Kultur
Sender aus der Türkei und dem Balkan grösste Konkurrenz für SF
Aktualisiert am 16.03.2010 10 Kommentare
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Verglichen mit 2008 steht SF im letzten Jahr zwar um 0,9 Prozentpunkte schlechter da. Das liege aber in erster Linie an sportlichen Grossereignissen wie der Fussball-EM und den Olympischen Spielen in Peking. Diese hätten im Vorjahr besonders gute Zahlen geliefert, erklärte der neue Fernsehdirektor Ueli Haldimann am Dienstag vor den Medien. «Verglichen mit 2007, dem letzten Jahr ohne grosse Sportereignisse, haben wir nur 0,2 Prozentpunkte verloren.»
Im Grossen und Ganzen haben Informationsprogramme am meisten eingebüsst, so etwa die Hauptausgabe der «Tagesschau». Im Jahr 2008 erreichte sie einen Marktanteil von 55,5 Prozent. Im letzten Jahr waren es noch 53 Prozent. Vor zehn Jahren erreichte das Flaggschiff noch einen Marktanteil von rund 70 Prozent. Auch die «Arena» erfreute sich 2009 weniger grosser Beliebtheit und musste ein Minus von 1,5 Prozent auf 25,3 Prozent Marktanteil hinnehmen.
Insgesamt ist Haldimann dennoch zufrieden. Es sei eine gute Leistung, dass sich die SF-Sender über die Jahre hinweg einigermassen stabil hielten. Diese Leistung sei umso besser, wenn man die wachsende Konkurrenz von privater Seite und aus dem Ausland berücksichtige.
Grösste Konkurrenz: «Sender aus der Heimat»
Grösste Mitstreiter um die Aufmerksamkeit waren im letzten Jahr aber nicht etwa die deutschen Privatsender der RTL- oder der ProSiebenSat.1-Gruppe, sondern Sender aus den Heimatländern der ausländischen Bevölkerung. Programme aus der Türkei beispielsweise oder aus Ländern des Balkans belegten im letzten Jahr zusammengerechnet bereits 16,1 Prozent Marktanteil. Das ist mehr als die RTL-Gruppe mit 15,7 Prozent und die ProSiebenSat.1-Gruppe mit 12 Prozent.
Innerhalb von fünf Jahren haben diese «Sender aus der Heimat» rund 6 Prozent Marktanteil gewonnen. Eine Entwicklung, die laut Haldimann wahrscheinlich weitergehen wird. Pläne, wie man Ausländer als SF-Zuschauer gewinnen könnte, gibt es bei SF aber nicht.
«Des Schweizers liebste Freizeitbeschäftigung»
Was für Haldimann aber ebenfalls nicht aufhören wird, ist die Liebe der Schweizerinnen und Schweizer zu ihrem TV-Gerät. «Auch in zehn Jahren wird das Fernsehschauen noch des Schweizers liebste Freizeitbeschäftigung sein.» Im letzten Jahr sassen die Deutschschweizer jeden Tag durchschnittlich 2 Stunden und 25 Minuten vor dem Fernseher, das sind vier Minuten mehr als 2008. Haldimann führt diesen Zuwachs nicht zuletzt auf die Wirtschaftskrise zurück, welche die Leute «eher mal auf dem Sofa bleiben lässt».
Dass das traditionelle Fernsehschauen schon bald von der Programmgestaltung am Computer abgelöst wird, glaubt Haldimann nicht. Natürlich würden jüngere Generationen vermehrt per Internet auf Sendungen zugreifen. «Dass man sich hin und wieder gerne als Couchpotato unterhalten lässt, wird sich aber nie ändern.» (rb/sda)
Erstellt: 16.03.2010, 16:02 Uhr
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10 Kommentare
Jaja, die Statistiken...von welchen unabhängigen Institut wurden diese durchgeführt?Oder waren's eigene Statistiken?... Höchste Zeit dass die mal von hohen Ross absteigen,die Realität ins Augen schauen,und etwas bezüglich Programmangebote tun! Wäre interessant welche Altersgruppen schauen überhaupt noch SF, wann und wie lange?!... Gähn. Antworten
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