Kultur

Bullock für die Goldene Himbeere nominiert

Aktualisiert am 01.02.2010

Hollywood-Star Sandra Bullock könnte in diesem Jahr nicht nur zur besten Schauspielerin gekürt werden, sondern auch zur schlechtesten Darstellerin.

Nicht für gut befunden: Trailer zum Film «All about Steve» in deutscher Sprache (Quelle: Youtube).

Für ihren Auftritt als aufdringliche Verliebte in der Komödie «Verrückt nach Steve» hat Bullock am Montag eine Razzie-Nominierung erhalten. Nach Angaben der Verleiher der Filmspottpreise «Goldene Himbeeren» droht ihr damit die zweifelhafte Ehre, die Trophäe als schlechteste Schauspielerin zu gewinnen, während sie gleichzeitig für das Drama «Blind Side – Die grosse Chance» bereits mit dem Golden Globe als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. Bullock hat damit möglicherweise auch Oscar-Chancen.

«Verrückt nach Steve» mit Bullock und Bradley Cooper geht auch in der Königskategorie «Schlechtester Film 2009» in das Rennen um die Spottpreise. Dort tritt die Komödie unter anderem gegen den Blockbuster «Transformers: Die Rache» und gegen den Kinoflop «Die fast vergessene Welt» an. Diese beiden Streifen sahnten jeweils sieben Nominierungen ab. Die Razzie-Verleiher charakterisierten «Transformers: Die Rache» als «überlaut, überlang und überdumm» und nominierten das Actionspektakel unter anderem für schlechteste Regie, Drehbuch und Remake oder Fortsetzung.

Auch Megan Fox als Kandidatin

Zudem holte sich Megan Fox eine Anwartschaft als «Schlechteste Hauptdarstellerin». Als Hauptakteur in «Die fast vergessene Welt» ist Will Ferrell unter den Favoriten für die Trophäe als schlechtester männlicher Darsteller.

Auch die «Twilight»-Stars blieben von den Goldenen Himbeeren nicht verschont. Robert Pattinson erhielt eine Nominierung als schlechtester Nebendarsteller. Teenie-Heldin Kristen Stewart könnte an der Seite von Pattinson oder Taylor Lautner den Preis für das schlechteste Leinwandpaar gewinnen.

Schon die 30. feierliche Verleihung

Die «Razzies» werden in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben, traditionell einen Tag vor den Oscars. Die Zeremonie findet am 6. März in Los Angeles statt. Die Spottpreise wurden von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscarverleihung ins Leben gerufen.

Nach Angaben der Veranstalter waren diesmal 647 Filmfans in den USA und neunzehn anderen Ländern stimmberechtigt. Die Gewinner bekommen eine vergoldete Plastikhimbeere, holen sich die Trophäe aber aus verständlichen Gründen nur in seltenen Fällen ab. (raa/sda)

Erstellt: 01.02.2010, 21:37 Uhr


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