Kultur
«Köppel hat zu wenig sorgfältig recherchiert»
Von Armin Walpen. Aktualisiert am 05.05.2010 15 Kommentare
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Den Verlegern sei für die uneigennützige Hilfe bei der Sanierung der SRG-Finanzen (TA vom Dienstag) herzlich gedankt; derartiges Entgegenkommen sind wir uns nicht gewohnt. Hier einige Hinweise zu den tatsächlichen Verhältnissen, um den Wert künftiger Ratschläge nachhaltig zu steigern: Herr Wanner fordert, ich nehme an zur Freude unserer italienischsprachigen Landsleute, die Streichung des zweiten italienischen Fernsehprogramms. Er schätzt die Einsparung auf «100 Millionen auf einen Schlag». Nun, lieber Peter Wanner, mit 100 Millionen vermöchten wir gut 14 RSILa-2-Programme zu produzieren! Die Streichung von RSI La 2 hätte einen Nettospareffekt, das heisst nach Abzug der Werbeeinnahmen, von 7 Millionen; die Betriebskosten des zweiten Kanals beliefen sich 2009 auf rund 8,5 Millionen.
Kollege Köppel will gar die oberste SRG-Führung in die Wüste schicken. Diese Massnahme dränge sich auf, weil der Führung angeblich der Sparwille abgeht. Mir scheint, Roger Köppel hat zu wenig sorgfältig recherchiert: Mit drei Sparpaketen in den Jahren 2005, 2007 und 2008 sparte die SRG SSR nachhaltig 100 Millionen ein, mit einem weiteren, 2009 beschlossenen Paket, das 2010 wirksam wird, zusätzlich 30 Millionen. Das Paket enthält unter anderem eine generelle und individuelle Lohnnullrunde sowie einen Investitionsstopp.
Konkurrenzfähig
Hanspeter Lebrument, der Präsident des Verbandes Schweizer Presse, will rigoros Programme streichen. Diese Idee hatten wir schon, nur müssten diese Streichungen vom Bundesrat bewilligt werden, er hat sie nämlich alle genehmigt. Zudem sind unsere Programme sehr beliebt; jede Woche sehen und hören 90 Prozent der Bevölkerung, also über sechs Millionen Menschen, unsere Angebote, und das für 462 Franken im Jahr. Verglichen mit dem Gesamtpreis von 813 Franken, den man für die «Südostschweiz», die «Quotidiana» und das «Tagblatt» zahlt, scheint mir das konkurrenzfähig. Würde die SRG SSR ihre Programme nur in einer Sprache anbieten, würde die Empfangsgebühr noch 268 Franken betragen und damit im europäischen Schnitt liegen. Und was die Reisen angeht, schlage ich vor, dass wir zwecks Synergien künftig zusammen reisen, als Backpacker natürlich; nur hätten wir ein Problem: Ich kann nicht Töff fahren. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 05.05.2010, 11:37 Uhr
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15 Kommentare
Was ich bei SF erlebt habe, zeugt nicht von Sparwille. z.B. Festnetzanschluss auf Handy umleiten, permanent. Statt von Luzern nach Zürich zurückfahren, in Luzern kurzerhand übernachten. Irgendwelche Flyer drucken, die es gar nicht braucht usw. Sparpotential wäre vorhanden, doch die Mitarbeiter scheint dies nicht zu interessieren. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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