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TV-Kritik: «Nach der Schlägerei geht es den Tätern besser»
Von Rico Bandle. Aktualisiert am 17.03.2010 56 Kommentare
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Im Grunde sind sich bei diesem Thema alle einig: Dass Jugendliche grundlos und zufällig jemanden verprügeln, das darf nicht sein. Gleich beide Söhne von FDP-Nationalrat Filippo Leuteneger wurden schon einmal von Unbekannten verprügelt. Leutenegger erzählt, wie schlimm es in beiden Fällen war, als zu Hause das Telefon klingelte und er vom Vorfall erfuhr. «Ich war sofort auf 180», sagt er.
Selbst Marcel Riesen-Kupper, der als leitender Jugendstaatsanwalt des Kantons Zürich von Berufs wegen mit solchen Fällen konfrontiert ist, sagt: «An diese Delikte gewöhnt man sich nie.» Dass etwas getan werden muss, ist also unbestritten, zumal gerade die Kopfverletzungen nach Schlägereien in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Wenn das Opfer bereits am Boden liegt, wird es oft weiter mit Fusstritten traktiert – mit zum Teil verheerenden Folgen. Moderatorin Christine Maier will den Fokus auf härtere Repression lenken. Eindringlich fragt sie die Runde: «Können Sie denn nicht verstehen, dass die Bevölkerung das Gefühl hat, da werde zu lasch mit den Tätern umgegangen?»
«Kuscheljustiz gibt es nicht»
Doch nur Polizist David Regez kann Maiers Frage vorbehaltlos zustimmen. Filippo Leutenegger ist es wichtiger, dass die Täter überhaupt gefasst werden, als dass das Strafmass erhöht wird. «Die meisten Täter werden gar nicht erst erwischt», sagt er. Einerseits hätten so die Täter ein Erfolgserlebnis, andererseits erhöhe diese Situation die Ohnmacht der Opfer. Deshalb ist für ihn klar: Ausgehmeilen müssen videoüberwacht werden. Eventuell sei auch mehr Polizeipräsenz nötig.
Staatsanwalt Riesen-Kupper will von härteren Strafen nichts wissen. «Kuscheljustiz gibt es nicht, im Gegenteil», sagt er. Die Massnahmen, die in der Schweiz im Jugendstrafrecht vorgesehen seien, würden von den Tätern als viel härter empfunden, als wenn sie einfach eine Freiheitsstrafe absitzen müssten. Die Massnahmen beinhalteten, dass sich die Jugendlichen stark mit sich und ihrer Tat auseinandersetzen müssten, was sehr unangenehm sei.
Die Sprache der Gewalt
Bleibt die Frage, was läuft mit Jugendlichen schief, die als Freizeitbeschäftigung fremde Leute verprügeln? «Nach der Schlägerei geht es den Tätern besser», sagt Marinko Jurendic, Leiter des Instituts «Speranza», das mit straffällig gewordenen Jugendlichen arbeitet. Doch Jugendliche im Alter von 16 oder 17 Jahren könne man noch formen. Die Psychiaterin Cornelia Bessler sagt, die Empathie, also die Fähigkeit, sich in die Lage des Opfers hineinzuversetzen, sinke mit der Gruppendynamik. «Die sind in dem Augenblick nur noch überflutet von der Emotion, sich gross zu fühlen.»
