Quoten-Schweizer bei «Popstars»

Ein Sieg in der deutschen Castingshow «Popstars» ist für den Schweizer Leo Ritzmann zum Greifen nah. Ein televisionäres Déjà-vu.

1/5 Schafft es dieses Jahr ein Schweizer in die «Popstars»-Band? Der Züricher Leo Ritzmann ist auf dem besten Weg, zur einen Hälfte des Duos Du&Ich erkoren zu werden. Zusammen mit seiner Partnerin, der Berlinerin Vanessa, kämpf er um den Sieg.
Foto: ProSieben

Leo Ritzmann aus Hinwil ZH ist der Favorit in der aktuellen Popstars-Staffel. Von der Jury um Detlef D! Soost mit Komplimenten überhäuft, singt sich der 20-Jährige Runde um Runde weiter. Gestern schaffte er den Einzug ins Viertelfinale. Gesucht wird heuer bei «Popstars» ein gemischtgeschlechtliches Duo; der Bandname Du&Ich steht bereits fest.

Ritzmann hat auch schon eine feste Duettpartnerin, mit der er im Fall der Fälle das neue «Popstars»-Erzeugnis bilden wird: Vanessa aus Berlin. Leo und Vanessa müssen noch drei Sendungen überstehen und drei Gegnerpaare ausstechen.

Dann wäre Ritzmann der erste Schweizer, der es bei «Popstars» geschafft hat.

Eine bekannte Situation

Der erste Schweizer, der bei «Popstars» weit nach vorne kommt, ist Ritzmann nämlich nicht: Ari Zuta aus Uitikon ZH schaffte es in der Staffel 2006 um ein Haar in die damals gecastete Band Monrose. Sie war die letzte Kandidatin, die rausflog – die verbliebenen drei Mädchen formten dann das Trio Monrose.

Letzten Herbst machte ebenfalls eine Schweizerin bei «Popstars» auf sich aufmerksam. Jill aus Zürich schaffte es unter die ersten zehn. Dann musste auch sie gehen.

Quoten-Schweizer

Warum die Schweizer immer kurz vor dem Sieg gebremst werden, liegt auf der Hand: Solange die Sendung läuft, ist ein Schweizer Kandidat mit Chancen auf einen Platz in der Band ein Magnet für eidgenössische TV-Zuschauer. Für die gecastete Band sind die Schweizer dann allerdings entbehrlich: Die Popstars-Formationen sind fast ausschliesslich für den deutschen Markt interessant, ergo sollten die Bandmitglieder auch Deutsche sein.

Einzige mögliche Ausnahme aus dieser Regel: Ein Schweizer mit internationalem Format wie Leo Ritzmann einer zu sein scheint – glaubt man den Lobgesängen der «Popstars»-Juroren. Noch ist aber nicht aller Tage Abend und Ritzmann noch nicht in der Band. Ob er am Ende doch nur ein weiterer Quoten-Schweizer ist, wird sich am Finale am 10. Dezember weisen. (bazonline.ch/Newsnetz)

Erstellt: 27.11.2009, 16:01 Uhr

Meistgelesen in der Rubrik Kultur

Bestenlisten

TV
Einschaltquoten

15.März 2010

1.19:30Tagesschau755'300
2.19:00Schweiz aktuell515'300
3.21:5010vor10487'000
4.20:061 gegen 100471'200
5.21:09Puls400'900
Mehr

Die besten Filmszenen

Bildungsbeilage




© Tamedia AG 2010 Alle Rechte vorbehalten