haben wir in der Familie selber erlebt. Nach zwei unverschuldeten Auffahrunfällen gröbster Art.. Es folgten Sitzung um Sitzung, das Wort "Simulant" der Versicherer dominierte. Am Schluss sagte ich, dass ich den damals renommiertesten Anwalt beiziehe. Danach schob die BASLER die Pflicht an die IV ab. Voilà. Antworten
Es geht doch um ein Abschieben der für den Unfall rechtlich haftenden, börsenkotieren Haftpflichtversicherungen in die staatlichen, von uns allen finanzierten Einrichtungen. Das Einzelschicksal der Betroffenen ist der Versicherungsindustrie, da Kostenfaktor, egal. Der Staat solch sich um die Opfer kümmern. Ob diese wegen Leistungseinbussen nach Unfall Sozialfälle werden, interessiert niemand. Antworten
1.) herr steinegger sollte sich abgewöhnen, seinen zeigefinger so auf patienten + opfer zu richten, wie gestern auf diese frau rechtsanwältin c. bono. 2.) dem herr erwin murer sein relativ häufiges grinsen wirkte meiner meinung nach im falschen moment verwirrend und hinteliess bei mir den eindruck von arroganz und irritation. 3.) sowohl murer wie auch steinegger könnten plötzlich opfer werden...!? Antworten
Es geht um Geld, sehr viel Geld. Es ist logisch, dass dabei die Ehrlichkeit auf allen Seiten auf ein Minimum schwindet. Das Problem löst sich erst dann, wenn weniger bezahlt wird, sonst wird weiter beschissen, betrogen, gelogen; Bezahlen tut es wie immer der ehrliche Prämien- und Steuerzahler. Wohl bekomms, allen Involvierten (Anwälte, Versicherungen, Patienten etc etc etc etc etc.) Antworten




Roger Thouvenin
Als Betroffener und Versicherungsfachmann mit eidg. Fachausweis ist es für mich doppelt beschämend, dass meine Unfallversicherung mir nach 13 Monaten schreibt, dass ich bereits seit 10 Monaten den "Vorzustand" erreicht hätte, obwohl immer noch Teilerwerbsunfähig. Den versicherer geht es lediglich darum, die Kosten auf die Krankenkassen zu verschieben, um Ihre eigenen Gewinne zu optimieren! Antworten