Die Fachleute reden so von ihrer Arbeit, als würden bei der Betreuung der Straftäter bereits alle nötigen Massnahmen greifen. Für sie besteht höchstens in der Prävention Handlungsbedarf. Kritik darüber, dass die umfassende Rundumbetreuung vielleicht auch zu viel des Guten sein könnte, gibt es keine. Dafür hört man die üblichen Erklärungen, dass die Mehrheit der Jugendlichen ja brav sei, dass jene, die Probleme machten, oft schon selbst in der Familie Gewalt erlebt hätten, dass die Gewalt kein Ausländer-, sondern ein Schichtproblem sei. Ein Ausländerproblem sieht die Runde nur hinsichtlich der Sprache: Wer sich verbal nicht ordentlich auszudrücken vermag, der drückt sich viel eher mit den Fäusten aus. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.03.2010, 08:57 Uhr
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56 Kommentare
Wie schön, Hauptsache es geht den Tätern nach der Tat besser, wie sich die Opfer fühlen ist dann Nebensache. Erstaunlich, dass bei all diesen Diskussionen etwas immer wieder untergeht: Der Schutz des Bürgers und wenn härtere (längere) Strafen angeblich nichts bewirken, schützen sie uns zumindest vor Wiederholungen nach kurzer Zeit. Antworten
Die Sendung habe ich mir gar nicht angeschaut. Da wird geredet und geredet - Resultat: alles bleibt beim alten. Ich mag es nicht mehr hören. Wir haben in Europa die mildesten Jugendstrafen. Und wir haben auch das grausamste Ergebnis. Viele Leute mögen abends nicht mehr ausgehen. Man hat auch Angst für die Kinder. Weit haben wir's gebracht. Antworten
@ Felber: Sie können hier die Werbetrommeln für Ihre 68er-Ideolgien weiter rühren. Zwischenzeitlich dürften wir ja erkannt haben, wohin uns das geführt hat. Sie scheint das wenig zu kümmern. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein, gell?! Und ist es relevant, ob die ausländischen Täter männlich o. weiblich sind? Fakt ist, dass sie in den entsprechenden Statistiken krass übervertreten sind. Antworten
Es geht eben nicht darum, wie hart ein Verurteilter die "Massnahmen" empfand, die er hat über sich ergehen lassen müssen, sondern darum wie abschreckend sie auf potentielle zukünftige Straftäter wirken. Eine flächendeckende Umfrage in den Schulen zu diesem Thema tut dringend not. Ich vermute, dass eine lange Gefängnisstrafe von den Jugendlichen als die am meisten gefürchtete Strafe gilt. Antworten
@Guido Beck: Und es sind zu 99.8% Männer. Kriminalität und Gewalt ist ein Männerproblem. Häusliche Gewalt, Hooligans, Vergewaltigung, Mord, Raub, Pädophälie und Strassenschlägereien. Die Täter sind fast immer Männer. Was ist da los? Denken sie mal darüber nach. Also wenn sie sich auf die Statistik werfen, dann bitte auf die noch offensichtlicheren Werte als die Nationalität. Antworten
Solche Leute gehören weggesperrt, nur schon zur Genugtuung des Opfers!! Ein Bisschen Gerechtigkeit muss sein. Zudem bleiben die oft notorischen Täter (die auch ohne Gefängnis rückfällig werden) während dieser Zeit wenigstens der Öffentlichkeit erspart. Ich wurde selbst Opfer eines grundlosen Angriffs und habe nach einem doppelten Kieferbruch 6 Wochen Brei gegessen... die Wut ist gross Antworten
Warum werden X ehemalige Strafgefangene Täter wieder rückfällig? Warum töten erwachsene Männer Frauen, Kinder? Auch Frauen töten (seltener). Der Ruf nach hart durchgreifen löst kein einziges Problem! Die Jungen haben erzieherische und psychische Defizite und die müssen nebst Strafe angegangen werden. Die "hartdurchgreifen" wollenden outen sich selbst als Gewaltbereite und merken es nicht einmal. Antworten
