Kultur
Schweiz sucht eine «Lena» für Eurovision
Aktualisiert am 02.09.2010 4 Kommentare
Erfolg, den sich auch die Schweizer wünschen: Die deutsche Eurovisions-Siegerin Lena Meyer-Landrut. (Bild: Keystone )
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Indem der Schweizer Eurovisions-Teilnehmer per Castingshow bestimmt werde, wolle das Schweizer Fernsehen das Kandidatenfeld öffnen, begründete SF-Sprecher Marco Meroni das neue Auswahlverfahren. Bisher mussten die Künstler, die für die Schweiz antreten wollten, bereits bekannt sein, also Bühnenerfahrung besitzen und eine CD auf den Markt gebracht haben.
Dies ist für den Contest 2011 in Deutschland nun nicht mehr nötig: Jeder und jede kann mitmachen und einen Song auf die Internetplattform www.eurovision.sf.tv hochladen. Wie Meroni weiter erklärte, muss es sich dabei aber um ein neues, noch nicht publiziertes Lied handeln. So schreibt es das Reglement des Eurovision Song Contest vor.
Danach sind die Zuschauer gefragt, die auf der Website ihre Stimme abgeben können. Zusätzlich zu diesen Meinungen setzt SF laut einer Mitteilung vom Mittwoch auch noch eine Fachjury ein, deren Urteil 50 Prozent der Wertung ausmachen wird. Wer in dieser Jury Platz nimmt, ist laut Meroni noch unklar.
Die besten zehn Künstler kommen in die Liveshow
SF organisiert die Ausscheidung zusammen mit Radio DRS3 und eröffnet den Bewerbungsprozess am 1. Oktober. Bis am 30. Oktober können die Musiker ihre Videos hochladen.
Die besten zehn Nachwuchskünstler können ihr Lied am 11. Dezember in einer Liveshow am Schweizer Fernsehen präsentieren. Das Publikum entscheidet dann per Telefonanruf, wer nach Deutschland fahren und Punkte für die Schweiz holen wird. Am 29. Januar 2010 startet dann schon die nächste Castingshow: «Die grössten Schweizer Talente». (sda)
Erstellt: 02.09.2010, 08:27 Uhr
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4 Kommentare
Hatten wir nicht schon solche Castingsshow - wie hiesen die Gewinner noch? Also ich erinnere mich an keinen Superstar aus hiesigen Gefilden. Was noch übler ist: Man kopiert eine Idee, die dieses Jahr in Deutschland zufällig erfolgreich war. Warum hat man kreiert man keine eigenen Ideen. Dafür sind diese Leute doch bezahlt. Und: Lena tanzt auf der Erfolgswelle auch nicht mehr ganz oben mit. Antworten
Ich amüsiere mich noch heute, wie Augur/innen Lena den Absturz am Contest weissagten, es sind wohl dieselben, die Griechenland noch 2 Wochen dem Euro noch einen Monat und der EU noch 6 Monate gaben. Und heute sind wir soweit, dass wir ausländische (igitt!) Konzepte kopieren möchten, da sie anscheinend erfolgreich sind. Gölä ist doch so ein Superschweizer, soll der doch um unsere Ehre kämpfen! Antworten
Warum müssen wir krankhaft Talente suchen? Scheinbar haben wir die hier nicht, und wenn gehem sie ins Nachbarland, dort winkt ihnen eine grössere Karriere (auch wenn sie nach einem Jahr genau so vorbei ist). Aber auch mit einem Riesentalent haben wir nichts an der Eurovision verloren - Kinderfest! Antworten




Remo Gfeller
Na ja, die Massen wollen nun mal eben unterhalten werden. Was jedoch bei den alten Rämern spektakel war, ist heute jeweils billiger Abklatsch von der Wiederholung der Wiederholung. Wenn das SF alles aus dem eigenen Sack zahlen und nicht Steuergelder in diese Sinnlose Aktion pumpen würde, könnten sie von mir aus tun was sie wollen. Antworten