Romy Schneiders filmreifes Leben am TV
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Der Film
«Romy»: Mittwoch, 11.November, 20.15Uhr, ARD.
Ihr Leben glich einer Achterbahnfahrt und endete viel zu früh: Das tragische Schicksal der 1982 mit nur 43 Jahren an Herzversagen gestorbenen Romy Schneider ist eine faszinierende Vorlage für eine Filmbiografie. Doch erst 27 Jahre nach ihrem Tod kommt jetzt der erste Spielfilm, der sich mit der grossen Schauspielerin beschäftigt, ins Fernsehen.
In der Hauptrolle brilliert Jessica Schwarz, die Romy Schneider nicht nur ähnlich sieht, sondern der von Selbstzweifeln zerrissenen Filmdiva auch sehr nahe kommt, ohne sie in jedem Detail nachzuahmen. «Es ist eine grosse Verantwortung, eine solche Ikone wie Romy Schneider zu verkörpern», sagte die bei der Premiere des Films in Berlin umjubelte 32-jährige Schauspielerin. «Ich hoffe, dass ich den Erwartungen gerecht werde.»
Das von Regisseur Torsten C. Fischer inszenierte Biopic schildert das Leben Romy Schneiders als eine Abfolge von Triumphen, Enttäuschungen und Schicksalsschlägen, das Auf und Ab einer zwischen Freiheitsdrang und der Sehnsucht nach Geborgenheit hin- und hergerissenen Künstlerin.
Kinofilm gescheitert
Dabei spielten stets Männer eine wichtige Rolle: Etwa ihr Stiefvater Hans Herbert «Daddy» Blatzheim, der Romy in den fünfziger Jahren dazu überreden will, in einem vierten «Sissi»-Film zu spielen. Oder ihr französischer Schauspielkollege und Geliebter Alain Delon, mit dem Romy Schneider Anfang der Sechziger unbeschwerte Jahre in Paris verbringt, der sie aber eiskalt abserviert, als er ihrer überdrüssig wird und sie damit erst in den Zusammenbruch und dann zurück nach Deutschland treibt. Schliesslich ihr erster Ehemann Harry Meyen, der seine Frau vor anderen blossstellt und vor dem sie mit dem gemeinsamen Sohn David, der 1981 tödlich verunglückte, wieder nach Frankreich flieht.
Beherrscht wird fast jede Szene von Jessica Schwarz, die Romy Schneider in der 105 Minuten langen Filmbiografie wiederaufleben lässt und dem Film damit ihren Stempel aufdrückt – eine erstaunliche Leistung der 32-jährigen Schauspielerin. Die ARD-Filmbiografie ist nach dem Scheitern eines Kinoprojekts mit Yvonne Catterfeld in der Hauptrolle der vorerst einzige Spielfilm über das Leben Romy Schneiders. (Berner Zeitung)
Erstellt: 09.11.2009, 13:15 Uhr
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