Die Aussage des Speranza-Jugendarbeiters das es wichtig sei, das man schwierige Jugendliche präventiv bei der IV anmelden müsse, weil ihnen die kognitiven Fähigkeiten fehlen eine Ausbildung absolvieren zu können, hat mich sehr erstaunt. Sowas darf doch einfach nicht wahr sein !! Antworten
@ Robert Huber Das ist keine Behauptung dies wurde letzten Mittwoch in der Rundschau im CH TV genau so wiedergegeben - die Sendung kann übrigens im Internet nachgeschaut werden ! Woher sind denn Ihre Behauptungen dass dem nicht so ist ? Bildzeitung oder so ? Antworten
Da wird wieder schöngeredet bis zum Abwinken.... Es gibt angeblich keine Kuscheljustiz, kein Migranten- nur ein Schichtproblem, Prävention und Antiaggressionstrainings sind wirksamer als Strafmassnahmen, etc. etc. Nur statistische Beweise für all die Behauptungen gibt es keine. Antworten
Die Justiz will die Täter weiter schonen, das kennen wir zur Genüge! OK, locht Sie nicht ein aber: Für die "Opfer"" sollen die Täter den staatlichen Tagessatz eines Pflegeheimes (Kanton Zürich) von mindestens Fr.175.00 bezahlen. So lange bis das Opfer 100 % hergestellt ist, oder wenn dies nicht möglich ist zu Lebzeiten. Wenn die Eltern des Opfers pflegen sollen Sie das Geld erhalten! Antworten
Wer grundlos fremde Leute verprügelt, zeigt seine Geisteshaltung gegenüber der Gesellschaft in der er Teil des Ganzen ist und sollte deshalb aus dieser Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Was dies im Detail bedeuten würde, sollte eigentlich einmal ernsthaft diskutiert werden. Da man sie (noch) nicht eliminieren kann, warum nicht lebenslänglich in Jobs einsetzen, die sonst keiner machen will. Antworten
Die Gewaltspirale wurde mit der unglaublichen Flut von Ausländern importiert! Daran führen keine Ausreden mehr vorbei und es ist eine Schande, dass dadurch auch unsere Einheimischen in Verruf gezogen werden. Früher gab es solch brutale Akte kaum, heute aber wehren sich auch die Schweizer härter gegen diese unzumutbare Lage. Verraten und verkauft kommen sich immer mehr vor. Antworten
@Robert Huber: Haben Sie denn das Gefühl, das die Methoden für die Sie plädieren zum Erfolg führen? Nie und nimmer! In all den Jahren (Jahrzehnten!), in denen genau Eure Philosophie zur Anwendung kam, ist diese ganze Gewaltsmist erst entstanden. Das ist auch eine Tatsache. Sind die Täter weggesperrt können sie nicht schaden! Keine Resozialisierung! Harte Strafe! Gibt wenigstens Genugtuung! Antworten
Kein Ausländerproblem? 45% der jugendlichen Täter sind Ausländer oder haben Migrationshintergrund. Wenigstens eine Teillösung wäre simpel: Bei Taten dieser Art gehören Täter inkl. Familie ausgeschafft. Diese Sprache würde verstanden werden - definitiv. Auffällig auch, dass kein Vertreter der Partei, die sich diesem Problem annimmt und lösungsorientiert politisiert, anwesend war. Typisch SF. Antworten
heute in den Nachrichten: Mädchenbande in Winterthur macht anderen Mädchen das Leben schwer. Und wer wird psychologisch betreut? Die Täterinnen! Solange die Täter in der Schweiz besser geschützt werden als die Opfer, stimmt einfach etwas nicht. Härtere Strafen her, und zwar sofort! Die jetztigen sind doch keine Abschreckung.. Antworten
