Kultur
«Das ist doch die mit den rot gefärbten Haaren»
Von Philippe Zweifel. Aktualisiert am 08.09.2011 66 Kommentare
Die neuen «Club»-Moderatorinnen: Karin Frei, Mona Vetsch.
Umfrage
Macht es einen Unterschied, ob eine Frau oder ein Mann den «Club» moderiert?
Umfrage
Packt Mona Vetsch die «Club»-Moderation?
Ja, sie bringt frischen Wind in die Sendung
Nein, sie ist zu quirlig
1885 Stimmen
Artikel zum Thema
- «Club» neu mit Mona Vetsch und Karin Frei
- TV-Kritik: Hooligans führen 1 zu 0
- TV-Kritik: Entspannt ist anders
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Gestern hat SRF die neuen «Club»-Moderatorinnen bekannt gegeben. «Ich bin froh, dass wir mit Karin Frei und Mona Vetsch für diese anspruchsvolle Sendung zwei erfahrene, profilierte Moderatorinnen gewinnen konnten», so Chefredaktor Diego Yanez. So viel ist unbestritten. Doch wird sich der «Club» mit dem neuen Moderationsgespann ändern?
Mona Vetsch verneint die Frage. Natürlich bringe jeder Moderator automatisch seine Persönlichkeit in ein Gespräch mit ein: «Ich wünsche mir, dass auch sogenannte ernste Themen in einer lustvollen Tonalität stattfinden können.» Auch für die neue Redaktionsleiterin und Moderatorin Karin Frei ist klar, dass man seine eigene Handschrift mitbringt. Ihr Moderationsstil sei eher schnell und pointiert – zumindest habe man ihr das beim Radio attestiert.
Generationenwechsel
Wird aus dem manchmal etwas betulich wirkenden «Club» etwa eine Art «Arena»? Beide Journalistinnen winken ab. Der «Club», so Frei, sei ein Ort, wo die Leute reden dürfen sollen: «Ich finde es unangenehm, wenn man den Leuten permanent übers Maul fährt.» Auf die Frage, ob sie ihre Quirligkeit zügeln müsse, antwortet Vetsch scherzhaft: «Dass man selber nicht mehr redet als die Gäste, ist mir klar.»
Vetsch weiter: «Man kann machen, was man will, von den Kritikern wird immer das Gegenteil gefordert.» Bei «Schawinski» heisse es, er unterbreche zu viel. Im «Club», wo die Leute zu Wort kommen, verlange man mehr Einsprüche. «Ich finde, man soll seinen Interviewstil den Themen und den Gästen anpassen. Bei medienerfahrenen Leuten wie Politikern, darf man ruhig öfters ins Wort fallen.»
Beeinflusst der Generationswechsel die Themenwahl? Nein, sagt Karin Frei. Die Themen richteten sich nach Aktualitäten. Wobei man sich SRF-intern abspreche. «Schawinski» sei eher politisch und wirtschaftlich ausgerichtet, der «Club» greife vor allem gesellschaftspolitische Themen auf.
Vetsch wurde angefragt
Dass die Wahl der neuen «Club»-Moderation auf zwei Frauen fiel, ist für Frei und Vetsch irrelevant. In den letzten 50 Jahren seien es meistens Männer gewesen, nun halt zwei Frauen. Laut Frei mussten alle Kandidaten ein Casting absolvieren, in dem eine Sendung mitsamt Gästen simuliert wurde. Als sie gesetzt war, habe sie bei der zweiten Stelle Mitspracherecht gehabt. Mona Vetsch sagt, sie sei fürs Casting angefragt worden, wobei man ihr mit der Anfrage zuvorgekommen sei, sie habe sich bereits für die Stelle interessiert, als sie von der Ausschreibung hörte.
Dass Mona Vetsch erst 36 ist, mag für den einen oder anderen zu jung sein – doch Vetsch wischt den Vorwurf fehlender Lebenserfahrung vom Tisch: «Ich glaube, wenn Menschen mit 20 Kinder haben können, sollte man mit 36 genug reif sein, sich allen Fragen des Lebens zu stellen.» Sie könne aber verstehen, wenn jemand nicht ganz über ihre Karriere im Bild sei und denke, das sei doch «die mit den rot gefärbten Haaren». Inzwischen habe sie aber unter anderem die Radio-Gesprächssendung «Fokus» geleitet und Wirtschaftspodien moderiert. Apropos: Ihr Engagement als DRS-3-Moderatorin behält Vetsch, gibt aber die SF-Sendung «Fernweh» auf. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.09.2011, 10:21 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
66 Kommentare
"Fernweh" im Schweizer Fernsehen. Man sieht: Mona Vetsch auf einem Schnellboot. Mona Vetsch vor Palmen. Mona Vetsch im Fond eines Autos. Mona Vetsch an einem Umzug. Mona Vetsch und ein schwarzes Kleinkind. Mona Vetsch am Steuer eines Autos. Mona Vetsch im Dschungel. Mona Vetsch am Strand. Mehr wäre weniger.
M.Vetsch sollte sich weniger in Szene setzen. Ich werde mir den Club mit M.V. nicht antun.
Antworten
Mona Vetsch? Als Reiseanimateurin irgendwo auf der Welt, wo sie Auto fährt, frühstückt, einkauft und man nebenbei noch etwas vom bereisten Land erfährt, das mag ja noch erträglich sein. Aber den Club moderieren? Wäre sie doch bloss auf ihrem kleinen Bauernhof im Thurgau geblieben... Antworten
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Grandioses Berg-Erleben.
Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Bitte warten







