«Ein Cowboy braucht 25 Worte»
Von Bettina Bendiner. Aktualisiert am 24.02.2009 2 Kommentare
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Carlo Pedersoli
Carlo Pedersoli alias Bud Spencer kam 1929 in Neapel zur Welt. In den 50er-Jahren kämpfte er zweimal im italienischen Schwimmteam um olympisches Gold. Bekannt und beliebt wurde der Jurist als gutherziger Prügelknabe in Spaghetti-Western mit Terence Hill. Kommenden Donnerstag startet Bud Spencer sein Comeback im deutschen Kino. Er spielt in der Gangsterkomödie «Mord ist mein Geschäft, Liebling» einen alternden Mafia-Boss.
Signore Spencer, worin unterscheidet sich Ihre Kunstfigur Bud Spencer von Carlo Pedersoli?
Oh, quasi totale, ein riesiger Unterschied! Carlo Pedersoli genoss eine gute Ausbildung und verfügt über eine durchschnittliche Intelligenz. Eine normale Existenz eben. Bud Spencer hat keine Kultur. Bud Spencer ist einfach gestrickt. Er repräsentiert einen Grossteil der Menschheit (lacht).
Wie gehts Ihrem alten Filmpartner, Terence Hill?
Gut. Wir haben uns vor ein paar Tagen auf einen Teller Spaghetti getroffen.
Es gab Gerüchte, dass Sie wieder zusammen filmen wollen. Haben Sie Pläne?
Wir finden bestimmt während der nächsten 18 Monate keinen gemeinsamen Termin. Mario (Terence Hill) beendet gerade einen Western. Danach steht er für die italienische Fernsehserie «Don Matteo» vor der Kamera. Und ich beginne im Mai mit der zwölfteiligen Serie «Die Fälle des Koch». Wir beide sind zurzeit einfach sehr beschäftigt.
Früher begeisterten Sie als Schlägertyp. Wie blieben Sie trotzdem flexibel für andere Rollen?
Mich interessiert gar nichts anderes. Was das Publikum liebt, das spiele ich gern. Ich bin was ich bin, eine Figur. Ein Vergleich: Auch eine Rolle wie James Bond kann man variieren. Unterschiedliche Schauspieler hauchen ihm auf verschiedenste Weise Leben ein. Nur eines möchte ich deutlich machen: Ich spiele meine Figur nicht, ich bin meine Figur.
Welche Rolle würden Sie gern noch übernehmen?
Angebote aus England bekomme ich häufig. Sie wollen, dass ich Gulliver verkörpere. Bis jetzt habe ich diese Charakterrolle immer abgelehnt. Physisch ginge das vielleicht (lacht und klopft sich auf den Bauch). Aber meine Englischkenntnisse reichen leider nicht.
Aber Sie haben doch bereits englische Filme gedreht.
Ja, insgesamt 80 von meinen 104 Filmen. Wie ich das geschafft habe? Ich sage immer: Ein Cowboy braucht nicht viele Worte. Etwa 25 (lacht). Er sagt lediglich Sachen wie: Schöne Frau, schönes Pferd. Dazu benötigt man nur ein beschränktes Vokabular. Für einen Macbeth oder eben auch einen Gulliver bräuchte ich viel mehr Vokabeln. Stört es Sie, wenn ich rauche?
Nein. Nur zu.
(Zieht an einer ultra slim Zigarette). Aber in einer Rolle als deutscher Bauer wäre ich gut. Die kommen auch mit wenigen Worten aus. So viel Deutsch kann ich gerade noch (lacht).
Warum spielen Sie in «Mord ist mein Geschäft, Liebling» den alternden Mafia-Boss Pepe?
Mich interessierte nur der spannende Plot. Mit der Mafia hat der Film nichts zu tun.
Schiessereien, Auftragsmörder, ein Mafia-Buchautor in Todesgefahr – um was geht es denn sonst?
Der Film handelt natürlich von «amore». Und die Komödie bringt erstmals den romantischen Gangsterfilm ins europäische Kino. Ähnliche Filme kennen nur die Amerikaner.
(NEWS)
Erstellt: 24.02.2009, 22:24 Uhr
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2 KOMMENTARE
Wenigsten ist Bud ehrlich und gibt es zu dass er finanzielle Probleme hat ( Kopf hoch, Spence. Du schaffst es!!! ). Da hat die UBS von ihm nur zu lernen!!!!
Ich fand und finde Bud Spencer sehr sympathisch. Tut mir leid zu hoeren, dass es ihm finanziell nicht gut geht. Ich wuensche ihm alles gute!Hau drauf Buddy!
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