Gefasste Täter sollten die durch ihre Gedankenlosigkeit verursachten Kosten abarbeiten müssen. Schon in meiner Jugend war es üblich, dass wir Jungen unsere Dummheiten z.B. mit Rasenmähen beim "Opfer" direkt zu seinen Gunsten abarbeiten mussten. Das war einem eine Lehre (mit Abschreckungspotential!) und gab dem geschädigten eine gewisse Genugtuung. Antworten
@R. Huber: Härtere Strafen sind nur ausdruck der Hilflosigkeit.. Sorry, haben wir denn nur ein Rechtssystem, welche uns "Normalos" bestraft und uns vor solchen kranken Leute nicht schützt?!? Betreffend Resozialisierung: Resozialisiert werden kann nur eine Person, welche schon einmal sozialisiert war... Macht weiter so und die Selbstjustiz wird enorm zunehmen, bin auf jeden Fall dafür!!! Antworten
Die Errungenschaft von Frieden, nicht nur im öffentlichen Raum, darf durch solche Jugendlichen nicht aufs Spiel gesetzt werden. Man muss wirklich alles versuchen, sie festzunehmen und dann unbedingt mit Therapie bestrafen, sie müssen mit ihrer Gewaltgeilheit konfrontiert werden, und man muss ihnen die Möglichkeit geben, zu reflektieren und sie müssten dem Opfer ein hohes Schmerzensgeld bezahlen. Antworten
@ Walter Sahli Ihre Frage oder besser gesagt Ihre Behauptung wird klar durch den Fall München widerlegt. Die Täter im Fall München würden am liebsten in der CH verurteilt werden und eben nicht im Knast in D sitzen. Ihre Behauptung die Täter bevorzugen den harten Knast vor unserer "kuscheligen Psychotherapie " wie sie es so schön ausdrücken ist schlicht und einfach falsch ! Antworten
Dazu lesen Sie bitte die folgende Inkonsequenz: Die SVP (!), FDP, CVP mit EDU und GLP haben am 15.12.2009 im Kantonsrat Zürich durchgesetzt, dass die Gelder für den Strafvollzug zusammengestrichen werden. Ebenfalls haben sie beschlossen, das Budget der Opferhilfe drastisch zu kürzen. Ich habe immer gedacht, dass V bei der SVP steht für Volk... Antworten
@Patrick Tscherrig und Rober Huber: Bravo! @Heinz Köhli: Sie haben Recht. Was sie beschreiben ist genau der Massnahmevollzug, der statt Gefängnis eingesetzt wird. Integration über Arbeit. Erlernen von Disziplin und Tagesstruktur. Im Gefängnis sein heisst nur Zeit absitzen. Mit TV, Lesen, Schlafen...arbeiten muss man nicht, kann aber. Jedoch ohne Therapie. Antworten
@Michael Meier: Was haben bulgarische Zuhälter, die sich durch keine Strafen von ihrem Weg abbringen lassen mit Jugendlichen Gewalttätern zu tun?! Aber gutes Beispiel: Inwiefern soll eine längere Strafe gegen den Rückfall nützen?! 100% Schutz vor Rückfall: Todesstrafe. Meinen sie das mit härter? Oder Prügelstrafe oder soll mehr bringen als die Arbeit mit dem Täter? Worauf wollen sie hinaus?! Antworten
Anti-Rauch-Kampagnen haben etwas bewirkt. Jeder weiss heute, dass Rauchen tötet. Anti-Gewaltkampagnen mit der Botschaft "Gewalt bleibt nie folgenlos", weder für das Opfer noch für den Täter, haben ein ähnliches Potential. Man muss nämlich nicht nur beim Täter ansetzen, sondern auch bei den Erziehern und allen irgendwie betroffenen Menschen. Antworten
@ Herrn Lauter: Der Witz ist, dass die Täter eben gerade nicht auswählen. Sie haben die Tat nicht bewusst geplant in Abwägung der möglichen Konsequenzen, sondern die Tat ausgeführt, weil ihnen danach war, weil ihnen langweilig war etc. Gerade dieser Fall zeigt, dass die Abschreckungstheorie der Strafe ins Land der Märchen gehört. Die angeblich höheren Strafen in D haben die Taten nicht verhindert Antworten
