Kultur
Miss-Wahl vor dem Aus
Von Linus Schöpfer/Philippe Zweifel. Aktualisiert am 26.09.2011 67 Kommentare
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Kaum war die Show vorbei, gabs bereits wieder Zoff: Eine Panne hatte im Halbfinal die Telefonnummern der Kandidatinnen durcheinandergebracht oder gelöscht; einige der Kandidatinnen fühlten sich betrogen und beklagten sich sogleich lauthals.
Ganz generell scheinen die Miss-Schweiz-Wahlen unter keinem guten Stern mehr zu stehen. Die Quoten sinken seit Jahren, am Samstag war mit nur noch 400'000 Zuschauern ein neuer Tiefpunkt erreicht (Marktanteil 25,7 Prozent). 2001 hatte die Show noch über eine Million Zuschauer erreicht. Sven Sarbach, SF-Bereichsleiter Show und Events, konstatierte gegenüber baz.ch/Newsnet kühl: «Die Akzeptanz der Miss-Schweiz-Wahl beim Publikum ist gesunken». Das zeige sich daran, dass die Zuschauerzahlen im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent zurückgegangen seien. In den nächsten Tagen würden die Programmverantwortlichen das weitere Vorgehen besprechen, so Sarbach.
Christoph Locher, Leiter der Miss-Schweiz-Organisation, versucht das Ergebnis zu relativieren: «Im Tessin schnitt die Show mit einem Marktanteil von rund 37 Prozent hervorragend ab». Locher ist überzeugt, dass die Sendung im Rahmen einer Deutschschweizer Produktion die 30-Prozent-Marke überschritten hätte. Dass die Show tendenziell Zuschauer verliert, bestritt Locher aber nicht.
Privatsender als Option
Über die Gründe dieses abnehmenden Interesses kann nur spekuliert werden: Ist es die Inflation der Miss-Wahlen? Sind es Castingshows à la Heidi Klum? Auch abseits der Quote kämpft die Sendung mit Problemen: Seit Jahren steht die Frage im Raum, ob der Service-public-Auftrag tatsächlich die Übertragung einer privat organisierten, mit Sponsorengeldern reich alimentierten Schönheitswahl beinhaltet.
Die Aussichten für die Miss-Schweiz-Wahl sind also alles andere als glänzend. Dass sie vollends von der Mattscheibe verschwindet, ist jedoch unwahrscheinlich. Bereits im Januar diesen Jahres haben verschiedene Privatsender ihr Interesse an einer Übertragung angemeldet. «Diese Option ist für uns absolut im Bereich des Möglichen», erklärt Mitorganisatorin Karina Berger gegenüber baz.ch/Newsnet angesichts des erwartbaren SRF-Ausstiegs.
(baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.09.2011, 12:30 Uhr
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67 Kommentare
Es ist höchste Zeit, dass diese sinnfreie Veranstaltung, deren Durchführung ich auch noch mit Zwangsabgaben (Billag) finanzieren muss, endgültig abgesetzt wird. Und wenn man gerade dabei ist, bitte gleich auch Mister Schweiz und Concours d'Eurovision in den Abfalleimer der Geschichte bugsieren ... Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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