Christoph Meili reizt Filmemacher

Die vor einer Woche angekündigte Rückkehr des ehemaligen Wachmanns Christoph Meili weckt die Fantasien der Kulturschaffenden.

Er will zurück in die Schweiz: Christoph Meili.

Er will zurück in die Schweiz: Christoph Meili.

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Wie die Zeitung «Sonntag» berichtet, könnte die Geschichte über den Wachmann, der bei einer Grossbank Akten vor dem Schredder rettet und damit fast eine Staatskrise auslöst, bald auf die Leinwand kommen.

«Wir haben das Thema mit den Filmemachern Xavier Koller und Walo Deuber anrecherchiert», sagt Patrick Müller von der Produktionsfirma Condor zu dem Blatt. Es liege aber erst das Grundkonzept vor. «Die Dreharbeiten würden – wenn überhaupt – frühestens in anderthalb bis zwei Jahren beginnen», so Müller weiter.

«Elf Jahre Amerika sind genug. Ich komme heim, heim in die Schweiz – für immer», sagt Meili vor Wochenfrist dem «SonntagsBlick». Den Job bei einer Sicherheitsfirma habe er vor vier Tagen gekündigt; sein Rucksack sei gepackt.

Bankdokumente vor dem Schredder gerettet

Als Nachtwächter bei der Schweizerischen Bankgesellschaft arbeitend, rettete Meili Anfang 1997 Belege über Bankbeziehungen mit jüdischen Holocaust-Opfern vor dem Schredder. Die Vernichtung von Akten über solche nachrichtenlosen Vermögenswerte wurde in der Schweiz im Jahr zuvor verboten. Die Dokumente übergab er Vertretern einer jüdischen Organisation.

Am 13. Januar 1998 erhob US-Anwalt Ed Fagan in Meilis Namen Klage gegen die SBG und forderte eine Summe von 2,56 Milliarden Dollar. Am 13. August 1998 kam es zu einem Vergleich der Schweizer Banken mit den Klägern in der Höhe von 1,25 Milliarden Dollar. (cpm)

Erstellt: 04.04.2009, 23:13 Uhr

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