Kaum auszuhalten. Was unsere Generation früher vielleicht allzu sehr geschlagen und moralisiert wurde, wird die heutige nur-noch-gebäbelet und wertfrei "erzogen". Die heutige Jugend weiss gar nicht mehr, wie es tut, selber geschlagen zu werden und Schmerzen zu haben. Im Club redete jeder nur für sein Geschäft (Jugendstaatsanwalt, Psychiaterin, Begleiter). -> Lager, Steine klopfen, sonst kein Essen Antworten
An alle Kritiker, nochmals zum mitschreiben: Therapie und die Arbeit mit sich selbst ist A.) schlimmer für die Täter . B.) dauert länger und C.) ist erfolgreicher gegen Rückfall. Aber lieber mehr Geld in die Justiz und Polizei statt in die Verhinderung von Gewalt durch Familienarbeit, Bildung und Früherkennung pumpen, wie? Die Justiz hilft nicht gegen die Gewalt. Sie verurteilt sie nur. Antworten
Der Ruf nach härterer Bestrafung ist verständlich und richtig, aber würde das den ersehnten Erfolg bringen? Obwohl es z.B. in den USA die Todesstrafe gibt, wird gemordet. Ich glaube erfolgbringend kann nur eine Kombination aus Prävention, Bestrafung und das Zeigen von Präsenz von Ordnungskräften sein. @einige Schreiber: nicht das "Nach...geht es den Schlägern besser" bewusst falsch interpretieren. Antworten
Schön wärs, würde man einfach das Strafmass erhöhen und es gäbe weniger Gewalt. Dagegen gibt es genügend Belege. Schön wars, wäre die Welt so einfach wie es sich viele in diesem Forum vorstellen. "Kuscheljustiz" ( ein lächerlicher Begriff), ist nur eine Reaktion auf die gescheiterte Zero Tolerance Politik der Vergangenheit. Antworten
Klar, dass wieder einmal alles Andere Schuld an der Situation sein soll. Und abermals wird mit dem Finger auf die ach so bösen "Killerspiele" gezeigt. Ja, die sollte man verbieten. Da sieht man schliesslich Blut. Und wenn wir schon dabei sind, verbannen wir die Nachrichten im Fernsehen, die Krimis und gleich das ganze Internet. Die Jugendlichen, die sich prügeln, sind auf der Strasse - nicht am PC Antworten
Wieso waren eigentlich keine unmittelbar betroffenen Opfer in der Runde? Dies zeigt doch schon alleine, dass, wie auch Peter Münger schrieb, das Opfer ja wohl selber schuld ist. Es war zur falschen Zeit am falschen Ort. Es wird immer nur von den armen, lieben Tätern gesprochen, die man ja so was von in Schutz nehmen muss. Diese Sendung fördert meiner Meinung nach ganz einfach die Selbstjustiz... Antworten
Bei dieser Diskussion wird einem ganz klar vor Augen geführt ,dass bei solche Straftaten eine ganze Sozialindustrie dahinter steht - die natürlich nicht für Gefängnissaufenthalte sind und voll auf Therapien setzen. Es könnte Ihnen ja die Arbeit ausgehen. Das Interessante ist , dass in D die Rückfallquote bei jugendlichen Tätern gleich ist wie in der CH. Ergo Therapien sind teuer und nutzlos ! Antworten
Bis es soweit kommt, dass Jugendliche jemanden zusammenschlagen, ist meistens schon einiges passiert: Schule schwänzen, drohen, Gspänli plagen, ev. Tiere quälen, zeuseln. Da müsste man viel früher eingreifen, v.a. Schulbehörden müssten aufmerksam sein, denn die Eltern solcher dissozialer Jugendlicher schauen leider oft weg oder fühlen sich hilflos und reagieren nicht adäquat. Antworten
@ Peter Münger: Sie meinen also, härtere Strafen schützt die Gesellschaft vor solchen Taten? Können Sie diese Behauptung belegen? Ich geben ihnen die Antwort gleich selbst, nein, können Sie nicht. Härtere Strafen sind nur der Ausdruck der Hilflosigkeit einer Gesellschaft auf ein bestimmtes Problem. Gelöst wird es damit nie. Das ist wissenschaftliche Tatsache. Antworten
