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TV-Kritik: Tod, Panik und ein Känguru
Von Philippe Zweifel. Aktualisiert am 05.03.2010 11 Kommentare
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«Flashforward» läuft jeweils donnerstags auf SF2.
Es ist ein brutales Erwachen. Kopfüber hängt ein Mann in seinem zerstörten Auto. Er windet sich aus dem Wrack. Um ihn herum versinkt Los Angeles im Chaos. Verletzte irren durch die Strassen, überall lodert Feuer, im Hintergrund knallt ein Helikopter in bester 9/11-Manier in einen Wolkenkratzer.
Ein Terrorangriff? Ein Fall für Jack Bauer? Nein, zum Glück nicht. Für zwei Minuten und 17 Sekunden sind fast alle Menschen auf der ganzen Welt in Ohnmacht gefallen. Und sie haben in diesen 137 Sekunden ihre Zukunft gesehen: Was sie in einem guten halben Jahr tun werden, am 29. April 2010. So begann gestern die erste Staffel von «Flashforward», Amerikas neustem Serienhit. Die Erwartungen waren gross, die Macher hatten nichts Geringeres als eine Mischung aus der Mystery-Serie «Lost» und Christopher Nolans Kultthriller «Memento» versprochen.
Das grosse Rätselraten
Im Zentrum der Handlung steht FBI-Agent Mark Benford (gespielt von Joseph Fiennes). Er will dem Rätsel des Blackouts unbedingt auf die Spur kommen (nur schon weil seine Frau sich in ihrer Vision mit einem anderen Mann amüsierte). Bloss wie? Sieben Milliarden Menschen erlebten den so genannten «Flashforward». Also lässt Benford eine Website einrichten, auf der die Visionen gesammelt und miteinander verglichen werden. Aufnahmen von Überwachunskameras während des Blackouts runden die Ermittlungen ab und bringen Erstaunliches zu Tage: Einzelne Personen waren während der Massenohnmacht offenbar quicklebendig. Immune? Ausserirdische? Oder doch Terroristen? Das grosse Rätselraten konnte beginnen.
Der amerikanische Fernsehsender ABC setzt grosse Hoffnungen in «Flashforward». Die Serie soll die Lücke stopfen, die das zu Ende gehende «Lost» in diesem Jahr hinterlässt. Die Verbindung zwischen den beiden Serien ist entsprechend deutlich: Beide setzen auf eine verschachtelte Erzählstruktur, die mit dem Raum-Zeit-Kontinuum Schindluder treibt. Beide erzählen eine mysteriöse Geschichte, bei der mit der Lösung einer Frage gleich weitere Fragen auftauchen. Und wie beim Vorbild, löst der Drang, die Ungereimtheiten beantwortet zu haben, eine regelrechte Sog- und Suchtwirkung aus.
Actionreiches Verwirrspiel
Im Unterschied zu «Lost», das gemächlich begann, bombardiert «Flashforward» sein Publikum jedoch gleich zu Beginn mit allerlei Rätseln. Wessen Kopf gestern nicht explodierte, hatte aber durchaus Spass mit der neuen Serie. Trotzdem stellt sich die Frage, ob die Zuschauer das actionreiche Verwirrspiel goutieren: Je komplizierter die Handlung bei «Lost» wurde, desto schneller sanken die Quoten der Sendung.
Damit das nicht passiert, rekapitulieren wir schnell die wichtigsten Fragen: Was war der Grund für die Bewusstlosigkeit? Was wird am 29. April passieren? Was ist mit all jenen Menschen, die keine Erinnerungen an die Zukunft haben - werden sie bis zu dem mystischen Datum sterben? Wie sehr kann man durch das Wissen um die Zukunft diese ändern?
Sowie: Die Figuren in der Zukunft arbeiten offenbar fieberhaft, eine Art Verschwörung aufzuklären. Nun wissen sie ja, dass man in der Vergangenheit ratlos ist – weshalb schicken sie in den Visionen keine versteckte Nachricht an sich selbst? Und hat das Känguru, das nach der Katastrophe durch die Strassen hüpft, etwas zu bedeuten? Unten können Sie mitraten.
(baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.03.2010, 10:25 Uhr
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11 Kommentare
Die erste Staffel von FF war grandios Und wie bei LOST lautet die Frage: kann man dem Schicksal ein Schnippchen schlagen? Bei LOST ist bei den verbleibenden 14 Folgen kaum mehr eine brauchbare Auflösung zu erwarten, dennoch muss man FF eine Chance geben. PS: Die Szene mit dem Kängi war sauteuer, weil der dessen Trainer raus retouchiert werden musste und die ersten 4 Staffeln sind schon skizziert Antworten
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.