@ Kurt Hauser: Die Frage muss doch sein, wo ist die Rückfallquote höher: bei härteren Strafen oder bei intelligenten Massnahmen? Die Antwort der Kriminologen ist hier eindeutig, bei härteren Strafen. Man vergisst halt immer wieder, dass die Täter irgendwann wieder aus dem Gefängnis kommen. Da ist es mir doch wohler, wenn man versucht, die Täter auf die rechte Bahn zu lenken. Antworten
Kinder und Jugendliche sind ein Spiegel ihrer Eltern und ihres Umfeldes. Wer Gewalt ausübt, hat das so gelernt. Daher müsste man schon viel früher eingreifen und den Kindern in der Primar zivilisierte Konfliktbewältigung beibringen. Drakonische Strafen schrecken keinen Schläger ab! Antworten
Diese Sendung hat gezeigt wo das Problem liegt. Bei den Richtern und Staatsanwälten. Unsere Strafen sind viel zu milde, die Täter lachen ja nur wenn sie sich mit der Tat auseinandersetzen müssen oder verstehen es nicht. Auch hier, es wird nur von den Tätern geredet. Die Opfer sind ja selber schuld, falsche Zeit, falscher Ort. So kann es nicht weiter gehen. Antworten
Bei diesem Thema beobachtet man immer wieder eine gewisse Hilflosigkeit - sicher bei den Betroffenen aber auch bei den Fachleuten. Leider stimmt es, dass es oft schon zu spät ist, wenn eine Gewalttat stattgefunden hat. Es gibt viele Einflüsse, die die Gewaltbereitschaft erhöhen und man müsste alle diese Einflüsse vermindern - z.b. auch die Verbreitung von Ego-Shootern. Antworten
Verstehe ich es RICHTIG. Verprügeln ist OK weil man sich danach besser fühlt? Also, Fakt, jemand hat Probleme und somit einen Freischein zum Verprügeln? Danach geht es ihr/ihm ja besser und ist Entschuldigt? Wieso kommt es überhaupt zu solch gravierenden Problemen dass sich soviel Agressionen anstauen? Ich habe eine Ahnung wieso aber nicht Verallgemeinern und kein Freischein! Antworten
ich habe die ganze sendung gesehen. interessant war, dass man nur immer von den tätern als "opfer" geredet hat und was man alles unternimmt um den tätern zu helfen! kein wort wie man den opfern helfen will. kein wort, wie man die opfer nachher wieder intergrieren will. wenn ich täter wäre, hätte mich die gestrige sendung nur in meinen taten unterstützt. Antworten
diese spezialisten finden also, man solle nicht härter bestrafen, wo kann man den vorweisen, dass die "begleitung" früchte trägt? nehmen den diese fälle von gewalt zu oder nicht? die gewalttäter von münchen wären ja wohl lieber in der schweiz tätig gewesen wenn sie auswählen könnten, nicht?! Antworten
«Nach der Schlägerei geht es den Tätern besser» Und den Opfern? Wo sind wir nur hingekommen?! Solidarität mit den Tätern statt rigorose Solidarität mit den Opfern. Welch wunderbare Aussicht auf einen nützlichen Erziehungseffekt!!! "Zu milde Strafen sind nicht das Problem" Ja, finde ich auch: Also, um einen Werteausgleich anzustreben: Arbeitslager statt Strafe!!! Antworten



Martina Puls
@Patricia Galli: ich geben Ihnen Recht! Es ist ein gesellschaftliches Problem, dass vorallem Männer betrifft. Die Frage muss in diese Richtung im Detail verfolgt werden. Wo sind die Ursachen und falls die Emanzipation daran Schuld sein sollte (wieder einmal mehr!), wieso sollen Frauen immer noch unterbezahlte Jobs ausführen oder/und selbstlose Erziehungsarbeit leisten? Hier ist anzusetzen. Antworten